"Reise in eine parallele Welt"

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von Gefreiter Ranobis
Online seit 18. 12. 2000
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Ein kleiner Mann, noch kleiner als ein Zwerg, kommt in die Wache und faselt von seinem verlorenen Ring.
Wer ist der Kerl und warum nennt er dich Schatzzz?

Dafür vergebene Note: 13

Es wurde gerade Abend in Ankh-Morpok, die diversen Glocken der Gilden schlugen acht Uhr. In der Unsichtbaren Universität wurde der Vortrag von Ponder Stibbons durch die magische Glocke der Unsichtbaren Universität ohne Klöppel, die acht ziemlich stille Stillen von sich gab, unterbrochen.
"Dies hier ist ein ...!", sagte Ponder stolz. "Es dient dazu, sich in ... und durch diesen ... kann man es ...."
"Mann, kannst du nicht ... bis die Gl... gehört hat zu sch...", ließ sich der Erzkanzler Mustrum Ridcully vernehmen.
Als der achte Schlag vorbei war begann Ponder noch mal von vorn. "Dies hier ist ein Dimensionstor. Man kann damit in parallele Welten reisen. Mit diesem Kontrollgerät kann man es öffnen.", er zeigte auf etwas, dass man als freischwimmende Untertasse in der senkrechten beschreiben könnte, an der sich Der Absolut Bekloppte Johnson mit Pinsel und Farbe ausgetobt hatte.
Die andern Zauberer sahen ihren jungen Kollegen verständnislos an.
"Parallele Welten, aha, also Welten die sich im Zeit-Raum-Kontinuum auf einer parallelen Ebene mit Groß-Atuin liegen?", fragte der Dekan skeptisch. "Wozu soll das gut sein?"
"Nein, nein!", sagte Ponder. "Man kann damit auf unsere Scheibenwelt reisen, aber..."
"Wieso soll ich auf die Scheibenwelt reisen, ich bin doch schon hier.", unterbrach ihn der Erzkanzler.
"Lass mich bitte doch mal ausreden Erzkanzler.", Ponder wirkte wie jemand, der eine Horde Kleinkinder hüten musste. "Man kann damit in eine alternative Vergangenheit reisen. Also ist es eine Reise in das Wenn-dies-anders-gelaufen-wäre".
"Dann lass es uns doch gleich mal ausprobieren, mich hat immer brennend interessiert, was gewesen wäre wenn Tante Irmgard nicht diese schrecklichen Dinge über Oma Thea gesagt hätte.", schlug der Oberste Hirte vor. Die anderen Zauberer sahen ihn an, als ob der gerade etwas mit mehr Beine als die sechs Zaubere im Raum und dazu noch mehr Augen als Beine gegessen, als das Dimensionstor rege Aktivität entfaltete. Es gab Lichtblitze und ein Geräusch, das sich aufgeschrieben so ausgesehen hätte: "brrrrrrrRRRRRRRRRRRRttt... plop". Es geschah folgendes: die Zauberer sahen sich ungläubig an, ein kleines sehr mageres Wesen mit bleicher Haut sprang aus dem Dimensionstor, sah sich um und rannte dann aus dem Gebäude.
Die Zauberer brauchten noch etwa zehn Sekunden, bis sie sich von ihrem Schock erholt hatten.
"Was sollen wir jetzt tun, Erzkanzler?", fragte der Quästor.
"Ist es noch auf dem Gelände der Universität?", wollte der Erzkanzler wissen.
"Ich glaube nicht.", antwortete Ponder. "Ich hab gesehen, wie es über die Mauer geklettert ist."
"Gut!", meinte der Erzkanzler. "Dann fällt es nicht mehr in unseren Zuständigkeitsbereich."

Zur gleichen Zeit im Wachhaus Pseudopolis-Platz. Gefreiter Ranobis hatte Innendienst. Da er aus zuverlässiger Quelle wusste, dass dies eine sehr langweilige Angelegenheit sein konnte, hatte er sich extra ein dicker Buch mitgenommen. Er war gerade auf Seite 23 als die Tür aufflog und ein kleines, mageres Wesen mit bleicher Haut den Raum betrat. Ranobis sah von seinem Buch auf, das gerade anfing spannend zu werden.
"Wie kann ich die helfen, Bürger?", fragte er.
"Er hat meine Ring geklaut, nicht wahr, Schatzz. Gemeiner Dieb, böser Hobbit. Hat dem armen Smeagol seinen Ring geraubt.", antwortete der gefragte.
Ranobis nahm ein Formular für Anzeigen. "Fangen wir doch mal von vorne an. Wie heißt du?"
"Smeagol heiße ich, ja, Smeagol, Schatzz."
"...agol.", wiederholte Ranobis beim schreiben. "Und man hat dir deinen Ring geklaut?"
"Ja, der gemeine Beutlin hat ihn dem armen Smeagol geraubt, gollum, nicht wahr, Schatzz?", erklärte Smeagol.
"Also dein Ehering ist weg.", Ranobis fragte sich, welches weibliche Wesen diesen Kerl heiraten würde. "Und du bist sicher, dass du ihn nicht nur irgendwo verloren hast?"
"Nein, Schatzz, nicht der Ehering, gollum. Es isst der Eine Ring.", erklärte Smeagol.
"Also der Eine Ring. Ich kenne aber ziemlich viele Leute, die Ringe tragen.", Ranobis wurde die Sache langsam zu dumm, er wollte weiter in seinem Buch lesen. "Woran erkenne ich deinen Einen Ring?"
"Er ist aus schönen glänzzendem Gold", erklärte Smeagol. "Und wenn man ihn ins Feuer wirft wird er nicht heiss, Schatzz, nein, sondern es erscheinen Schriftzeichen, schöne Schriftzeichen. Gollum."
"Hört sich sehr vernünftig an, ein Ring, der nicht heiss wird, sondern auf dem Schriftzeichen sichtbar werden.", überlegte Ranobis. "Vielleicht sollte der Handwerker, der ihn hergestellt hat mal Ankh-Morpok kommen, würde sicher eine Menge verdienen."
"Ring sehr alt, Schatzz und Sauron böse. Noch böser als gemeiner Ringdieb Beutlin, Schatzz.", lispelte Smeagol.
"Na gut , dann halt nicht, war ja auch nur so ein Vorschlag.", sagte Ranobis. "Du sagts, dass ein gewisser Beutlin dir den Ring entwendet hat. Gibt es dafür Beweise?"
"Er war in meiner Höhle, ja in meiner Höhle, Schatzz, und nahm sich einfach meine Ring, gollum. Und er hat mich beim Rätseln reingelegt, ja Schatzz, er hat uns reingelegt."
"Na gut, ich denke, wir sollten zu aller erst den Tatort untersuchen.", schlug Ranobis vor. "Dann führe mich doch bitte mal zum Ort des Geschehens."
Die beide gingen los. Das heisst, Ranobis ging und Smeagol hüpte und tänzelte um ihn herum und redete viel. Ranobis schenkte ihm aber kaum Beachtung, nur dass er sich meistens mit 'wir' anredete, und mit einem unsichtbaren Wesen sprach, dass er 'Schatzz' nannte, fiel dem Wächter auf.
"Du bist also ein Zauberer?", fragte Ranobis als die beiden vor Unsichtbaren Universität standen.
"Nein, Schatzz, wir sind nicht Zauberer, aber komm, komm mit Smeagol, gollum.", Smeagol kletterte schnell über eine Wand, so dass Ranobis ihm kaum folgen konnte. Beide gelangten schließlich in den Raum mit dem Dimensionstor und Smeagol lief direkt hindurch. Ranobis stoppte, als er die Zauberer sah.
"Entschuldigung, für die Verletzung eures Hoheitsgebietes.", sagte er. "Aber ich glaube ich bin nur auf der Durchreise." Ranobis folgte Smeagol in das Dimensionstor.
Wieder brauchten die Zauberer ein wenig Zeit, um das erlebte zu verarbeiten.
"Also langsam wird mir das verdammt noch mal zu bunt." fluchte Ridcully. "Das hier ist eine Universität und nicht ein Hafen für Dimensionsreisende. Außerdem hat Ponder das Tor erfunden und es soll nur von Menschen mit der richtigen geistigen Einstellung und Forschungsdrang benutz werden, von Zauberern."
"Was sollen wir jetzt machen, Erzkanzler?", wollte der Dekan wissen.
"Wir gehen auch durch das Dimensionstor.", donnerte Der Erzkanzler. "QUÄSTOR, geh vor!"

Ranobis und Smeagol standen auf einer Stahlkonstruktion, die von Wolen umgeben wurde.
"Wir sind hier nicht richtig, Schatzz, nein wir sind hier ganz falsch.", Smeagol schien langsam nervös zu werden.
"Aber was geht den da unten vor sich?", Ranobis deutete auf einen Vorsprung, auf den sich zwei Menschen befanden. Der eine schien noch jung zu sein, der andere war groß und hatte einen schwarzen Umhang an und trug eine Maske, aber es war nicht Kommandeur Tod. Die beiden kämpften mit Schwertern, die im Dukeln leuchten.
"Du bist mein Sohn!", sagte die schwarze Gestallt.
"Nein, nein!"
"Erforsche deine Gefühle, du weißt das es war ist."
"Nein!"
"Vielleicht könnte den beiden ein Vaterschaftstest helfen.", erklang es hinter Ranobis, es war der Oberste Hirte.
"... als Vater und Sohn über die Galaxis herrschen. Es ist dein Schicksal!", der Mann im schwarzen Umhang hatte seinem Sohn die Hand abgeschlagen, dieser hielt sich gerade noch ein einer Eisenstange fest.
"Wir können hier nicht bleiben, Schatzz. Nein, wir müssen gemeinen Ringdieb Beutlin finden, gollum.", Smeagol entriss Ponder den Kontrollapparat für das Dimensionstor, ließ ein neues Tor entstehen und sparng hindurch, gefolgt von Ranobis und den Zauberern.

"Hier sind wir richtig, Schatzz!", begrüsste Smeagol die anderen. "Komm, komm mit dem armen Smeagol, wir zeigen dir den Weg zur Höhle, Schatzz, ja wir zeigen ihm den Weg. Gollum."
"Äh, während die ihre Sachen hier erledigen, könnten wir uns hier doch mal ein wenig umsehen.", schlug Ponder den anderen Zauberern vor.
"Gute Idee, Ponder.", lobte der Erzkanzler. "In was für einer Welt sind wir den hier?"
"Das kann ich noch nicht sagen.", gab Ponder zu.
"Aber es ist doch ganz schön hier.", meinte der Dekan. "Wir stehen hier auf einem hohen Berg und haben eine herrliche Aussicht. "
"Herrliche Aussicht. Juhu!", der Quästor war kurz vor einem Nevenzusammenbruch.
"Ähhh, hat jemand an die Froschpillen gedacht?", der Oberste Hirte sah den Quästor besorgt an.

Derweil führte Smeagol Ranobis immer tiefer in den Berg, bis sie zu einem See kamen.
"Hier ist ess gewesen, Schatzz, ja genau hier. Der böse Hobbit hat den armen Smeagol seinen Schatzz geklaut, gollum."
"Ähhh, was ist den ein Hobbit?", wollte Ranobis wissen.
"Gemeine Wesen, sind klein, aber größer als Smeagol und sind kräftiger, sehen aus wie Menschen, gollum.", erklärte Smeagol.
"Ah so, ja.", das ständige Gerede von 'Schatzz' ging Ranobis allmählich auf die Nerven. "Und hier hat dieser... Beutlin dir den Ring geklaut?"
"Jaaaa, Schatzz, er ist weg. Der gemeine Beutlin hat meinen Schatzz geklaut.", stimmte Smeagol zu.
"Gut und wo ist der dann hin.", fragte Ranobis weiter. "Ähhh, ob es Zeugen für die Tat gibt will ich gar nicht fragen."
"Er ist aus der Höhle hinaus", antwortete Smeagol. "Komm ich zeig dir den Ausweg."

"Sieh mal, Erzkanzler. Der Typ in grau sieht aus wie ein Zauberer.", der Oberste Hirte deutete auf einen in weiß gekliedeten Reiter auf einem weißen Pferd.
"Das ist bestimmt kein Zauberer.", meinte der Erzkanzler. "Der ist viel zu dünn, außerdem hat sein Gewand nicht die nötigen okkulten Bemalungen. Und wenn es kein Zauberer ist, dann darf er auch keinen Hut mit breiter Krempe tragen. Kommt Jungs."
"Ich halte es nicht für eine so gute Idee, sich in die Angelegenheiten einer anderen Welt einzumischen.", gab Ponder zu bedenken.
"Wir Zauberer müssen uns in jeder Welt Respekt verschaffen!", wenn der Erzkanzler erst mal einen Gedanken gefasst hatte, gab er ihn nicht so schnell wieder her. "Und es darf kein Trottel in Weiß mit einem Hut für Zauberer durch die Gegend reiten."

"Vielleicht sollten wir jemanden Fragen.", schlug Ranobis vor. "Gib mir mal das Kontrollding. Ich galube damit könnten wir uns schneller irgendwo hin bewegen."
Er nahm den Kontroller an sich und drehte an einigen Rächen und murmelte "So kann ich also die Koodrinaten einstellen." oder "Ah, hier verstellt man also die Größe des Tores."
Er drückte auf einen Knopf und ein Dimensionstor entstand. Ranobis und Smeagol gingen hindurch.

"He du da, genau du, mit dem weißen Umhang!", Ridcullys Stimme schallte über die Ebene. "Was fällt dir ein dich wie ein Zauberer zu kleiden?"
"Ich bin Gandalf der Weiße und der Führer im Rat der Weisen. Ich bin also somit der höchste Zauberer in Mittelerde." sagte der Mann auf dem Pferd.
"Ich bin Musturum Ridcully, Erzkanler der Unsichtbaren Universität und somit bin ich der mächtigste Zauberer auf allen Welten.", Ridcullys Gesicht war vor Zorn inzwischen so rot wie eine noch nicht ganz reife Tomate [1], wenn man ihn betrachtete musste man an einen Luftbalon denken, der ein wenig zu stark aufgeblasen worden ist "Wenn du hier weiter so angibst und meine Autorität in frage stellst, muss ich dich in eine Kröte verwandeln."

"Schau mal an wo wir hier gelandet sind... mitten in einem Thronsaal.", Ranobis schaute sich staunend um, konnte aber seinen Begleiter nicht finden. Ein paar Männer mit Hellebarden kamen auf ihn zu.
"Ähhh... Jungs, macht doch keinen Stress. Ich hab nur mal ne Frage und dann bin ich auch wieder weg.", angesichts der Übermacht hielt es Ranobis für sehr ratsam möglichts ungefährlich zu wirken. "Ich wollte eigentlich nur wissen, ob ihr zufällig wisst, wo sich ein gewisser ähh... Hobbit namens Beutlin aufhält?"
"Lasst ihn.", erklang eine gebieterische Stimme hinter den Wachen. Als sich die Wachen zurückzogen konnte Ranobis erkenne, dass sie einem großen herrschaftlichen Mann gehörte, der auf dem Thron sass. "Welchen Beutlin meinst du?"
"Er müsste einen Ring bei sich tragen, einen goldenen.", antwortete Ranobis.
"Der Ring der Macht. Der Eine Ring. Der die Herrschaft über alle Ringe gibt.", der König senkte seine Stimme
" Drei Ringe den Elbenkönigen hoch im Licht ,
Sieben den Zwergenherrschern in ihren Hallen aus
Stein ,
Den Sterblichen , ewig dem Tode verfallen , neun ,
Einer dem Dunklen Herrn auf dunklem Thron
Im Lande Mordor , wo die Schatten drohn .
Ein Ring , sie zu knechten , sie alle zu finden ,
Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden
Im Lande Mordor , wo die Schatten drohn ."
"Der Ring gibt also Macht über andere Ringe. Aha, soso. Und als nächstes erzählst du mir, dass der Ring unsichtbar machen kann.", sagte der Wächter aus Ankh-Morpok.
"Ich sehe, dass du die Ringgeschichte studiert hast, und dich mit diesen Dingen auskennst.", der König sah wohlwollend auf ihn herab.
"Ihr meint dass alles ernst, oder?", fragte Ranobis ungläubig.
"Ja, ich werde dir nun die Aufenthaltsorte der beiden Beutlins nenne. Bilbo Beutlin, ein alter und ehrenwerter Hobbit hat sich nach Bruchtal zurückgezogen um bei Elrond und seinen Söhnen zu leben. Sein Neffe hingegen ist mit einigen Elben nach Valar aufgebrochen. Der Ring aber ist zerstört und kann nie wieder gefunden werden.
Frodo hat ihn in den Schicksalsberg geworfen und damit das Ende Saurons besiegelt und den Weg in ein neues Zeitalter voll Frieden geebnet."
"Ja, vielen Dank. Ich wird mir das mal ansehen.", sagte Ranobis. "Ach ja, und wo finde ich diesen Berg?"
"Der Schicksalsberg liegt etwa 50 Meilen südöstlich von hier. Und überbringe Bilbo und Frodo meine Grüsse."
"Mach ich gerne, wenn du mir sagst, wer du bist.", Ranobis wurde ein wenig verlegen, da er wohl den Namen eines sehr mächtigen Mannes nicht kannte.
"Ich bin Aragron, Arathorn Sohn, Isildurs Erbe.", antwortete der König.
"Na dann ist ja alles klar.", sagte Ranobis und gab die Koordinaten in den Dimenstionstor-Kontroller ein.

"So eine Frechheit, mich einfach so in ein Kaninchen zu verwandeln.", Ridcully war außer sich.
"Ja, Erzkanzler, wir mussten ihn eine halbe Stunde überreden, uns nicht auch in irgendwelche Tiere zu verwandeln, und dann haben wir noch eine halbe Stunde gebraucht, damit er dich wieder zurück zu verwandeln.", berichtete der Dekan.
"Was sollen wir als nächstes erforschen?", wollte der Oberste Hirte wissen. "Ich bin dafür die kulinarischen Spezialitäten der hiesigen Welt als nächstes ins Auge zu fassen. Wir haben immerhin schon mindestens eine Mahlzeit verpasst. Und... äh.. Erzkanzler, als Kaninchen sahst du sehr schmackhaft aus, da hab ich Hunger bekommen."
Die anderen Zauberer nickten zustimmend. Nur Ponder Stibbons hatte seine Zweifel. "Wenn wir schon mal hier sind, sollten wir dann nicht die Lebensgewohnheiten der Menschen erforschen?"
"Ja, dass sollten wir. Wir fangen bei der hiesigen Esssgewohnheiten an.", beschloss der Erzkanzler.

"Wo hast du gesteckt, als ich mich mit dem König unterhielt?", fragte Ranobis seinen seltsamen Begleiter.
"Ich hab mich vor den bösen Menschen versteckt, gollum.", antwortete dieser.
"Aber die waren doch ganz nett.", gab Ranobis zu bedenken. "Wo sind wir hier eigentlich?"
"Das ist der Schicksalberg. Hier hat der gemeine Beutlin meinen Schatzz zerstört, ja er hat ihn in die Lava geworfen, ja, nicht wahr, Schatz."
Ranobis sah sich um. Sie standen auf einem Berg, einem Vulkan genauer gesagt und der Wächter konnte unter sich auch die Lava erkennen. Der Vulkan schien vor kurzer Zeit ausgebrochen zu sein.
"Hier hat er meinen Ring zerstört und wollte mich töten. Ja, der arme Smeagol viel fast auch ins das böse Feuer, Schatzz, aber ich konnte mich noch an einem Felsvorsprung festhalten, gollum."
"Aha, ein weiters Delikt. Zum Diebstahl kommt jetzt auch noch versuchter Mord.", Ranobis notierte diese Tatsache auf dem Protokoll-Formular. "Der König sagte mir, dass wir einen Bibo Beutlin in Bruchtal finden. Weißt du wo das ist."
Smeagol sagte ihm, wo Bruchtal liegen sollte und die beiden reisten per Dimensionstor dort hin.

"Zahlen? Wir sollen auch noch zahlen.", Mustrum Ridcully blähte sich vor dem Wirt auf. "Wir sind Zauberer und du solltest dich geehrt fühlen, dass wir deine Herberge besucht haben."
"Das ist ja schön und gut.", sagte Butterblume, der Wirt des 'Tänzelnden Ponys'. "Aber zahlen muss hier jeder."
"Pass auf, sonst verwandle ich dich in einen Wurt und zerquetsche dich unter meinem Schuh.", sagte Ridcully.
"Würmer sind sehr gut zum Angeln.", meinte der Oberste Hirte. "Vielleicht solltest du ihn nicht direkt zerquetschen."
"Hahahah, zerquetschen, hahah.", der Verstand des Quästors war nur noch durch einen dünnen Faden mit der Realität verbunden.

"Das ist also Bruchtal... sieht ganz gemütlich aus.", der Wächter der AM-Stadtwache schaute sich das fürstliche Haus an, vor dem er mit Smeagol stand. "Und du willst wirklich nicht mitkommen?"
"Nein, gollum, nein. Da wohnen böse Elben. Sie wollen dem armen kleinen Smeagol weh tun, Schatzz. Smeagol bleibt hier, ja ich bleibe hier."
"Wie du willst. Wahrscheinlich hast du auch noch Angst vor diesem Beutlin. Scheint ja ein gemeiner Bursche zu sein. ", der Wächter ging los und kopfte an die Tür. Ein großer schlanker Bursche mir langen schwarzen Haaren und spitz zulaufenden Ohren öffnete.
"Was ist dein begehr, Fremder?", sagte er mit einer melodischen Stimme.
"Ich suche eine Bilbo Beutlin. Ich habe von... moment, wie hieß er noch... ach ja, Aragorn, Arathrons Sohn erfahren, dass dies sein derzeitiger Zufluchtsort ist."
"Ja, der ehrenwerte alte Hobbit lebt hier in Bruchtal. Er wird sich freuen, mal wieder etwas von seinem Freund, dem König von Gonder zu höhren. Folge mir.", der Elb ging wieder in das Haus und Ranobsi folgte ihm.

"Ich frage mich nur, warum hier unsere Magie nicht klappt.", sagte der Dekan.
"Hihihi, Magie, juhu!", der Quästor schien langsam aber sich in eine seine eigene Welt abzutauchen.
"Und wie die alle über uns gelacht haben. So was kann man doch mit so ehrenwerten Zauberern nicht machen, oder Erzkanzler.", fragte der Dekan.
"Ja, und es ist so erniedrigend, dass wir um alles abzubezahlen jetzt hier auch noch Spülen müssen.", gab der Oberste Hirte zu bedenken.

"Du bist also Bilbo Beutlin?", Ranobis stand vor der kleineren Version eines Menschen, der sehr haarige Beine hatte und keine Schuhe trug.
"Ja, der bin ich, und noch mal danke für die Grüsse von Aragorn, wenn du ihn wiedersiehst bestell im auch schöne Grüsse.", antwortete der Hobbit.
"Kennst du jemanden Namens Smeagol?", Ranobis hatte mal etwas von einem Verhör gelesen und wollte möglichst professionell wirken.
"Du meinst Gollum?", hackte Beutlin nach.
"So ein kleiner Kerl, ganz blass und mager. Redet immer was von seinem Schatzz.", erklärte der Wächter.
"Ja, dass ist wohl Gollum."
"Du kennst ihn also.", der Banshee in Wächterumiform witterte seinen großen Auftritt. "Du stehst unter der Anklage ihm seinen Ring gestohlen zu haben und dein Neffe steht unter Verdacht ihn ermorden zu wollen."
"Du meinst die Sache mit dem Ring? Da bist du aber auf dem ganz falschen Weg. Eigentlich sind wir die Guten.", Bilbo suchte etwas auf seinem Schreibtisch. "Hier sind die Beweise. Ich habe alles fein säuberlich notiert."
Er gab dem Wächter vier Bücher. Auf dem ersten stand 'Der kleine Hobbit', die anderen trugen den Titel 'Herr der Ring'.
"Das soll ich jetzt alles lesen?", fragte der Wächter skeptisch. "Dass könnte ja länger dauern."
"Komm, setzt dich zu mir an der Kamin und rauch ein Pfeichen mit.", schlug der alte Hobbit vor. "Ich habe besonders gutes Pfeifenkraut."
Die beiden saßen vor einem prasselnden Kamin und Bilbo erzählte ihm seine Geschichte und die seines Neffen Frodos bis ins letzte Detail nur unterbrochen vom gelegentlichem Husten des Banshees, der das Rauchen nicht gewöhnt war.

"Also Erzkanzler, was schlägst du als nächstes vor?", die Zauberer waren von ihrer Pflicht befreit worden, nachdem sie die Hälfte der Teller zerbrochen hatte.
"Ich sage wir kehren zurück in die Universität.", Ridcully. "Ponder, bring uns zurück."
"Ähh... Erzkanzler, da gibt es leider ein kleines Problem, die anderen haben den Kontroller fürs Dimensionstor.", antwortete der angesprochene verlegen.
"Dann sieh zu wie du ihn wieder bekommst. Kann man sich den hier auf niemanden mehr verlassen.", donnerte das Haupt aller Zauberer der Scheibenwelt.

"Und dadurch wurde der Ring der Macht zerstört. Und wir alle konnten ein glückliches Leben führen.", endete Bilbo.
"Soso, und du hast Zeugen, die das alles Bestätigen können?", als Wächter litt man unter Paranoia.
"Ja, jeden Menschen den du fragst wird dir diese Geschichte bestätigen.", antwortete Bilbo. "Da kommt Gandalf der Weiße, er ist der weiseste Mann in ganz Mittelerde.", Bilbo deutete auf einen Mann ganz in weiß, der ein wenig genervt zu sein schien.
"Ihr könnt euch nicht vorstellen, was mir gerade passiert ist.", ereiferte sich Gandalf. "Da waren so ein paar Proleten, die sich für Zauberer hielten."
"Oh, die hab ich ja ganz vergessen, wo sind die denn hin?", fragte Ranobis
"Du kennst diese Bande?", fragte der weiseste Mann von Mittelerde scharf.
"Flüchtig.", antwortete Ranobis kleinlaut. Man konnte Gandalf ansehen, dass er große Macht besaß und man im Moment besser nicht mit ihm scherzen sollte.
"Nun ja, sie sind ins Gasthaus 'Das Tänzelnde Pony' gegangen, es liegt einige Wegstunden westlich von hier."
"Vielen Dank für alles.", verabschiedet sich Ranobis. "Ach ja, stimmt das alles, was Bilbo über den Ring geschrieben hat?"
"Ja, das alles entspricht er Wahrheit. Und nun geh, es sei denn, du willst mit uns speisen und singen."
"Nein danke, ich muss zurück zur Wache. Einen schönen Abend noch.", Ranobis stand breites vor der Tür. "Du hast doch nichts dagegen, wenn ich mir mal deine Aufzeichnungen ausleihe, oder?"

"Wo sind die beiden den hin?", der Ponder schien angestrengt nachzudenken.
"Ich weis es nicht.", sagte der Dekan. "Ich mache mir nur sorgen um den Quästor."
"Ich mache mir Sorgen um mein leibliches Wohl.", ließ der Oberste Hirte verlauten. "Das Spülen war ganz schön anstrengend."
"Ja, und du wenn du nicht die ganzen Teller kaputtgemacht hättest, wäre uns einiger Ärger erspart geblieben.", meinte der Erzkanzler.
"Wenn mir die Teller nicht aus der Hand gerutscht wären, müssten wir immer noch spülen. Ihr solltet mir dankbar sein.", betonte der Oberste Hirte.
"Äh, hallo. Ich würde jetzt gerne zurück.", sagte Ranobis, der gerade aus dem Dimensionstor trat.
"Wo hast du gesteckt, und wo ist dein kleiner Freund?", Mustrum Ridcully blähte sich auf.
"Ich habe einen Fall gelöst, und dieser fiese Smeagol wurde von der edlen Elben gefangen und kann nun keinen Schaden mehr anrichte. Er gehörte nämlich zu den bösen.", erklärte der Banshee. "Lasst uns nach Hause zurück kehren."
Er gab Ponder das Kontrollgerät und dieser öffnete ein Dimensionstor.

Die Zauberer und die Wächter befanden sich in einem großen dunklen Raum, in dem sich noch drei weiter Menschen aufhielten. Der Mann mit schwarzem Umhang und Maske, sein Sohn und ein alter Mann mit Kutte.
"Das ist aber nicht die Unsichtbare Universität.", stellte Ranobis fest.
"Hey, sagt mal, sind das nicht die Typen von eben?", fragte der Dekan.
"Ja, aber wer ist der alte?", wollte der Erzkanzler wissen.
"Sieht aus wie ein Omnianischer Mönch.", stellte der Oberste Hirte fest. "Ob die beiden die Sache mit der Vaterschaft immer noch nicht geklärt haben und eine weisen Mann aufsuchen wollen?"
"Ja, sehr gut. Ich fühle wie der Zorn in dir wächst, junger Skywalker.", sagte der Alte und Blickte vor sich auf den Tisch. "Dein Lichtschwert, das hättest du wohl gerne. Nimm es und streck mich nieder, ich bin unbewaffnet. Streck mich nieder und du hast deinen Weg zur Dunklen Seite vollendet."
"Nein!", sagte der Sohn und schien dabei so viel Abscheu wie möglich in eine Silbe zu legen.
"Kann der auch was anderes sagen als 'nein'?", warf der Dekan in die Runde.
"Jetzt hab ich die richtigen Koordinaten. Lasst uns hier abhauen.", rief Ponder Stibbons und öffnete ein Dimensionstor.

Etwas später sass Wächter Ranobis wieder im Wachhaus und las in seinem Buch weiter. In der Unsichtbaren Universität stand Ponder Stibbons im Zimmer des Erzkanzlers.
"Aber lass bitte den Teil, in dem ich in ein Kaninchen verwandelt worden bin und das mit dem Spülen in deinem Bericht aus.", sagte Ridcully.
"Ja, Erzkanzler.", antwortete Ponder. "Ich hab übrigens herausbekommen, auf was für einer Welt wir waren. Diese Welt wäre entstanden, wenn der Schöpfer die Sache ein bisschen ernster genommen hätte."
[1] Sieht ein Mensch wie eine reife Tomate aus, hat er meist Verbrennungen ersten Grades.




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