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von W Fakim el Serif (GRUND)
Online seit 05. 11. 2001
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Aller Anfang ist schwer. Das gilt auch für Fakim el Serif. Ob Larius der richtige für eine Einführung ist?
Dafür vergebene Note: 10
"... und das ist der Schlafsaal der Rekruten ! Wenn Du noch Fragen hast stell sie einem der Leute die schon länger dabei sind. Dein Dienst beginnt in einer halben Stunde. Pass gut auf, damit Du die Stadt kennen lernst!" Oberfeldwebel Lavaelous ging weg, um gleich wieder zurückzukommen. Er begann noch mal, dieses Mal mit gefährlich leiser Stimme zu sprechen.
"Wenn ich Dir etwas befehle, wenn ich Dir einen Witz erzähle, ja selbst wenn ich mich an etwas verschlucke und herumhuste antwortest Du gefälligst mit .." der werte Leser möchte doch ob der Lautstärke bitte nicht erschrecken"...MIT JA SIR! IST DAS KLAR?"
"Eh", ich dachte kurz über die wahrscheinlichen Auswirkungen nach, sollte ich etwas anderes als das Offensichtliche antworten, und entschied mich dagegen.
"JA, SÖR!". Der OFwl war ein wenig überrascht, über mein Organ, und ging, irgendetwas über "Kommunikationsspezialisten" brummelnd, davon.
Mein Blick schweifte durch den Schlafsaal in dem die Betten dicht gedrängt standen, getrennt nur durch einen dünnen Spind der zu jedem Platz gehörte.
Einzige Aufhellung waren zwei Ikonographien an der Wand, die eine zeigte einen mageren dunkelhaarigen Mann mit Bart und unbestimmbaren Alters. Das andere zeigte ein fett glänzendes Gesicht mit zirrhotisch gefärbten Wangen, und stellte wohl den Kommandeur Rince dar.
Ich verstaute meine wenigen Sachen in meinem Spind und ging wieder nach draußen an die frische... also an die Luft auf jeden Fall.
Der Wächter Larius de Garde wartete schon auf mich. Er trug einen ausgebeulten Rucksack mit sich, in dem sich irgendetwas kugelförmiges befand.
"Hallo ich bin Fakim el Serif!", begann ich das Gespräch.
"Tach!" antwortete der Mann. "Na los gehen wir. Hast Du irgendwas Besonderes vor?"
Ich schaute ihn verwirrt an.
"Eh, nein. Ich dachte wir hätten eine Route in der Stadt".
"Na sicher haben wir die. Und beginnen tut sie im Eimer! Wer die Kneipe nicht kennt, hat den Dienst verpennt!"
Er führte mich durch die fremdartige Stadt, die mein neues Zuhause werden sollte, und langsam gewöhnte ich mich an den Geruch. Eventuell hing das auch damit zusammen, dass meine Nasenschleimhäute es vorzogen anzuschwellen, und gar keinen Geruch mehr durch zu lassen.
"DECKUNG!", kam der Ruf von der linken Seite der Strasse, und gewohnt Warnungen solcher Art ernst zu nehmen, lagen Larius und ich wie ein Mann am Boden.
Es folgte aber kein Pfeil, oder Bolzen, sondern das Meckern unseres Ausbildners Lavaelous, der sich einen Ast ablachte, als wir uns beide im Schlamm wälzten.
"War ganz gut so Jungs. Vielleicht werden doch noch Wächter aus Euch!", und ging pfeifend davon.
Larius Augen brannten vor Zorn " Könntest Du sowas das nächste Mal vielleicht auf einer gepflasterten Straße machen? " rief er ihm hinterher, ohne eine Reaktion zu verursachen. "Na prima!".
Beim nächsten Brunnen schafften wir es den Dreck oberflächlich abzuwaschen, und besprachen im Eimer den weiteren Verlauf der Streife.
Zwei Stunden später verließen wir das Lokal, und wankten ein wenig unsicheren Schrittes erneut durch die Stadt.
"Für einen Klatischianer verträgst Du ganschön viel, Fackihm" , lallte mein betrunkenerKollege, und verlieh meinem Namen die schlimmste Betonung die möglich war.
"Ich heisse Fakiiim! Das andere ist im klatischanischen eine Beschimpfung und bedeutet 'Sohn eines mäuseschwänzigen Koyoten'", klärte ich den Irrtum auf.
"Na chut, Schon eines Mäuschewenzigen Idioten. Wennu unbedingd so gennand wern willsd."
Vielleicht war es der ethnische Stolz, vielleicht auch die große Menge des leichten Bieres, dass ich im Eimer genossen hatte; auf jeden Fall sah ich mich genötigt Larius einen leichten Rempler zu geben, der ihn Kopf voran in Richtung der nächsten Tür trieb. Da lernte ich auch die kleine Besonderheit des Wächters kennen, da er nicht wie ein normaler Mensch versuchte sich abzufangen, sondern laut Attacke schreiend aus dem Fall Anlauf nahm, und mit dem Kopf durch die Tür raste.
Später lernte ich auch, dass er normaler Weise für solche
Anlässe einen eigenen Helm bei sich trug, um nicht jedes Mal bewusstlos zu werden.
Doch mein Erstaunen war noch nicht zu Ende. Denn gleich darauf, kamen drei finstere Gesellen durch die Tür, und hielten die Arme hoch erhoben.
"Ihr seid gut! Wie habt ihr uns gefunden?"
Meine eben erwachten Wächterinstinkte ließen mich im richtigen Augenblick doch nicht "Bitte entschuldigen Sie die Störung und die Tür wird natürlich von uns bezahlt" sagen, sondern "Reine Routine! Dreht Euch um, Hände auf die Wand."
Bald kam Larius, dessen Ohnmacht offenbar auch den Djinn des Alkoholdunstes aus ihm verjagt hatte wieder zu sich, und wir fanden in der kleinen Wohnung hinter der Tür, ein reiches Lager an Eleste, einer Droge die gerne billig an Jugendliche verkauft wurde, um sie abhängig zu machen.
Nun Larius und ich lieferten die drei Übeltäter in der Wache ab, und beschlossen nächstes Mal höflicher miteinander umzugehen.
Bericht des Rekruten Fakim El Serif.
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