Bisher hat keiner bewertet.
Lord Vetinari benimmt sich merkwürdig.
Er kichert viel und ist mit Blümchen und Schmetterlingen zu erfreuen.
Die Gildenoberhäupter sind sehr besorgt.
Finde heraus, was in den Patrizier gefahren ist!
Dafür vergebene Note: 13
Es war gerade dunkel geworden und in der Wache hatte schon der Wechsel von der Tag- zu Nachtschicht schon stattgefunden. Aber Kommandeur Rince wurde, bevor er Feierabend machen konnte vom Patrizier zu sich bestellt. Wahrscheinlich wollte er sich wieder über die Lage der Wache erkundigen, bei denen Rince immer mehr erzählte, als er wollte. Wenn Lord Vetinari seine Fingerspitzen aneinander drückte, sich zurücklehnte und schwieg entstand ein mentales Vakuum, ein schwarzes Loch, dass anstatt Materie unüberlegte Wörter ansaugte. Rince graute vor dieser Vorstellung, doch als er den Palast betrat und auch alle anderen Gildenoberhäupter sah, wurde ihm klar, dass es um etwas anderes ging. Herr Weißgesicht, Herr Boggis, Prof. Kreuz und auch die anderen Gildenobehäupter machten einen sehr besorgten Eindruck.
„Hallo Rince.“, begrüßte Prof. Kreuz den Kommandeur der Stadtwache. „Vielen Dank, dass du so spät noch gekommen bist, die Lage scheint ernst.“
„Ich wurde vom Patrizier hierher zitiert, nicht von euch.“, antwortete dieser ziemlich verblüfft. „Was ist denn los?“
„Überzeuge dich selbst.“, Herr Boggis, der hochrangigste Dieb Ankh-Morpoks, deute auf die Tür zum rechteckigen Büro.
Mumm betrat das Rechteckige Büro, doch er konnte kaum glauben, was er da sah. Lord Vetinari, der Patrizier saß in seinem Stuhl. Das war zwar nicht sehr ungewöhnlich, aber er hatte seine Füße auf dem Tisch, auf dem die sonstige Ordnung der Enthropie, also dem Chaos, weichen musste. Der Patrizier hatte auf sein traditionelles Schwarz verzichtet und trug eine naturbelassene Leinenhose, ein grünes Hemd mit Rüschen und darüber eine Lederweste. Außerdem schien er seinen Kamm verlegt zu haben.
„Rince!“, begrüßte der Patrizier den Neuankömmling. Er sprang auf, lief auf ihn zu und umarmte ihn. „Ich hoffe, ich hab dich nicht um deinen wohlverdienten Feierabend gebracht.“
„Nein, Herr!.“, antwortete der angesprochene. Er hatte das Gefühl, dass er auf sehr dünnen Eis über einer sehr tiefen und klaten See stand. Was ihn sehr verwunderte, war, dass die Hose des Patriziers unten an den Beinen breiter war, als oben an den Schenkeln; er hielt es aber in der derzeitigen Situation nicht angebracht, den Herrn der Stadt darauf anzusprechen.
„Nenn mich doch Havelock, Rince.“, sagte der Patrizier. „Oder noch besser Havi. Wir sind doch alle Freunde.“
„Ja, He... Havi.“, sagte Rince perplex.
„So, jetzt setzt dich erst einmal. Ich hab dir was wichtiges zu sagen.“, der Patrizier legte wieder die Beine auf den Tisch. Rince entspannte sich ein wenig. Nun befand er sich wieder auf vertrautem Terrain. „Ich will, dass die Menschen in Ankh-Morpok glücklicher werden. Ich will, dass es mehr Liebe auf den Straßen gibt.“, fuhr der Patrizier fort.
„Da werden sich die Näherinnen aber gar nicht freuen.“, sagte Rince aus einem Reflex heraus, den er sofort bedauerte.
„Ich meine doch nicht diese Liebe, ich meine Frieden.“, sagte der Patrizier verträumt. Er betrachtete einen Schmetterling, der auf seinem Finger saß. „Schau dir doch mal dieses kleine Tierchen an Rince. Ist es nicht schön? So bunt. Und es ist frei.“
Für den Kommandeur der Stadtwache brach langsam aber sicher eine Welt zusammen. Bis vor kurzem hatte der Patrizier die Stadt regiert, wie ein Jongleur fünfzehn brennende Fackeln. Genauso, wie nur wenige Menschen mit fünfzehn brennende Fackeln jonglieren konnten, konnten auch wenige eine Stadt wie Ankh-Morpok regieren. Der Jongleur schien aber ausgerutscht zu sein, und niemand konnte die brennenden Fackeln übernehmen. Das bedeutete, dass es bei beiden, dem Jongleur und in Ankh-Morpok, sehr schnell verbrannt riechen würde. Havelock Vetinari hatte die Stadt mit der Präzision eins Uhrmachers reagiert, und jetzt war er außer Gefecht gesetzt. Rince fürchtete sich vor dem Tag, an dem der Patrizier sterben würde. Er war zwar nicht tot, aber unfähig weiterhin die Regierungsgeschäfte zu leiten. Es musste um jeden Preis verhindert werden, dass die derzeitige Situation nach Außen gelang. ‚Außen‘ konnte man in diesem Fall in drei Schritte einteilen: Wenn die Information hatte schon dieses Zimmer verlassen, dies war nicht weiter tragisch; wenn der Zustand des Herrschers von Ankh-Morpok in der Stadt bekannt würde, käme das einem mittleren Vulkanausbruch gleich, Anarchie würde ausbrechen und die Wache wäre in dieser Situation gründlich überfordert; wäre alles innerhalb der Stadt bekannt, würde es auch nicht mehr lange dauern, bis die Lage Ankh-Morpoks über die Stadtmauern hinaus bekannt wurde, dann würde zwar wieder Ordnung herrschen, aber nur, um ein Heer auszuheben und sich gegen den Angriff mehrerer feindlicher Nationen zu rüsten.
„Lass uns spazierengehen.“, schlug der Patrizier vor.
„Was?“, Rince schreckte aus seinen Überlegungen hoch.
„Du siehst ein wenig blass aus, mein Freund, lass uns ein wenig raus an die frische Luft gehen.“
„Ähhh... ja, du hast einen schönen Garten.“, Rince wollte die Situation entschärfen. Der schaW d. P., der schlimmste anzunehmende Wunsch des Patriziers, war eingetreten.
„Nein, lieber Rince, nicht meinen Garten. Ich war lang nicht mehr in der Stadt. Komm mit“
Die beiden verließen das Rechteckige Büro, die Gildenoberhäupter hatten sich wahrscheinlich zur Beratung zurückgezogen. Sie schritten durch den altehrwürdigen Palast, einige der Bediensteten machten ziemlich verwunderte Gesichter, als sie ihren Chef sahen. Rince begann zu schwitzen, als die beiden durch das Haupttor des Palastes schritten und sich somit in der Öffentlichkeit bewegten. Sie gingen über die Messingbrücke, auf der gerade ein Assasine entlang ging.
„Ich bringe euch Frieden!“, der Patrizier trat dem hochgewachsenen Mann in schwarz entgegen. Dieser schaute ein wenig desorientiert und machte sich dann möglichst schnell aus dem Staub, da er fürchterliches ahnte.
Rince und Havi gingen weiter. „Ich möchte mir so gern mal eure Wache ansehen, mein Freund.“, sagte der Patrizier.
„Ähhh... ja, gut.“, Rince ging vor und öffnete dem Lord Vetinari die Tür. Die Wächter, die im Wachhaus saßen und die Abwesenheit ihres Chefs genossen brauchten einige Sekunden um sich von dem Schock zu erholen, als die Lord Vetinari sahen. Die klügeren unter ihnen taten so, also ob sie mit wahnsinnigen wichtigen Dingen beschäftigt waren.
„Ich bringe euch Liebe!“, verkündete der Patrizier. Diesmal dauerte die Schocksekunde länger, und zwar deutlich länger als eine Sekunde, deshalb müsste es hier Schock-acht-Sekunden heißen. Der Patrizier ging auf einen Schreibtisch zu.
„Was machst du da Herr?“, wollte Rince wissen.
„Du kannst mich doch Havi nennen.“, sagte der Patrizier und betrachtete einige Blumen auf dem Schreibtisch. „Sind das nicht schöne Blumen, sie sind so bunt und duften so herrlich, sie machen den Tag einfach schöner. Der Wächter, dem diese Blumen gehören soll sofort befördert werden.“
Die anderen Wächter ärgerten sich jetzt, warum sie keine Blumen auf ihren Tischen stehen hatten.
„Denn er hat mich auf eine großartige Idee gebracht.“, fuhr Lord ‚Havi‘ Vetinari fort. „Ich werde die Gilden abschaffen und überall in der Stadt Blumen aufstellen. Ich werde Bäume Pflanzen und Gesetzte der Liebe erlassen. Es wird nur noch Frieden geben.“, der Patrizier formte mit Zeige- und Mittelfinger ein V.
„Es ist so schön hier Rince, aber ich bin müde, bringst du mich noch zurück?“, wandte sich der Patrizier wieder an den Kommandeur.
„Natürlich, Havi.“, es fiel Rince nicht leicht, diesen Namen auszusprechen. Er widersprach allem, was für ihn bis vor kurzem eine Art Naturgesetz war.
Nach dem Rince wieder zurück war rief er die höheren Dienstgerade zu einer Krisensitzung zusammen. Danach wurden alle Stadttore geschlossen und Wächter mit Armbrüsten, die mit Betäubungsbolzen geladen waren, wurden auf der Stadtmauer und innerhalb der Stadt aufgestellt, um zu verhindern, dass Brieftauben Ankh-Moprok verließen. Rince wollte um jeden Preis verhindern, dass etwas nach außen drang, er wollte den Krieg abwenden. So etwas nannte man Innere Sicherheit, dachte Rince sarkastisch, die Wache wurde kurzfristig zum Geheimdienst, was dem Kommandeur eigentlich gar nicht recht war. Die Vorkehrungen nach außen waren getroffen, aber für die Innere Sicherheit musste noch einiges mehr getan werden. Er war mit den Oberhäuptern der Gilden Ankh-Morpoks in Kontakt getreten und es waren sich alle einig, dass der normale Betrieb erstenmal so weitergehen sollte. Als drittes wollte Rince herausfinden, was beim Patrizier den Verhaltensumsturz hervorgerufen hatte. Dazu brachte er Überwachungsspezialisten, denn die zu überwachende Person durfte von der Überwachung nichts mitkriegen. Obergefreiter Stolit sollte vor der Tür des Schlafzimmers des Patriziers Wache halten, an dem Troll kam niemand ohne gebrochene Knochen vorbei. Die Fensterfornt des Palastes hielt Obergefreiter Shneeble im Auge. Wenn es darum ging einfach nur dazusitzen und zu beobachten konnte dem Wasserspeier keiner das Wasser beziehungsweise die Tauben reichen. Aber wer sollte innerhalb des Schlafzimmers bleiben. Es musste jemand sein, der im Dunkeln sehen konnte, also kamen für diese Aufgabe eigentlich nur Untote in Frage. Werwölfe schieden wegen des Umstandes, das in drei Tagen Vollmond war aus, und auch der vegetarischste Vampir konnte von dem schlafenden Patrizier zu einem klein Biss verführt werden. Doch dann hatte Rince die Lösung.
„Hauptgefreiter Ranobis, sofort in mein Büro!“, rief er. Kurze Zeit später stand der Banshee vor seinem Schreibtisch.
„Melde mich zur Stelle.“, begann Ranobis. „Du bist aber blass, Herr. Vielleicht solltest du dich ein wenig hinlegen.“
„Keine Zeit jetzt wird gearbeitet.“, antwortete der Kommandeur scharf. „Komm mit, auf dem Weg erkläre ich dir deinen Auftrag.“
Die beiden waren dauerlaufender Weise zum Palast geeilt. Vor der Tür zum Schlafzimmer des Souveräns der Stadt erklärte Rince dem Banshee seinen Auftrag.
„Du sollst dich möglichst leise in Havis Zimmer schleichen und beobachten, was die Nacht über passiert, jede Einzelheit ist wichtig. Klar?“
„Ja, klar. Aber wer ist Havi?“
„Ich meine Havelock Vetinari, den Patrizier. Und jetzt ab mit dir.“
Nachdem Ranobis sich ins Zimmer geschlichen hatte winkte er seinem Kollegen Shneeble zu, welcher zurückwinkte, und verkroch sich dann unter einem Tisch in einer dunklen Ecke des Zimmers. Welch Auftrag, dachte er, eine ganze Nacht unter einem Tisch sitzen und dabei nicht vor Langeweile einschlafen. Eine echte Herausforderung. Und wenn der Patrizier, ‚Havi‘, was davon erfährt, dass man ihn während seiner Nachtruhe ohne sein Wissen überwacht, dann wird er sich wahrscheinlich ironisch oder sogar zynisch äußern. Mitten in seinen Überlegungen ging die Tür auf, und es trat jemand ein, es war...
Es war Alchemist, der langsam zum Patrizier ging, und ihm eine Nadel in die Vene am linken Ellbogen steckte. Der Wächter erkannte, dass es sich um einen Alchemisten handeln musste daran, dass weil dieser einen chemikalienbeschmutzten Kittel trug und keine Augenbrauen hatte. Ranobis fragte sich, was er jetzt wohl machen sollte. Wie konnte der Mann unbemerkt an Stolit vorbeigekommen ist. Er schlich leise an den Alchemisten heran, und packte ihn ,vorsichtig aber fest. Der Alchemist schreckte kurz hoch und flüsterte dann: „Ich soll das Blut des Patriziers nach Drogen untersuchen, dein Kommandeur hat mich hierhin geschickt.“ Er zeigte dem Hauptgefreiten einen Zettel mit der Unterschrift Rince’s, worauf der Wächter den Chemikalinemixer gehen ließ.
Wieder alleine. Ranobis fragte sich, wer ein Interesse daran hatte, den Patrizier außer Gefecht zu setzten. Die Gilden schieden aus, denn sie brauchten Havelock Vetinari. Als zweites kamen ihm Monarchisten in den Sinn, sie hatten schon öfter versucht den Patrizier aus dem Weg zu räumen, um wieder von einem König regiert zu werden. Vielleicht war es auch jemand von außerhalb, der probierte die ganze Stadt lahmzulegen. Natürlich konnte es auch sein, dass der Patrizier von einem Dämonen besessen war, oder wurde durch einen der Wesen aus Pandämonium ersetzt. Der Dämon wollte durch sein seltsames Verhalten die Bürger Ankh-Morpoks für sich gewinnen und nach einer kurzen Phase des Guten eine Höllenstadt auf der Scheibenwelt errichten. Es müsste wohl eine Stadt sein, in der es noch schlimmer zuging als in Ankh-Morpok im Moment. Das war zwar sehr schwer vorstellbar, aber als Untoter hatte er bis jetzt weder Himmel noch Hölle gesehen und ließ seiner Phantasie freien lauf. Seen von Blut (Vampire würden sich freuen) und überall Feuer (senkt sicher die Heizkosten).
Mitten in seinen Überlegungen wurde der Banshee plötzlich gestört. Auf einmal stand jemand im Zimmer, es war wohl ein menschliches Wesen. Wahrscheinlich ein Täuschungsmanöver des Dämons, es musste ein Dämon sein, denn kein Mensch hätte an Stolit vorbeigekommen. Dieses Wesen war aber plötzlich im Raum erschienen, so weit Ranobis wusste, der typische Auftrittsstil eines Dämonen. Der Dämon hielt etwas in den Händen, das wie ein Helm aussah. Ranobis reagierte sofort. Er hatte zwar den Befehl bekommen, sitzenzubleiben und zu beobachten, doch sicher hätte jeder so gehandelt, denn mit Dämonen und anderen Höllenwesen war nicht zu Spaßen. Diese Höllenbrut wollte sich wahrscheinlich gerade die Seele des Obersten Souveräns Ankh-Morpks holen. Er stürzte sich auf den Dämonen und entriss ihm den Helm. Durch den Lärm wachte der Patrizier auf und auch Rince und Stolit stürzten ins Zimmer.
„Ich hab ihn!“, rief Ranobis. „Den Dämonen, der die Seele des Patriziers holen wollte. Helft mir.“
Das Wesen, das er festhielt, hatte sich nicht gewehrt, und schien starr vor Schreck zu sein. Nicht unbedingt die Art eines Dämons fuhr es Ranobis durch den Kopf. In ihm keimte langsam die Erkenntnis, dass er ein wenig übereilt reagiert hatte.
„Hauptgefreiter, lass ihn los!“, befahl der Kommandeur. „Das ist kein Dämon, das ist Leonardo da Quirm.“
Der angesprochene ließ seinen Gefangen los. Langsam aber sicher wurde ihm das ganze ziemlich peinlich. Die Farbe in seinem Gesicht änderte sich von ganz bleich zu hellrosa, der normalen Hautfarbe eines Bürger Ankh-Morpoks. Für einen Untoten war das ungefähr so, als ob ein Mensch knallrot werden würde.
„Was tut ihr hier? Wolltet ihr mir einen kleinen Streich spielen?“, der Patrizier schien immer noch nicht ganz normal. Alle Blicke waren auf Leonardo gerichtet.
„Ähh...“, begann dieser zu stottern. „Ich wollte das hier ausprobieren.“, er zeigte hielt den Helm hoch. „Ich nenne es Helm-der-Gedanken-verändern-kann. Leider konnte ich niemand dazu nehmen, da sonst keiner da war.“
„Wann lässt die Wirkung nach?“, wollte Rince wissen.
„Morgen früh.“, antwortete Leonardo. „Bei meiner ersten Version hielt die Wirkung nur ein paar Minuten an, aber jetzt hab ich die Fehler gefunden, es lag an der...“
„Erspar‘ und sie Details bitte.“, unterbrach ihn Rince. „Hast du eigentlich mal an die Konsequenzen gedacht?“
„Man könnte böse Menschen und Verbrecher sofort ändern und damit die Welt ein ganzes Stück besser machen.“, antwortete der größte Erfinder der Scheibenwelt.
„Aber man kann den Helm doch auch anders benutzen. Man könnte gewissenlose Soldaten und Mörder in wenigen Sekunden ausbilden. Außerdem ist es nicht richtig, das Leben eines Menschen so massiv zu beinflussen.“, gab Ranobis zu bedenken.
„Daran hab ich gar nicht gedacht.“, gab da Quirm zu. Er glaubte, dass alle Menschen tief im Herzen gut waren; solange sich seine Theorie auf circa die ersten fünf Minuten nach der Geburt bezog, hatte er vermutlich recht.
Am nächsten Morgen wurde Rince wieder zum Patrizier bestellt. Diesmal war kein einziges der Gildenoberhäupter im Palast und als er das Rechteckige Büro betrat, wurde ihm sehr schnell klar, dass aus Havi wieder Lord Havelock Vetinari, Patrizier von Ankh-Morpok geworden ist. Er trug wieder sein gewöhnliches Schwarz und saß aufrecht auf dem Stuhl. Gerade als Rince vor ihn trat legte er einige Papiere hin und presste die Fingerspitzen aneinander.
„Guten Morgen Rince.“, sagte er . „Ich habe gerade den Bericht gelesen, der die Ereignisse von gestern Nacht beschreibt. Leider kann ich mich seit gestern Morgen an nichts mehr erinnern, aber aus dem Bericht geht hervor, dass du mich in meinem Zimmer hast überwachen lassen.“
„Ich hatte keine andere Wahl, Herr.“, sagte der Kommandeur der Stadtwache tonlos. „Du hast dich gestern so seltsam verhalten, dass du nicht in der Lage warst die Stadt zu regieren. Irgend etwas musste unternommen werden, damit in Ankh-Morpok kein Chaos ausbricht.“
Der Patrizier schwieg.
„Du wolltest die Gilden auflösen und so weiter, ich musste etwas unternehmen.“, fuhr Rince fort.
„Du wolltest meine Autorität in Frage stellen?“, wollte der Patrizier wissen.
„Du warst nicht du selbst, Herr.“, Rince fing an zu schwitzen.
„Ich will dir nichts vorwerfen. Vom jetzigen Zeitpunkt aus hast du genau richtig gehandelt. Das wäre alles, ich will dich nicht weiter aufhalten. Du hast bestimmt viel zu tun.“
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