Die grauen Raben

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von Gefreiter Neflie (DOG)
Online seit 18. 02. 2006
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Eine Streife von 3 Rekruten ging in den Schatten "verloren". Trotz Tagelanger suche konnte keiner von ihnen gefunden werden. Jetzt, Jahre später weist alles darauf hin, das sie noch leben. Die Frage ist nur: Wie lange?

Dafür vergebene Note: 10

Dunkler Rauch wogte durch den Raum, und das flackernde Licht warf tanzende Schatten auf die steinernen Wände, die an etlichen Stellen wie angeätzt wirkten, und ein sanfter Duft von Minze lag in der abgestandenen Luft.
An der dem Eingang gegenüberliegenden Mauer war etwas angebracht, das wie eine grausige Statue eines schon lange in Vergessenheit geratenen Gottes wirkte. Das Etwas, das sie darstellte, krallte sich gerade in die Wand, und schien mit den Greifzangen Teile aus der Wand beißen zu wollen, während alle 6 Augen weit aufgerissen waren, was der ganzen Figur eine sehr unheimliche Aura gab
Vor ihr lag ein Mann.
Sein Brustkasten war brutalst aufgerissen worden, die Gedärme lagen gleichmäßig im Raum verteilt, und seine Augen rollten mit einem sehr unappetitlichem Geräusch über den Boden
Eine kleine Lache Blut bildete sich um seine Leiche, während die Kerze immer schwächer wurde, und der sanfte Hauch von Minze wurde mehr und mehr von dem eisigen Geruch des Todes überlagert.
Es herrschte beinahe vollkommene Stille, die nur hie und da durch ein seltsames Geräusch, das im Entferntesten wie das Kratzen von Stein über Stein anhörte unterbrochen wurde, und dem heiseren kichern einer Gestalt, die sich in eine Ecke des Raumes drückte, und daraufhin verschwand.




"Guten Morgen Neflie", ließ die gut gelaunte Stimme seines Abteilungsleiters gut gelaunt vernehmen, als sich der kleine Gnom versuchte sich möglichst unauffällig durch den Spalt zwischen Tür und Rahmen zwängen.
"Morgen, Söhr", erwiderte er, und sah missmutig zu seinem Vorgesetzten auf. Eigentlich mochte Neflie seinen Abteilungsleiter sehr, das einzige was er an ihm nicht mochte war der dumme Umstand, dass er ihm hie und da Arbeit aufhalste.
"Ein Mordfall, Türklinkenstraße 38. Möchtest du dich darum kümmern?", fragte Robin Picard fast nebenbei, während er in seinen Unterlagen kramte.
Der kleinen Gnom wollte schon mit "Ja" antworten, doch dann viel ihm ein, das sein letzter Einsatz schon Tage zurückgelegen hatte, und sein Vorgesetzter das sehr Wohl wusste.
"Immer gerne doch Söhr", sagte Neflie gespielt fröhlich, " aber ist ein Mordfall nicht eigentlich etwas für SUSI? Ich wüsste nicht was ich unseren Kollegen dort bringen könnte."
"Sieht nach einem Fall von Mord im Namen eines Geheimbundes aus, also hat SUSI um Unterstützung geboten", antwortete der Abteilungsleiter, und nachdem er kurz seine Worte abgewogen hatte fuhr er schnell fort, "und ich dachte du würdest dich dafür am Besten eignen."
Der kleine Wächter nickte, und salutierte noch ein Mal, ehe er den Raum verließ.
"Drei Dollar darauf, das einfach kein anderer Wächter die Zeit hat, sich mit so etwas abzugeben", fuhr Neflie den Boden an, während er, darauf bedacht möglichst viel Lärm zu verursachen, um seinem Frust Ausdruck zu verleihen, den Gang entlang stapfte.
"Hast du was gesagt?"
Die Worte rissen den kleinen Gnom aus seinen missmutigen Gedanken, und er blickte zu Drei hungrige Mäuler auf.
"Nichts, Ma'm"
Sie zuckte nur mit den Schultern, und machte sich danach lächelnd auf in Robins Büro.




Türklinkenstraße 38 war ein altes baufälliges Gebäude, dessen Fassade den Eindruck machte, als wäre sie schon schmutzig und baufällig gebaut worden, was aber auch für die restlichen Häuser dieser Straße galt. Vor der Tür standen zwei Trolle in Wächteruniform, die den kleinen Gnom nicht ein Mal bemerkten, als er eintrat.
Wo Neflie schon dachte, das es von Außen schon schrecklich aussah, so musste er für das Innere des Gebäudes ein neues Wort erfinden. Überlall lagen alte Bücher im Raum verteilt, zwei tote Katzen verbreiteten einen üblen Geruch, und die spärlichen Einrichtung war zu kleinen Holzstückchen verarbeitet worden. Der kleine Wächter folgte den Stimmen mehrerer Personen, die hinter einer nahe gelegenen halb offenen Tür zu hören waren, welche wohl hinab in den Keller führte. Eine niedergebrannte Kerze stand auf einem kleinen Sockel in der Mitte des Raumes, und eine mit einem weißen Tuch bedeckte Gestalt lag vor einer seltsamen, an der Wand hängenden Statue.
Ein plötzlicher Schmerz in seinem Bauch ließ weiße Sterne vor seinen Augen leuchten, und das Gefühl, als ob er fliegen könnte, war das letzte was Neflie noch bemerkte, ehe ihn die Dunkelheit der Ohnmacht umfing.




"Wir schicken euch gleich jemanden.... Was verstehen die eigentlich unter sofort?", grummelte Larius, und ging den Weg zurück zum Eingang des Raumes,
"Aber was erwartet man auch von Leuten, die in einem solchen Gebäude arbeiten..."
Er hatte nicht auf seine Schritte geachtet, und plötzlich stieß er mit seinem Stiefel gegen etwas das, durch seinen Tritt angeregt, einen Flug in die Ecke des Raumes antrat. In der Annahme, dass es sich dabei um einen Stein gehandelt hatte, wandte sich der Wächter wieder zu der Leiche um. Keine Quittung, keine Spuren, keine Hinweise, rein gar nichts. Nicht einmal die Identität des Opfers war bekannt.
In der Zwischenzeit hatten die Spurensicherer die meisten Teile des Toten unter die weiße Abdeckung verfrachtet, was eine sehr unangenehme Arbeit gewesen war.
Larius hatte nie in seinem Leben geglaubt, dass ein Mensch so viel in sich haben kann.
Und dann diese seltsame Statue......
Er mochte diese seltsame Statue nicht. Er sah weg, wünschte sich aus vollster Kraft, dieses Teil würde verschwinden, und warf danach mit einem Seufzer wieder einen Blick an die Wand.
Die Statue hing noch immer dort.
Kopfschüttelnd wand sich Larius ab, und ging hinauf, um auf den Zuständigen von DOG zu warten.





Das Geräusch leiser Schritte lies den Gnom aufwachen. Er lag in einer der Ecken des Raumes, den er erst vor kurzer Zeit betreten hatte, und seine Rippen schmerzten noch immer. Während er in Gedanken die Stiefel aller Wächter verfluchte, duckte er sich in die Ecke, um nicht bemerkt zu werden.
Eine Frau trat in sein Sichtfeld, und ging Zielstrebig in Richtung Statue. Ihr Haar wirkte so wie ihre Kleidung ungepflegt, aber erweckte den Eindruck, als ob es ganz hübsch sein könnte, wenn man ihm nur ein wenig Zeit widmen würde. Ihre Gesichtzüge mochten einmal sanft und freundlich gewesen sein, doch in dem flackernden Licht der Kerze, die inmitten des Raumes brannte, wirkten sie gehetzt und nervös.
Der Anblick des eingetrockneten Blutes am Boden und an der Wand schien sie nicht unbedingt zu beruhigen und Schweiß glänzte auf ihrer Stirn, als sie einige Schritte vor trat.
Sie wirkte, als ob sie jegliches Geräusch verhindern wollte, als sie ein seltsamen Gerät aus ihrer Tasche auf den Boden vor der Statue legte, und danach einen Schritt zurück machte, als ob sie erwartete, dass etwas geschah.
"Du wagst es also doch noch, dich zu zeigen... ", hauchte plötzlich eine heisere Stimme aus der Neflie gegenüberliegenden Ecke, und eine in dunkle Kleider gehüllte Gestalt trat in das Licht. Die Frau machte erschrocken einen Satz zurück, um sich dann zu verbeugen.
"Du hast es also gebracht... Gut gut gut.... Aber ich muss dir etwas trauriges mitteilen...", fuhr die Gestalt fort, und ging zu dem Gegenstand am Boden.
"Was, mein Meister?", fragte sie zittrig, und wagte es nicht ihm in die Augen zu sehen.
"Es gab einen schrecklichen Verrat... der einem aus unseren Reihen das Leben kostete...", begann die Gestalt leise, und hob etwas vom Boden auf," der Verräter musste dafür schon bezahlen... Aber ich fürchte er war nicht der Einzige."
"W... was wollt ihr damit sagen, Meister?", fragte die Frau, und wirkte noch nervöser als beim Betreten des Raumes.
"Er hat eure alten Freunde kontaktiert... er wollte es ihnen sagen... und er verriet mir... er verriet mir, das noch zwei von unserer Gemeinschaft dazu bereit wären, uns zu verraten.."
"Wer ist er? Was habe ich damit zu tun", keuchte die Frau.
"Du weist es... er nannte deinen Namen... er sagte du hättest noch gute Freunde dort... er sagte du würdest dein... Zeichen wieder tragen"
"Lügen! Das sind Lügen!", schrie die Frau, und wirkte der Verzweiflung nahe.
"Oh nein... er sagte die Wahrheit... und wir können Verräter nicht dulden, auch wenn sie uns nicht verraten haben...", kicherte die dunkle Person, und mit einer schnellen Bewegung stieß er etwas in den Bauch der Frau, und riss es in einem weiten Bogen wieder heraus. Blut spritzte durch den Raum, und der vor Entsetzen starre Gnom wurde von einem Tropfen der warmen Körperflüssigkeit am Kopf getroffen. Mit einem gurgelnden Geräusch fiel die Frau zu Boden, und die dunkle Gestalt stieß immer und immer wieder auf sie ein.
Dan nahm die Person das Ding, das die Frau auf den Boden gelegt hatte, verließ den Raum, und ein klicken am Türschloss ließ erahnen, dass sie zugesperrt hatte.
Doch das war Neflie egal.
Er starrte noch immer auf das, was von der Frau übrig geblieben war.
Nicht ein mal ein Igor hätte dafür noch Verwendung gehabt.
Leise schlich der Gnom zu ihr, ganz als ob er Angst hätte, dass noch jemand im Raum sei, und betrachtete das Gesicht der Toten genauer.
Er hatte sie schon einmal gesehen...



Es war der Tag, an dem Neflie Ankh-Morpork ereicht hatte, und das erste Mal in seinem Leben einen tiefen Zug stinkender Stadtluft einatmen durfte ( Ihm wurde noch jedes mal schlecht, wenn er an diesen Augenblick zurück dachte), und das erste Mal in seinem Leben von lizenzierten Dieben überfallen.
Er hatte nicht gewusst wohin er gehen solle, er hatte kein Geld, und er hatte erst recht keine Freunde (abgesehen von einem Eichhörnchen).
Damals war er auf drei Wächter auf Streife gestoßen, zwei Männer und eine Frau, die ihm geraten hatten, es bei der Stadtwache zu versuchen.
Neflie wurde rekrutiert, doch er hatte die drei nie wieder gesehen. Es hieß, sie waren bei einer Streife verschwunden, und als der Gnom ein wenig nachforschte, wurde ihm klar, dass er als letzte Person bewusst diese drei Menschen gesehen hatte.



Die Erkenntnis traf ihn wie ein Hammerschlag; eine der Personen, denen er so viel verdankte, lag vor ihm, und war toter als alles andere, das Neflie je in seinem Leben gesehen hatte.
Das war endgültig zuviel für den Gnom, und die beruhigende Schwärze der Ohnmacht hüllte seine Gedanken ein, um ihn in einen unruhigen Traum zu geleiten, in dem es um die Frau und eine Dienstmarke ging.
Und seltsamerweise auch um den Geruch frischer Minze.



"Mach endlich diese Tür da weg!"
Mit dem unguten Gefühl, das dieses Erwachen nicht unbedingt mit schöneren Ereignissen verbunden sein würde als das letzte, öffnete Neflie die Augen. Die Kerze war hinunter gebrannt, und nur ein schmaler Lichtstreifen schimmerte durch einen Spalt unter der Tür.
"Mir ist egal wem sie gehört. Mach sie weg!"
Die Stimme kam eindeutig von dem Raum hinter der Tür, und der Gnom sprang schnell zur Seite, ahnend was gleich passieren würde.
Nur einen Augenblick später war die Luft von kleinen Stücken der alten und einstmals sehr massiven Holztür gefüllt, die sich gerade gleichmäßig im Raum verteilte. Dahinter kam ein großer Troll in Wächteruniform zum Vorschein, der mit der Faust die Tür vernichtet hatte. Dicht hinter ihm stand Robin Picardo, der sich verärgert den Holzstaub von der Wächteruniform klopfte.
Der rechteckige Lichtfleck in der Größe der ehemaligen Tür erhellte genau den Bereich, in dem die erstochene Frau lag, und die Farbe wich schon langsam aus dem Gesicht des Abteilungsleiters. Seine Schritte verursachten hier und da ein leises knacksen, wenn er auf einen Holzspan stieß, als er die Stiegen hinab ging, um den Leichnam (die Frau war eindeutig tot) zu untersuchen. Bisher hatte der erfahrene Wächter nicht gewusst, wie viel Blut in einem Menschen war. Jetzt wusste er, dass es genug war, um einen ganzen Raum damit auszumalen.
"Fulgurit, schicke bitte eine Taube an deine Kollegen von SUSI. Ich denke, das könnte sie interessieren."
Der Troll nickte, drehte sich schwerfällig um und verließ das Haus.
"Morgen, Söhr!"
Die plötzliche Stimme lies den sich alleine glaubenden Abteilungsleiter herumfahren, und Neflie trat aus dem Dunkel einer Ecke hervor, und salutierte mehr oder weniger motiviert, als schön langsam die Erinnerungen des gestrigen Tages in sein Bewusstsein sickerten.
"Was machst du hier?", war das erste was Robin fragte, "wir haben dich schon überall gesucht!"




Noch nie war dem kleinen Gnom aufgefallen, wie angenehm sein kleines Büro war. Die gelben Fliesen, die er sonst immer verabscheut hatte, machten ihm klar, dass es in diesem kleinen Raum doch viel angenehmer war als in irgendeinem Keller.
Zwei Stunden hatte der kleine Gnom gebraucht um alles so ausführlich wie nur möglich zu erklären, und diese beiden Stunden hatten ihn ganz schön geschafft, auch wenn er nur da gesessen und geredet hatte. Aber er würde jetzt Zeit haben sich zu erholen, da der Fall mit jedem Moment wichtiger wurde, und sicherlich ein anderer Wächter damit betraut werden würde. Als es an der Tür klopfte, machte sich Neflie mit Freude schon darauf bereit zu hören, dass er wieder langweilige Aktenarbeit machen durfte. Umso härter Traf es ihn, als ein Wächter mittlerer Größe die Tür öffnete, und mehr oder weniger freudig verkündete:
"Gefreiter Neflie, mitkommen."



"Wo genau hat er gestanden? Woher kam der Mann? Wohin ging er danach?", fragte Larius als sie beim Tatort angekommen waren, und blickte ungeduldig zu dem kleinen Gnom hinunter.
Noch einmal erzählte Neflie alles so ausführlich wie er konnte, und sein Blick hing Gedankenverloren an der Statue, die noch immer an der Wand hing. Der Raum wirkte so wie in der Nacht, nur das man die Leiche der Frau schon hinaus geschafft hatte. Der Geruch von Blut lag in der Luft, und machte das Atmen schwer.
Er erzählt was er gesehen hatte, und dann fragte er:
"Kann ich gehen?"
Larius blickte irritiert zu dem kleinen Gnom hinunter und er wirkte als wäre das die einzige Frage, mit welcher er nicht gerechnet hatte.
"Eigentlich hat man mir gesagt, dass du mich bei diesem Fall unterstützen wirst."
"Oh."
Mehr brachte Neflie nicht hervor. Gedanken flitzten durch seinen Kopf, als ihm klar wurde, dass er zum ersten Mal an einem wirklich interessanten Fall arbeiten sollte; das kein anderer Wächter damit betraut worden war. Und das er seine geliebte langweilige Büroarbeit wohl auf später verschieben musste.
Larius Worte beendeten den Wirbel der Gedanken schnell:
"Wir sollten etwas über die Identität der Leichen herausfinden. Hast du eine Ahnung, ob die Toten einer Gilde oder so angehörten. Vielleicht haben wir Kontaktmänner die etwas darüber wissen, oder irgendwo Akten darüber."
Aber Neflie schüttelte nur den Kopf, und sprach mit leiser Stimme:
"Brauchen wir nicht. Es waren Wächter."
"Woher willst du das wissen?"
"Ich habe die Frau gekannt."
Der Gnom hatte damit gerechnet, den Larius damit zu beeindrucken, doch dieser hob nur skeptisch eine Augenbraue. Das brachte Neflie zum Nachdenken, und plötzlich war er alles andere als sicher. Es gab viele Leute die anderen sehr ähnlich sahen, und es war sehr dunkel gewesen. Vielleicht hatte er sich geirrt.
Larius, der wohl dasselbe gedacht hatte, sagte mit einem zynischen Ton in der Stimme:
"Ich will dir ja nicht Nahe treten, aber du bist damals angeblich gerade aus der Bewusstlosigkeit aufgewacht, und willst mir erzählen, dass du eine Person im Schein einer Kerze eindeutig Identifizieren konntest? Außerdem ist schon seit langem kein Wächter mehr verschwunden, und so viel ich weis kommst du nicht oft unter Leute."
Neflies Augen blitzten. Auch wenn sein Partner Recht hatte, er hätte es ein wenig freundlicher sagen können. Er hätte alles dafür gegeben beweisen zu können, dass die Toten Wächter waren. Sein Blick schweifte durch den Raum, und blieb bei einem Glitzern an der Statue hängen. Ohne ein Wort zu sagen, kletterte Neflie unter Larius skeptischen Blickes die Statue empor. Das Gebilde aus Stein (zumindest hoffte der Gnom, das es Stein war) war seltsamerweise warm, und auch wenn er sich sicher war, das er es sich einbildete, er hätte schwören können, dass sie sich unter seinen Füßen ganz langsam bewegte. Das glitzern kam aus einem Loch im Kopf der Statue, wo andere Tiere im Normalfall Ohren hatten. Neflie griff hinein, und ergriff etwas metallisch Hartes. Ohne weiter nachzudenken zog er daran.
Es ging sehr schnell. Plötzlich flog der Gnom weg von der Statue, mit dem Gegenstand in seinen Händen, ohne das er wusste warum er flog.
"Alles in Ordnung?", fragte Larius, der damit auch nicht gerechnet hatte.
Neflie nickte, und wollte Larius schon fragen, ob er wisse warum er geflogen war, als er sah was er eigentlich in aus dem Loch gezogen hatte.
Es war ein altes Wächterabzeichen.



"Ich gebe es ja zu, du hast Recht gehabt. Tut mir leid", sagte Larius entnervt, als die beiden Wächter in angespanntem Schweigen in Richtung Archive gingen. Aber das war Neflie noch nicht genug. Er fühlte sich enorm missachtet, dafür dass er gleich auf Anhieb recht gehabt hatte, und schwieg weiter. Mit einem seufzen betrat Larius nach Neflie die alten Archive, und sie machten sich auf die Suche nach Daten über die drei Wächter, die damals verschwunden waren. Es herrschte das übliche Chaos. Überall stapelten sich verschiedenste Blätter aus Papier, manche davon schon mit einer Zentimeter dicken Staubschicht überzogen. Neflie liebte diesen Ort. Nirgends sonst auf der ganzen Scheibenwelt konnte man so spannende Geschichten lesen. Hier eine Akte über einen vor Jahren gelösten Fall, dort ein ungeklärter Mord. Geschichten mit Spannung, Geschichten die einen beeindrucken, und Geschichten, von denen man etliche Hauptfiguren selber kennt.
Sie begannen bei einem Stapel besonders alter Akten, aber es schien sich dabei um Verkehrsbezügliche Fälle zu handeln. Der nächste Stapel war besonders hoch, und sie begannen bei den obersten Akten. Es handelte sich um Fälle, bei denen Wächter ums Leben kamen. Larius blick fiel durch Zufall auf einer der untersten Akten, die ein wenig aus dem Stapel heraushing, und den Titel "Streife verschwunden" hatte. Ohne weiter darüber nachzudenken zog er die Akte, die sehr weit unten lag, aus dem Stapel.
Neflie spürte es schon bevor er es sah. Ganz langsam neigte sich der Stoß Akten in seine Richtung. Er blieb sitzen, in der Hoffnung, das es sich der Berg Papier anders überlegte.

Larius las gebannt den Eintrag über die Streife, die vor Jahren verschwunden war, sodass er nicht bemerkte, wie der Stoß Akten vor ihm umkippte.
"Sie dir das an, Gefreiter. Es war eine Streife durch die Schatten, man hat nur ihre Stiefel gefunden... und hier steht noch was über die Wächter selbst.
Also die Frau war aus den Schatten selbst, laut diesen Angaben ist sie von zuhause weggelaufen. Deine Beschreibung stimmt relativ genau mit diesem Bild hier überein.
Von den beiden anderen steht nichts Näheres da, aber ich denke das die Seiten einfach aus der Akte fielen... Kannst du die mal suchen?"
Es kam keine Antwort.
Verwundert sah Larius auf, und sein Blick blieb dort hingen, wo vorher Neflie gesessen hatte. Der Platz war von Akten begraben.



"Du würdest es nicht ein mal bemerken, wenn neben die eine MUT abgefeuert werden würde", nörgelte Neflie, als sie das Archiv verließen.
"Was kann ich dafür, dass du nicht ausweichen kannst? Außerdem reg dich nicht auf, es ist dir nichts passiert Und achte auf deine Aussprache, immerhin bin ich hier der Hauptmann."
"... und keiner weis wieso...", kam die mürrische Antwort von unten.
"Na ja, wenigstens haben wir jetzt die Akte."
Der Gnom nickte, und stieß plötzlich einen schrillen Pfiff aus, der Larius geschockt herumfahren ließ:
"Was war das?"
Die Antwort folgte schneller als er wollte, denn plötzlich sprang ihm ein Eichkätzchen auf die Schulter, und krallte sich in seine Wächteruniform.
"Weist du wie schnell ich laufen muss um mit dir Schritt zu halten? Weist du wie anstrengend das ist? Ich bin doch nicht blöd."
"Und wohin sollen wir gehen?", fragte Larius, der versuchte das Tier von seiner Schulter zu entfernen.
"Wir sollten zu den Eltern gehen von dem Einen, der noch lebt", sagte der Gnom, und sah belustigt zu, wie Sallien (so hieß das Eichkätzchen) auf den Kopf von Larius sprang und seine Hand auswich.
"Wir nehmen an das er noch lebt. Von dem was wir wissen könnte er schon lange tot sein. Genauso wie seine Eltern..."
Sein Satz endete abrupt mit einem leisen Aufschrei, als ihm das Tier ins Ohr biss.
"Wer wissen auch nichts Gegenteiliges."
In der Zwischenzeit war Sallien von Larius herabgesprungen, und stolzierte zu Neflie.
"Dieses Tier macht mich noch Wahnsinnig. Ich wusste, dass seltsame Dinge in eurer Abteilung vorgehen, aber das ihr Eichhörnchen haltet wusste ich noch nicht."
Der Gnom warf ihm einen bösen Blick zu, und sprang auf das Eichhörnchen.
"Kennen sie sch in den Schatten aus, Söhr?", fragte Neflie, und betonte das Wort Söhr bedacht stark.
"Nein. Aber ich denke wir passen besser auf uns auf als die drei Wächter."



"Wo sind wir?"
Links und rechts von den beiden Wächtern waren schmutzige Häuser, eines baufälliger als das andere, und die Schatten wirkten lebendiger als der Marktplatz von Ankh Morpork. Sie suchten nun schon seit geschlagenen vier Stunden nach dem Haus, und langsam spürte man, wie sich die Sonne neigte. Neflie hatte bisher nicht gewusst, wie groß diese Stadt eigentlich war. Dafür wusste er jetzt, wo der ganze Müll der Stadt gelagert wurde. Es hatte ihn gewundert, das alle drei verschwundenen Wächter in dem Teil der Stadt verschwunden waren wo sie herstammten. Jetzt wusste er warum. Die Schatten waren kein Stadtteil, die Schatten waren eine eigene Stadt im Herzen der Stadt.
"Wir sind... irgendwo in der Nähe der Adresse, da bin ich mir sicher", sagte Larius sicher, und bog in eine besonders Enge Seitengasse ein.
Bisher hatten die beiden Wächter noch keine Menschen gesehen, nur Schatten.
Beide wünschten sich es wäre dabei geblieben.
Vor ihnen standen plötzlich drei übel aussehende Gestalten. Zwei davon blockierten die Gasse und hatten gewaltige Keulen in den Händen, und der andere stand vorne und begann zu Larius zu sprechen, wobei es sich dabei eher um ein Sammelsurium an seltsamen Geräuschen handelte:
"Ihr uns geben eure Geld, und wir dich hauen windelweich!"
Der Wächter überlegte kurz, während Neflie mit seinem Eichhörnchen in einem Schatten verschwand, und sagte dann:
"Falsch. Entweder ich gebe dir das Geld oder du haust mich windelweich. Du musst mich entscheiden lassen."
Doch der Mann vor ihm zog einen alten rostigen Dolch hervor, schüttelte den Kopf und grinste breit:
"Ok... entweder du geben und Geld und wir hauen dich windelweich, oder wir dich umbringen und dann nehmen dein Geld."
Larius schluckte, und bewegte seine Hand langsam vor zu seinem Kurzschwert. Wenn er es nehmen konnte bevor der Typ vor ihm angriff, dann würde er vielleicht... .
Doch bevor er sein Schwert ziehen konnte, zischte etwas an seinem Ohr vorbei, und er hörte den Einschlag mehrerer Bolzen. Die drei Gestalten vor ihm fielen um, jede von einem zielgenauen Bolzen im Bauch getroffen.
"Entschuldigen sie bitte die Unannehmlichkeiten, aber wir müssen uns um die Sicherheit der Straßen kümmern", sagte eine freundliche Stimme hinter Larius, und aus dem Schatten der Straße traten fünf Gestalten, die damit beschäftigt waren ihre Armbrüste nachzuspannen.
Eine Davon sprach:
"Was würde bloß aus dieser Stadt, wenn das unorganisierte Verbrechen überhand nehmen würde? Nicht auszudenken... ", und hielt Larius eine Diebeslizenz unter die Nase.
Neben ihm wimmerten die drei Räuber vor Schmerz.
"Wir werden uns um sie kümmern... sie werden nicht sterben. Zumindest nicht schnell", fuhr der lizenzierte Dieb fort, und seine Kollegen begannen damit, die getroffenen Räuber wegzuzerren.
"Danke", meldete sich Larius zu Wort, und war sich nicht sicher, was er von dem allen halten sollte.
"Wir machen eigentlich das Gleiche wie ihr, nur anders. Da hilft man doch gerne", sagte die Gestalt, und verschwand in den Schatten.
Ein Ruck teilte Larius mit, das Sallien mit Neflie gerade auf seine Schulter gelandet war.
"Warum hast du es mir nicht gesagt? Du hast es sicher gewusst!", fuhr er den Gnom an.
"Weil es die Räuber sonst auch bemerkt hätten. Außerdem regen sie sich nicht auf, es ist dir ja nichts passiert", antwortete dieser, und grinste breit.
"Ich wusste bisher nicht, dass die Diebesgilde dermaßen brutal vorgeht"
"Dann sag ich ihnen lieber nicht, was die jetzt mit denen machen..."
Larius Neugier war geweckt.
"Was denn?"
"Die betroffenen werden wohl mit jeder Menge Ankh-Schlamm gefüllt."
"Ist das so schlimm, den Fluss zu essen?"
"Wer sprach von essen?"
"Wie dann?"
"Wie viele Körperöffnungen kennen Sie, Söhr?"
Das Schweigen wurde erst gebrochen, als die beiden Wächter endlich vor dem Haus standen, das sie gesucht hatten. Die Wände waren dabei, sich zu verflüchtigen, und das Dach wirkte so, als würde es den nächsten Regentropfen nicht überstehen.
"Soll ich hinter ihnen stehen während Sie anklopfen?", fragte Neflie.
"Warum soll ich anklopfen?"
Aber Neflie war bereits verschwunden. Mit einem seufzen klopfte Larius an der Tür, und sehr zu seiner Überraschung wurde sie einen Spalt breit geöffnet.
"Wer ist da? Ich wurde heute schon überfallen."
"Wir sind von der Stadtwache."
Einen Moment lang tat sich nichts, doch dann wurde die Tür ganz geöffnet, und die Person die gesprochen hatte trat in den Sichtbereich. Es war ein eher junger Mann, der seine ungepflegten braunen Haare in einem Rossschwanz trug. Sein Gesicht war dass selbe wie auf der Ikonographie.
Schnell betraten Neflie und Larius das Gebäude, und hinter ihnen schloss der Mann die Tür, und schob einen großen Riegel vor.
"Man kann hier nie vorsichtig genug sein... Wie kann ich euch helfen?", fragte er.
"Wir wollten sie fragen, ob...", begann Neflie den Satz, aber er wurde von Larius unterbrochen,
"...ob sie zufälligerweise ein verschollener Wächter sind, der seit Jahren..."
"...seit Jahren vermisst wird. Und ob sie etwas über ihre beiden..."
"...beiden Wächterkollegen wissen, die damals mit ihnen verschwunden..."
"Hören Sie endlich auf mir ins Wort zu fallen, Söhr! Wie soll da irgendwer etwas verstehen?", fuhr der Gnom Larius an, und seine Augen glitzerten böse.
"Du hast bisher nur Blödsinn geredet, also lass das lieber einen Ranghöheren machen."
Der Mann, der sie herein gelassen hatte grinste breit, und brach in schallendes Lachen aus, als Sallien anfing empört auf Larius Kopf herumzuspringen.
"Hört auf ihr zwei!"
Die beiden Wächter sahen gleichzeitig zu dem Mann hinüber.
"Ja, ich war ein mal denke ich vor langer Zeit bei der Wache. Warum fragt ihr?"
Einen Moment herrschte absolutes schweigen. Neflie hatte nicht gerechnet, das jemand so etwas so direkt sagen würde.
"Was ist damals passiert?"
"Wir sind damals bei mir zuhause etwas trinken gegangen, und dann etwas länger geblieben. Warum fragt ihr?"
"Deine beiden Kollegen sind in der Zwischenzeit tot", sagte Larius und sah dem Mann in die Augen. Doch dieser zuckte nur die Schultern, nahm etwas aus seiner Tasche das er schluckte und sagte:
"Ich weis. Nachrichten verbreiten sich hier schnell. Armes Schicksal, was die Beiden hatten. Aber was soll man machen, so ist nun ein Mal das Leben."
"Was können Sie uns über ihre Freunde sagen?"
"Sie waren immer sehr freundlich, sehr hilfsbereit und auch sehr dumm."
"Warum waren sie dumm?", fragte Larius dem alles eine Spur zu gut lief. Es konnte nicht so einfach sein. Der Mann mit dem sie sprachen holte eine alte zerknitterte Zigarette hervor, und zündete sie sich an. Schuldbewusst sagte er:
"Eigentlich wollte ich schon aufhören, aber dann habe ich mir gedacht: "Sterben muss ich sowieso", und wenn ich schon sterben muss, warum dann nicht ein wenig entspannter? Meine Freunde hatten wieder den Kontakt aufgenommen. Das war sehr dumm."
Neflie brach in Husten aus, als er unabsichtlich eine kleine Rauchwolke einatmete, und sah zu der Zigarette. Sie rauchte ungewöhnlich stark, und der Rauch machte ihn schläfrig. Larius jedoch schien davon nichts zu bemerken, und redete weiter:
"Wen haben sie kontaktiert? Wir gehen davon aus, dass von einem Geheimbund umgebracht wurden, und Sie das nächste Opfer sein könnten."
Die Augen des Mannes wirkten seltsam verträumt, als er antwortete:
"Weis nicht. Ich kenne auch keine Geheimbünde, die mir Böses wollten."
Jetzt begann auch Larius zu husten, und sah sich um. Die Zigarette hatte enorm viel Rauch erzeugt, der sich in schläfrig machenden Schwaden durch den Raum bewegten. Wenige Momente später fielen erst Neflie und dann Larius hart auf den Boden.
"Als ob ich nicht auf mich selbst aufpassen könnte...", raunte der Mann, und dämpfte die Zigarette aus.



"Ich habe es gleich von Anfang an gewusst, dass an dieser Zigarette etwas nicht stimmte!", nörgelte Neflie, und rappelte sich auf. Neben ihm wies ihn ein Murren von Larius darauf hin, das auch sein Wächterkollege gerade erwacht war.
"Mein Kopf... ."
"Jetzt wissen Sie wenigstens wie es mir andauernd geht."
Auch Larius erhob sich, und sah sich um. Oder er versuchte es zumindest.
Um sie herum war es komplett finster.
"Wo sind wir hier?", fragte er, und tastete um sich.
"Gute Frage. Von dem fehlen des Lichtes zu schätzen ist es gerade Nacht, und wir sind entweder unter der Erde oder in einem großen Gebäude. Wobei, wenn man die schlechte Qualität der Fensterläden dieser Stadt mitein bezieht, müssten wir eigentlich unter der Erde sein, sonst würden wir irgendwas sehen", sagte Neflie, der gerne in der Stadt herumstreifte, während Larius mit Erfolg die erste Wand ausfindig gemacht hatte.
"Ich glaube ich habe eine Tür gefunden", sagte er, als er plötzlich etwas hartes, kaltes ertastet hatte.
"Sehr gut. Und wissen Sie was man mit einer Tür machen kann? Genau! Man kann sie öffnen! Also, worauf warten Sie noch? Mach sie endlich auf!", drängte Neflie mit einem zynischen Unterton in der Stimme.
Larius hob sich seine Meldung dazu für später auf und versuchte das, was er für eine Türklinke hielt hinunterzudrücken. Doch es lies sich nicht bewegen. Missmutig steckte er die Hände in die Taschen, und ergriff dabei ein Päckchen Zündhölzer. Sich selbst verfluchend, dass er nicht schon vorher daran gedacht hatte, holte Larius sie hervor, und entzündete eines davon.
Das was er bisher für eine Türklinke gehalten hatte, war in Wirklichkeit ein Kerzenhalter gewesen, der verbogen worden war. Der Raum in dem sich die beiden Wächter befanden war nicht sehr groß, und wies keinerlei Fenster oder Türen auf. In einer der Ecken lehnte ein altes Skelett, welches in schwarze Stofffetzen gehüllt war. Das einzige, was sonst auffiel war eine Statue an der Wand, welche der in dem Keller stark ähnelte. Im zitternden Schein des kleinen Streichholzes schein sie sich zu bewegen. Erschrocken machte Larius einen Schritt zurück, und trat auf etwas Hartes. Als er seinen Blick nach unten wandte, erkannte er die Umrisse einer Fackel.

"Es gibt hier keinen Weg heraus."
Mehr fiel Neflie nicht zu diesem Raum ein. Alle Wände schienen stabil zu sein, nirgends waren Risse im Mörtel, und auch das Skelett in der Ecke hatte sich nicht als hilfreich erwiesen.
"Wir sind hier hinein gekommen. Es muss einen Ausweg geben", erwiderte Larius, und betrachtete den verbogenen Kerzenhalter. Hoffnungslos zog er daran, und sehr zu seiner Überraschung wackelte das eiserne Gerät. Es schien irgendwo festzustecken.
Mit all seiner Kraft zog Larius daran, und plötzlich hatte er den Kerzenhalter in der Hand. Im Stein war das klirren von Ketten zu hören, und eine der Wände versank plötzlich im Boden.
"Sag ich ja."
Der Schein der Fackel wurde schwächer, als die beiden Wächter durch einen engen Steingang gingen, und noch ehe sie zu einer Biegung kamen war sie endgültig erloschen.
"Das ist schlecht", sagte Neflie, als sie wieder von absoluter Dunkelheit umgeben waren.
"Ist es. Ich habe die Streichhölzer vorhin liegen lassen", antwortete Larius, und begann sich der Wand entlang weiter zu tasten.
"Wie kannst du die Streichhölzer liegen lassen? Wie kann man nur so dumm sein?", fuhr ihn Neflie an.
"Mund halten Gefreiter. Vergiss nicht, wer hier das sagen hat."
Ein plötzliches scheppern lies beide Wächter schweigen. Es war absolut still, nicht ein Geräusch war mehr zu hören.
"Was war das?", fragte der kleine Gnom ängstlich.
"Sei leise!"
Wieder waren Geräusche zu hören, diesmal leise Schritte in etlicher Entfernung, und ein leises schlurfen. Stillschweigend tasteten sich die beiden Wächter weiter voran, darauf bedacht keinen Lärm zu machen. Nach etlichen Minuten des Schleichens und drei Biegungen später sah Neflie einen Schatten um eine Ecke biegen, hinter der Licht zu sehen war.
"Der Gang hier gefällt mir nicht", flüsterte Larius, und ging weiter.
Die Wände um sie herum sahen im Gegensatz zu denen im Raum aus als wären sie frisch aus der Erde gegraben worden und waren nur notdürftig mit alten Holzpfosten gestützt. Vorsichtig beugten sie die Wächter um die Ecke.
Vor ihnen war ein größerer Raum, der von mehreren Fackeln erhellt war. An den Wänden stapelten sich etliche Kisten und Fässer mit gelben Kreisen, von denen manche nicht dicht waren. Aus ihnen kam ein graues Pulver hervor.
In der Mitte des Raumes war eine große Säule, auf der wieder eine der seltsamen Statuen angebracht worden war.
Nur war diese hier rund 5 Meter lang.
Um sie herum waren etliche Tische aufgestellt, an denen etliche Personen mit grauen Mänteln saßen, und verschiedene Pulver miteinander mischten. Einer von ihnen schien anscheinend gerade fertig geworden zu sein, schüttete sein Ergebnis vorsichtig in eine kleine Glasröhre. Er vermied jegliche Erschütterung, und hielt auch großen Abstand zu den Fackeln. Nachdem er damit fertig war, stellte er die Glasröhre in ein Regal, das schon etliche andere beherbergte.
Es führten noch einige andere Gänge aus dem Raum, und aus einem davon kam ein eine schwarze Gestalt. Sie schien jegliches Licht in sich aufzusaugen, und wenn man länger seinen Blick auf sie richtete brannten einem die Augen. Mit einer keuchenden Stimme sprach sie zu einem der Männer:
"Die beiden Freunde... sie sollten in der Zwischenzeit schon von unseren Tierchen gefressen worden sein... beseitige ihre Überreste, und wehe du tust meinen Tierchen was an... Du kannst dann nach Hause gehen."
Der angesprochene erhob sich sichtlich widerwillig, und ging in Richtung der beiden Wächter. Sie verschwanden sie tiefer im Gang, um der Gestalt hinter einer Ecke auflauern zu können.
Es ging ganz schnell. Die Gestalt in der grauen Kapuze kam mit einer Fackel um die Ecke, und ehe sie die Zeit hatte etwas zu rufen, traf sie Larius Faust zielgenau an der Schläfe. Leise glitt sie zu Boden, und bewegte sich nicht mehr.
"Er ist nur bewusstlos", meldete Neflie, der besorgt zu der Gestalt geeilt war.
"Gut so. Ich ziehe mir seinen Mantel an. Zum Glück haben die hier alle Kapuzen auf. Ich gehe rauf und hole Verstärkung. Du bleibst hier und beobachtest", antwortete Larius.



Der kleine Gnom schlich sich durch den Raum zu dem Regal mit den vielen Flaschen, und beobachtete die Arbeit der Gestalten, die Pulver mischten. Larius war auf dem Weg verschwunden, auf dem die schwarze Person vorher gekommen war. Ein plötzlicher Knall kam von einem der Tische, und die dahinter arbeitende Gestalt flog brennend einige Meter davon. Die anderen sahen nur kurz auf, und zwei zogen den noch immer brennenden Körper weg. Danach ging alles so weiter wie vorhin, ganz so, als wäre nichts passiert. Der Geruch nach verbranntem Fleisch zog durch den Raum, und machte dem kleinen Gnom das atmen schwerer als es ihm sowieso schon fiel.



Die graue Kapuze tief ins Gesicht gezogen durchquerte Larius den Raum. Die anderen in den grauen Mänteln schenkten ihm keine Beachtung. Schnell ging er in den Gang, aus dem vorher die schwarze Person gekommen war, und folgte den Stiegen nach oben. Die Stiegen wirkten so, als ob sie schon Jahrhunderte alt wären. Er erreichte ihr Ende unerwartet schnell, und fand sich in einem alten Haus wieder. Der Raum, den er betrat hatte keine Möbel, nur eine Tür, die hinaus in die nächtliche Stadt führte. Larius riss sie auf, und sah sich um. Er war irgendwo in den Schatten, das wusste er. Er wusste nur nicht wo.
Etwas traf ihn am Kopf, und zwei altbekannte Pfoten krallten sich in seine Haut. Er nahm das Eichhörnchen in die Hand, und flüsterte ihm zu:
"Ich brauche deine Hilfe."



"Sie kommen! Sie wissen wo wir sind!", schrie die schwarze Gestalt, die plötzlich in dem Raum gestürzt war, hinter sich etliche weitere in graue Mäntel gehüllte Gestalten.
"Macht euch darauf bereit, dass wir sie töten müssen! Schnell, macht alles bereit damit wir sie mit Feuer empfangen können!"
Die Arbeitenden sprangen auf, warfen die Tische um, um eine Deckung zu haben und holten sich mehrer Glasflachen, während die anderen damit anfingen eine Spur aus Pulver zu den Fässern zu legen.
"Wenn ihr sie nicht mehr aufhalten könnt, zündet die Spur an und flieht! Ihr habt dann nicht sehr viel Zeit, bis unsere Spuren verschwinden!", schrie die schwarze Gestalt weiter, und verschwand in einem anderen Gang. Eine angespannte Stille breitete sich aus; alle der Gestalten hatten nun 2 das Glasflaschen in der Hand und sahen gespannt zu dem Aufgang, durch den Larius gegangen war.
Panik brach in Neflie aus. Wenn die Wächter versuchen würden hier herein zu kommen, würden die Gestalten die Flaschen werfen, und es würden viele sterben. Er hatte nicht mehr viel Zeit...



Lefnur hatte schon lange für diesen Kult gearbeitet. Seine Kenntnisse beim Pulvermischen waren unvergleichbar, und er hatte das Rezept für die Brandbomben, die sie hier herstellten entworfen. Er war hoch in der Gunst des Meisters, und starrte mit einer von ihm selbst gefertigten Pulvermischung in der Hand zu dem Aufgang. Der Kult hatte ihn bedeutend gemacht, hatte es ihm ermöglicht sechs Kinder zu ernähren und das Leben zu führen das er leben wollte. Er war bereit für das, was sein Leben bedeutete zu kämpfen. Genauso wie die anderen. Sie waren kein Team, sie waren eine Gruppe Einzelkämpfer und wurden von ihrem Meister organisiert. Kein Wächter würde seinen Traum beenden.
Dachte er.
Plötzlich schoss etwas zwischen seinen Beinen durch, etwas Kleines mit einer sehr hohen Geschwindigkeit und sehr flinken Beinen. Erschrocken riss er die Augen auf, und lies aus Versehen die Glasflasche, die er eben noch in der Hand gehalten hatte zu Boden fallen, genau auf die Pulverspur.



Neflie war mit einer der Glasflaschen in der Hand bis zu dem Aufgang gekommen. Von hinter sich hörte er einen Schrei des Schmerzens und eine Explosion, von vorne hörte er schwere Wächterstiefel die Stiegen heraneilen.
"Raus hier!", schrie der kleine Gnom, und raste über die letzte Stiege hinauf. Im Raum waren bereits einige Wächter, die anscheinend gerade hinunterstürmen wollten.
"Raus aus dem Haus!", schrie Neflie erneut, doch die anderen sahen ihn nach wie vor nur erstaunt an. Die feste Stimme von Valdimier fragte von draußen:
"Was ist los? Warum geht ihr nicht weiter?"
Doch keiner konnte mehr Antwort geben. Ein Beben durchfuhr das Haus, und der Lärm von vielen Explosionen klang hinauf. Die Wächter, die bisher nur staunend dagestanden hatten, stürmten hinaus, und hinter ihnen donnerte es weiter. Das letzte woran Neflie sich für einige Zeit erinnerte war eine Druckwelle unglaublicher Wucht, die ihn aus dem Fenster schleuderte und ins Dunkel der Straße warf..
Das Haus zitterte noch ein Mal, und stürzte mit einem gewaltigen Donnern ein. Nachdem der Staub sich gelegt hatte, rauchten die Holzteile, und es lagen einige glühende Metallsplitter herum.
Der Keller muss der Hölle gleich gekommen sein.



Sein Kopf schmerzte, als wäre er von einem Hammer getroffen worden, als Neflie die Augen öffnete. Er lag in einem Haufen Abfall mit einer pulvergefüllten Glasflasche in der Hand. Vor ihm waren die Ruinen eines Gebäudes, das stark rauchte. Einige dunkle Schatten huschten über den Schutt, aber der kleine Gnom konnte sie nicht genau erkennen. Seine Sicht war nicht besonders klar nach dem Flug. Für eine Minute saß er da und überlegte, doch dann faste er einen Entschluss, und machte sich auf die Suche.
Wonach wusste er selbst noch nicht.



Mit dem Messer in der Hand verließ die schwarze Gestalt den Keller mit der Statue, wo er schon die beiden anderen umgebracht hatte. Nun waren alle drei tot. Mit einem gehässigen Lächeln wischte er die blutige Klinge an seinem Umhang ab, und dachte an das Blut, das er vergossen hatte. Er brauchte einen warmen Gedanken in dieser Zeit, wo er einen schweren Rückschlag erlitten hatte. Der Geruch der Körperflüssigkeit lag in der Luft, vermischt mit einem Hauch frischer Minze.
Seine Augen flitzten über die Einrichtung, und etwas sagte ihm, das er nicht alleine war.
Er nahm die Anwesenheit von Leben war.
Mit einem gierigen Blick sah er sich um, und plötzlich sah er ihn.
In einer Ecke, auf einem Regal stand ein kleiner Gnom, und sah ihm in die Augen, das Gesicht bleich vor Angst, und eine der Glasfläschchen in der Hand.
"Du... du hast alles ruiniert... dummer kleiner Wächter...", zischte die Gestalt heiser.
"Du hast drei Menschen getötet", antwortete der Gnom erstaunlich ruhig.
Mit einem glucksenden Lachen antwortete die Gestalt:
"Ja, habe ich... aber weist du... du hast heute mehr als 20 getötet... 20 Leben, die meisten hatten Familie... keiner sehr alt.."
Neflie schluckte. Daran hatte er noch gar nicht gedacht. Das bleiche Mondlicht, das durch eines der zahlreichen Fenster fiel, gab der Situation eine düstere Stimmung, und zum ersten Mal in seinem Leben fragte sich Neflie, ob er auf der Seite der "Guten" stand.
"Wir haben nur... gearbeitet... für eine bessere Welt... du hast die Arbeit von Jahren zerstört... dummer kleiner Wächter..."
Der Gnom wusste nicht ob er der Gestalt trauen sollte. Was, wenn das wirklich nur gute Menschen gewesen waren?
"Du hast viel Leid über uns gebracht... aber es geht weiter... wir sitzen zu tief... ihr könnt uns nicht mehr stoppen... und du musst jetzt sterben, in unserem Namen... im Namen der grauen Raben ... du weist zu viel...", lachte die Gestalt böse, und setzte dazu an, auf Neflie los zu gehen. Glas splitterte, und ein plötzlicher Stoß warf die Gestalt gegen die den Fenstern gegenüberliegende Wand.
Ein Armbrustbolzen ragte ihr aus der Brust.



Das Licht, dass Sonne kroch langsam durch die schmutzigen Scheiben in Neflies Büro und kündigte einen neuen Tag an. Die Nacht war lang gewesen, und der kleine Gnom hatte sie damit verbracht, auf seinem Tisch zu sitzen hat und nachzudenken. Müde war er nicht, war er doch in den letzten zwei Tagen öfter bewusstlos gewesen als wach. Seine Kollegen waren so nett gewesen, ihm ein wenig Ruhe zu gönnen. Sie hatten ihn schon für tot gehalten, als sie ihn nach dem Einsturz des Hauses nicht gefunden hatten.
Neben ihm schlief Sallien, das Eichhörnchen, und trotzdem fühlte sich Neflie so alleine wie selten zuvor. Gedankenverloren strich er dem kleinen Nager über das Fell, als er wieder an die Worte der in der Zwischenzeit verstorbenen Gestalt dachte.
Hatten sie wirklich nur die Oberfläche von etwas großem angekratzt?
Wollten diese Leute wirklich nur eine bessere Welt?
War er wirklich für den Tot von 30 Leuten verantwortlich?
Irgendwann nickte der kleine Gnom ein, und fiel in einen seltsamen Traum, in dem es um 30 der seltsamen Statuen ging, die von Minze überwuchert wurden und alle Armbrustbolzen in ihrem Körper stecken hatten.



Nachdem er die Gestalt mit der Armbrust getroffen hatte, hatte Larius Neflie ins Wachehaus gebracht, und wollte mit der Spurensuche auf den nächsten Morgen warten. Am nächsten Tag jedoch war etwas seltsam. Egal wo er und Neflie auch gewesen waren, alle Gebäude die sie betreten hatten waren abgebrannt. Es gab keine Spuren mehr. Auch der Mann, mit dem Larius und der Gnom gesprochen hatten war verschwunden und sein Haus eine Ruine.

Jemand hatte sehr sorgsam alle Spuren seiner Anwesenheit vernichtet.

Das einzige was sie noch hatten war die Glasflasche mit Pulver, aber aus der konnte man nur sehr wenige Schlüsse ziehen. Nicht einmal die Experten von SUSI wussten viel damit anzufangen.



Nach drei Wochen harter Spurensuche konnten keine weiteren Indizien sichergestellt werden. Weder die Leiche der schwarzen Gestalt, noch die Leichen der Männer mit den grauen Kapuzen noch eine der Statuen konnte geborgen werden. So wie es aussah war jemand vorher da, und hatte sie beseitigt. Aufgrund fehlender Fortschritte musste der Fall abgebrochen werden.
Zählt als Patch-Mission.



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Feedback:

Von Araghast Breguyar

28.02.2006 00:33

Also ich habe wesentlich niedriger gewertet, aus folgenden Gründen:

1. Wer zeigt diesen Mord eigentlich überhaupt an? Er geschah in irgendeiner Kultkammer zu der ganz bestimmt nicht jeder Hinz und Kunz Zutritt hatte.
2. Wer zum Geier ist Wächter Fulgurit? So einen gibt es meines Wissens nach in der Wache nicht.
3. Wirklich erstaunlich was sich Larius teilweise so alles gefallen lässt...
4. Worum ging es in dieser Geschichte eigentlich? Irgendein Versuch, eine neue Weltordnung aufzubauen? Eine unheimliche Religion? das Ende wirkte auf mich einfach völlig unmotiviert nach dem Motto 'Da habe ich jetzt keine Lust mehr den ganzen Kram aufzulösen und mir noch genaue Motive für die Geheimorganisation zu überlegen deshalb landet das Ganze erstmal bei den ungelösten Fällen'
5. Warum verschwanden die Rekruten nun eigentlich genau? Was veranlasste sie, die Wache zu verlassen und sich diesem komischen Kult/Verschwörungsgruppe/Wasauchimmer anzuschließen?
6. Als ob damals niemand Nachforschungen angestellt hat - Drei verschwundene Rekruten sind schließlich kein Pappenstiel...

Von Robin Picardo

28.02.2006 07:44

Uh...Bregs...dich sollte man in das Diplomatische Korps aufnehmen ;););)

Von Ophelia Ziegenberger

28.02.2006 09:16

:wink: Immerhin hat SIE die Geschichte offensichtlich trotz deren Logikfehler und sonstigen Schwächen bis zu deren Ende verfolgt.

Von Lilli Baum

28.02.2006 15:02

Also, ich habe die Single mit einer 12 bewertet.
Positives:
Das Bild mit dem Minzegeruch. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Mission.
Deine Zuneigung zur Büroarbeit. *ggg*
Die Sache mit dem Tritt (- hat nur noch gefehlt, das jemand Tor rief).
Mir gefiel auch die Beschreibung von der Frau.
Und die Rückerinnerung an den ersten Tag, den Teil mit der Stadtluft.
Das Gespräch; beziehungsweise die Vorwürfe an Larius waren toll.
Und die komplette Szene mit dem Papierberg :D :ugly:
Auch die Zwischeneinlage mit dem beiden Dieben fand durchaus Anklang bei mir.
Und die Stelle mit dem Geheimgang. Ein echter Klassiker!
Auch, dass sich selbst die SUSIs nicht auskannten - nicht schlecht Herr Specht.
Negatives:
Deine erste Ohnmacht... die kam so unvorbereitet...
Dann störte mich die Stelle mit der Dienstmarke in der Statue. Erstens, dass Ding lebt doch - man steckt doch keine Dienstmarken in lebendige Ohrlöcher! Außerdem - warum wurde die nicht von der Spurensicherung gefunden? Normalgroße Wesen mussten die doch auf Anhieb sehen. Du hattest zwar deinen nachdenklichen Blick auf die Statue beschrieben, der Eindruck war aber nicht stark genug, als das ich gedacht hätte, dass du das was darin vermutest.
Der Zufall mit den Aktien war mir auch ein bißchen zu sehr an den Haaren herbeigezogen.
Und der Schlusspunkt, bei dem dich Larius mit der Armbrus rettet, war sehr verwirrend. Es wäre besser gewesen, wenn du beim Zweitverlauf linear geblieben wärst.
Außerdem fielen mir doch einige Fehler in der Orthographie auf... du solltest vor allem auf Groß - und Kleinschreibung achten.
Warum ist der Zigarettenmann nicht auch eingeschlafen?
Größtes Manko war aber, das die Verbindung von dir mit den verschwundenen Wächtern so ... unpersönlich war. Ich hätte eher gedacht, dass das emotionaler hätte sein müssen.
Noch so nebenbei:
Ich mochte den Raum, in dem es sowohl Kerzenhalter als auch Fackeln gibt - quasi doppelt gemoppelt!
Der Geheimboss ist vielleicht doof verrät doch glatt den Namen seiner Organisation...
Der erinnerte mich übrigens sehr an Darth Vader
(Übrigens hättte der Name der Geheimorganisation in einem noch etwas dramatischeren Rahmen fallen können)

Am besten war aber dein kleiner Fehler mit den Zahlen: Der Geheimboss sagte, du hättest 20 getötet... du hast dir vorwürfe gemacht, weil 30 tot waren. Das werden ja immer mehr! Nelfie, du Killermaschine! ;-)
Sonstiges:
Nach kurzem Zögern habe ich dir auch das Häkchen beim Patch gegeben. Zugegeben - du warst nicht gerade erfolgreich, aber hey, du hast den Namen rausgekriegt und ananalysierbares Pulver mitgebracht. Also doch nicht ganz so erfolglos, wie es zunächst scheint. ;-)

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