Entführter Käse

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vollendet am 13.10.2005

Herr Käse ist spurlos verschwunden! Ist ihm etwas zugestoßen? Und ihr müsst auch noch auf Anordnung des Kommandeurs den Ausschank übernehmen. Na das kann ja heiter werden!

Hatscha al Nasa

"Eieiei, das wird ja heiter. Warum muss nur ich so was immer machen? Ras scheint mich nicht zu mögen..." Hatscha grinste. Nein, das letzte glaubte sie nicht wirklich. Der Kommandeur war eben der Kommandeur, daran ließ sich nichts rütteln. Weiter vor sich hin murmelnd, ging Hatscha weiter durch das Wachhaus in der Kröselstraße und blieb schließlich vor dem schwarzen Brett stehen. Dort befestigte sie schnell einen Zettel mit der Aufschrift:

Rekruten Arwan, Eulalia Wieselig, Doris von Zitti,
Galenit, Gilieh L'efuét, Hjolf Hødsøn und Shimrod Schlapphut
morgen früh nach dem Frühstück in mein Büro!
Danke,
Lance-Korporal Hatscha al Nasa


Danach beschloss sie, dass das für heute genug Arbeit war und machte Feierabend. Es war auch schon Zeit dafür geworden. Rascaal konnte reden... Und das alles nur wegen des Herrn Käse. Sie seufzte, dann verließ sie das Wachhaus und verschwand im Regen, der draußen wütete. Daemon war also auch noch im Wachhaus anwesend.

Die Rekruten tummelten sich am Schwarzen Brett und sahen die Notiz von Hatscha. Die Angesprochenen machten sich natürlich sofort Sorgen, was sie diesmal angestellt haben könnten. "Hoffentlich kann ich so aufkreuzen", sorgte sich Doris und sah auf ihre etwas schmutzige Axt.
"Ob sie das Durcheinander im Rekrutenschlafsaal an uns auslassen will?", fragte sich Shimrod und schüttelte sich, als er an die stinkenden Socken unter den Betten dachte.
"Sie hoffentlich nicht sauer sein wegen kaputten Bogen", erklang die Stimme von Galenit.
Während sich die Rekruten weiter ihre Gedanken machten, stand Hatscha in ihrer Bürotür und sah sich das ganze lächelnd an. Auf was für Ideen die Neuen doch so kamen... solche Strafen würden einem als Ausbilder nie im Leben von allein einfallen.
Kurz darauf, also nach dem Frühstück, kamen die Rekruten auch schon in Hatschas Büro gestürmt. Sie quetschten sich zu dritt durch die Eingangstür, um ja nicht als letzter hereinzukommen, was doch sicherlich ein schlechtes Bild abgeben würde. Den Abschluss bildete dann allerdings Galenit, der sich vorsichtig durch den Türstock zwänge, um nichts von der Wand mitzunehmen. "Entschuldigung für Kommen zu spät", sagte der Troll, als er endlich im Büro war und auch den letzten Platz einnahm. Nein, die Ausbilderbüros waren nicht besonders groß. Hatscha hätte das und Galenit bei ihrem Aushang berücksichtigen sollen.
"Also, Rekruten-" Sie wurde jäh von vielen zusammenschlagenden Fersen salutierender Rekruten unterbrochen. "Ja, ist schon gut. Also Rekruten, warum ihr hier seid, hat folgenden Grund. Herr Käse, der Wirt unserer Stammkneipe - ach, das hätte ich jetzt wohl besser nicht gesagt - jedenfalls ist Herr Käse verschwunden. Spurlos. Eine andere Abteilung hat schon die Suche aufgenommen. Jetzt liegt es an uns, den Ausschank im Eimer, ja, das ist die Kneipe von Herrn Käse, zu übernehmen. Nein, das bedeutet nicht, dass ihr saufen könnt, so viel ihr wollt! Das bedeutet nur, dass Herr Käse auch weiterhin Gewinn machen kann und unseren Eimer nicht schließen muss!" Sie sah streng in die Gesichter der Rekruten. Sie war sich nur zu gut bewusst, dass es gut möglich sein konnte, dass der ein oder andere der Versuchung nicht widerstehen können würde. Doch sie hoffte sehr, dass sie ihr das Gegenteil beweisen würden. "Habt ihr noch irgendwelche Fragen?"


03.06.2005 19: 02

Hjolf Hødsøn

"Wir sollen also die Kneipe schmeissen, während die anderen Wächter Herrn Käse suchen?", vergewisserte sich Eulalia Wieselig. Die anderen Rekruten schauten erwartungsvoll zu Hatscha al Nasa und hätten nichts gegen ein plötzliches : "ach ja, was ich noch vergessen hatte, es könnten sich eventuell Schwierigkeiten der besonderen Natur ergeben..."
Sie warteten vergeblich. "Ganz genau", sagte Hatscha al Nasa und fügte hinzu: "Ihr werdet sicher damit zurechtkommen. Ihr müsst euch nur einteilen, wer was macht. Natürlich kann nicht jeder ausschenken. Einer muss abwaschen und ein anderer die Tische abräumen. Und, ach ja, haltet die Ohren offen. Vielleicht erfahrt ihr ja das eine oder andere und dann solltet ihr mir Bericht erstatten. Oh, und eh ichs vergesse: der Müll wird NICHT auf den Ankh geworfen!"
"Ja, Mä'äm!" sagten alle wie aus einem Mund und wollten sich gerade umdrehen um loszustapfen, da erklang hinter ihnen die Stimme ihres Ausbilders : "Oh, Shimrod... der Schlafsaal sieht katastrophal aus! Ich dachte spontan an Socken als ich ihn unglücklicherweise durchqueren musste! nach eurer Mission solltet ihr dort aufräumen."
Nach einem weiteren "Ja Mä`äm" zogen die Rekruten nun los in Richtung Eimer.
Gilieh L'efuét meinte im Gehen: "Der arme Herr Käse. Was ihm wohl geschehen ist? Ich hoffe, nicht das gleiche wie Herrn Hong!"
"was war denn mit Herrn Hong?", fragte Doris von Zitti und stapfte energisch durch die Strasse.
"Nuuun, so genau weiß das nie... ah... wir sind da. Auf in den Kampf!" Gilieh sah alle nacheinander an. "Sag mal, Hjølf, musst du deinen Hund unbedingt mitnehmen?"
Hjølf tätschelte den Kopf seines Hundes. "irgendjemand muss doch die Kasse bewachen, oder?", sagte er und grinste.


03.06.2005 19: 59

Eulalia Wieselig

Na das konnte ja heiter werden. Eine Gruppe Rekruten, die in einer Kneipe die Leitung übernehmen sollte. Davon abgesehen, dass niemand (außer vielleicht den Bierfässern) in Gefahr schwebte, wirkten alle ein wenig enttäuscht. Immerhin ging man ja zur Wache um...um....naja vielleicht konnte es ja doch noch was Interessantes geben.
Ein wenig mürrisch fingen die Rekruten damit an sich die Arbeiten einzuteilen. Befehl war Befehl.
Eulalia erklärte sich bereit abzuspülen und bekam tatkräftige Unterstützung von Gilieh L'efuét, die das Abtrocknen übernahm. Hjolf blieb mit seinem Hund tatsächlich bei der Kasse, Arwan übernahm das Kellnern, Shimrod und Doris den Ausschank und Galenit beschränkte sich darauf gefährlich aussehend neben der Tür zu stehen (das tat er allerdings hervorragend).
Nach einer Weile des stillen Arbeitens fragte Shimrod: "Nun, mal angenommen Herrn Eimer ist nicht dasselbe passiert wie Herrn Hong, wo könnte er dann wohl sein. Welcher Wirt verlässt ohne Nachricht seine Kneipe?"
Das war allerdings richtig und einen kurzen Moment überlegten alle was einen Wirt wohl von seiner Einnahmequelle vertreiben konnte.
Zögernd sagte Eulalia: "Vielleicht hatte er etwas Wichtiges zu tun." Und Galenit fügte brummend hinzu: "Er vielleicht dringend besuchen musste jemanden."
Kurz auf diese Vermutungen folgte kollektives Seufzen. Eine andere Abteilung suchte nach Herrn Käse und ihnen war lediglich aufgetragen worden den Betrieb im "Eimer" weiter zu erhalten.
Was sollte dabei schon Spannendes passieren...

04.06.2005 7: 40

Arwan

Die Kneipe war fast leer. Nur eine kleine Gruppe von Wächtern saß in der Ecke. Alle wirkten ziemlich müde und tranken zielstrebig Bier.
"Hey, Wächterin, schenke uns noch mal nach!"
Gelangweilt stand Arwan auf. Hatte sie sich in einer Kneipe beworben oder bei der Wache?, dachte sie finster.
Plötzlich öffnete ein alter kleingewachsener Mann die Tür. Er schaute sich die Rekruten durch die dicken Gläser seiner Brille an. Er war kein Polizist.
"Was geht denn hier vor? Wo ist Herr Käse??"
"Herr Käse verschwunden ist. Uns aufgetragen sein, zu erhalten den Betrieb im "Eimer" weiter", antwortete Galenit.
"Verschwunden? Oh. Armer Kerl, bestimmt ist ihm irgendetwas zugestoßen."
Der Mann seufzte und setzte sich hin. Arwan kam inzwischen mit einem paar Bierkrügen.
"Was wünschen Sie?", fragte sie den Mann auf dem halben Weg zu dem Tisch, wo die Wächter saßen.
"Bier bitte. Ich fasse es nicht, dass Herr Käse verschwunden ist und dabei habe ich den noch vor einer halben Stunde gesehen."
"Ah was", antwortete Arwan in Plauderton, "ich bin noch nicht lange in Ankh Morpork, aber ich glaube, hier ist es keine Seltenheit, dass jemand einfach so spurlos verschwindet..."
"Aber so spurlos auch schon wieder nicht, schließlich habe ich den vor kurzem gesehen."
"Na das geht uns gar nicht an, eine andere Abteilung sucht nach Herrn Käse, wir sind bloß Rekru...", Arwan stoppte. Im Handumdrehen war sie hellwach. "Moment mal! Sie haben den wirklich gesehen und das vor einer halben Stunde??"
"Ja, er sah ziemlich besorgt aus."
"Sind Sie auch sicher, dass es Herr Käse war?", Arwan schaute den Mann misstraurig an. Sie zweifelte, ob er durch seine Brille überhaupt irgendetwas sehen konnte.
"Natürlich! Für wen hältst du mich?"
"War er alleine?"
Geistesabwesend setzte sich Arwan neben dem Mann, stellte die Bierkrüge auf den Tisch und trank einen Schluck. Alle anderen Rekruten waren mit irgendetwas beschäftigt und keiner hatte bei dem Gespräch mitgehört.
"Nein. Ich glaube nicht. Da waren noch drei Männer, die ihn begleiteten, aber ich kenne sie nicht."
"Wie sahen sie aus?"
"Na ja, normal. Wie sollen sie denn ausgesehen haben?"
"Ist ihnen vielleicht... irgendetwas besonderes aufgefallen?"
"Nö..."
"Hey, Wächterin, was ist denn nun mit unserem Bier? Wir warten schon seit einer ganzen Weile."
"Ja, kommt gleich... Und wo haben Sie ihn gesehen?"
"In der Nähe der Messingbrücke."
"Na wirdÂ’s bald? Wir wollen Bier. Nicht quatschen, arbeiten!"
"Ja, ja... Hätten Sie vielleicht ne Vermutung, wo Herr Käse jetzt sein könnte?"
"Arwan, was ist denn mit dir die los? Was machst du da. Hatscha hat ausführlich verboten zu trinken. Weißt du was es für Ärger gibt?!", rief Eulalia, die gerade in der Gaststube erschienen war.
"Dieser Mann hat etwa vor einer halben Stunde Herrn Käse gesehen", verkündete Arwan.
"Ja?! Wissen Sie vielleicht auch, wo er jetzt ist?", fragte Eulalia und setzte sich auch hinzu. Vielleicht wird es doch noch spannend, dachte sie.

04.06.2005 12: 14

Hatscha al Nasa

***Am Tag zuvor***
Herr Käse wischte den Tresen ab und war gerade dabei, Feierabend zu machen. Es war schließlich auch schon früh genug in Ankh-Morpork.
Plötzlich wurde die Tür aufgestoßen und drei Männer kamen herein.
"Tut mir leid, wir machen gleich dicht", verkündete Herr Käse müde.
Die drei Männer sahen sich im Schankraum um. Er war leer, bis auf einen schlafenden Wächter in einer Ecke auf einem Tisch, der gemütlich vor sich hin schnarchte.
"Und er?", fragte der Größte von den drei Fremden.
"Der ist Stammgast, außerdem wird er gleich rausgeschmissen."
"Dann mach das mal sofort." Der vermutete Anführer der Bande schaute ihn durchdringend an.
"Du hast mir nichts zu sagen", erwiderte Herr Käse und griff vorsichtshalber unter die Theke. Gleichzeitig hörte er, wie die beiden Begleiter des Sprechers ebenfalls Waffen zückten. Beide Armbrüste. Einer zielte auf den Wächter, der andere auf Herrn Käse.
Langsam hob der Wirt seine Hände wieder auf den Tresen und wartete.
"Na los, du sollst den Wächter hier rausschmeißen", befahl der Anführer.
Herr Käse gehorchte, immer beschattet von der Armbrust. Draußen legte er den Wächter auf den Gehweg und hoffte, er würde rechtzeitig aufwachen.
Als er wieder zurück in den Eimer kam, hatte sich der Anführer an seiner Bar bedient. "So, jetzt kommst du mit. Bruno, Bernhard, fasst ihn." Seine Begleiter schlugen ihn bewusstlos und fingen den Wirt von beiden Seiten auf, bevor er auf dem Boden aufschlug. "Gut, jetzt kommt mit. Ihr wisst ja, was zu tun ist."
Zu viert verließen sie die Kneipe, Herr Käse wurde von den Kumpanen getragen.

Im Rinnstein wachte ein Wächter auf und sah sich unter starken Kopfschmerzen um. Im schwachen Licht der Straße sah er vier Gestalten davon gehen. Es kam ihm vor, als würde eine davon nicht auf den eigenen Beinen laufen. Verwirrt und noch im Nachrausch richtete er sich vorsichtig auf und spähte in den Eimer. Die Tür stand offen. Der Schankraum war vollkommen leer. Alles sah aus, wie immer, nur fehlten die Leute. Irgendwie kam es ihm doch etwas komisch vor. Er sollte seinen Kollegen davon erzählen. Aber erstmal ausschlafen.

04.06.2005 13: 08

Galenit

Galenit zuckelte immer wieder von einem Bein aufs Andere. Ihm war wirklich Langweilig. In Ihm keimten Erinnerungen auf. Er war ja früher einmal Rausschmeisser gewesen, nur hier brauchte man so etwas nicht. Wächter neigen dazu ruhige Trinker zu sein und sich mit stiller, aber zielsicherer Entschlossenheit von der senkt- in die waagerechte Position zu trinken. Und Krawalle gab es hier kaum. Überfälle auch nicht (Wer überfällt schon freiwillig die Stammkneipe der Wache?). Er schritt die Länge des Raumes ab um sich die Zeit zu vertreiben und zündete sich eine Zigarre an. "Holzapfel's Lange Dicke" waren zwar nicht die besten Zigarren, aber Galenit fand, das verleiht Ihm ein gewisses Immitsch.
Hie und da schnappte er diverse Gesprächsfetzen auf: "...und ich sage euch, die Beweislast ist erdrückend!..." ; "...als wenn DU nicht auch schonmal bei der Autopsie etwas in der Leiche vergessen hättest..." ; ...Und ihre Brüste waren..."
Plötzlich, als er gerade etwas sehr interessantes gehört hatte wurde er auf seine Kollegen aufmerksam, die sich um einen Tisch versammelt hatten und aufmerksam dem Gerede eines Mannes lauschten.
Laustark polterte er durch den raum zu dem offensichtlichen Sammelpunk des allgemeinen Interesses.
"Was Ihr alle hier treibt? Ich gedacht wir hier sein um zu schmeissen den Laden? Und wer dieser Mann hier? Er etwa...." Galenit kribbelte es schon in den streinernen Fingern. "...Ärger gemacht hat?" Dabei bließ er dem man eine stinkende, muffige Zigarrenqualm-Wolke ins Gesicht. Muskeln wie melonensäcke strafften sich.
"Nein Galenit, alles in Ordnung!" sagte Arwan, die den sich anbahnenden Ärger schon vor sich gesehen hatte. "Dieser Mann hat vielleicht wichtige Informationen zum Verbleib von unserm Herrn Käse! Lass Ihn aussprechen..."
Der mann der sich schon in kleinen Stückchen im ganzen Raum verteilt gesehen hatte, atmete erleichtert auf und murmelte etwas unverständliches.
"Also, hab Käse gesehen, wie gesagt. Die Drei Gestalten die bei Ihm waren schienen nicht gerade gute Freunde von Ihm zu sein. Ziemliche Schläger-Visagen, wenn Ihr mir diese Bemerkung gestattet... Der übelste Abschaum. Würde mich nicht wundern, wenn die sich sogar mit Trol..." Der Mann machte eine kurze Pause und starrte Galenit an, der im Mundwinkel auf seiner Zigarre rumkaute und mit glasigen Augen und, wie er fand, völlig leerem Blick an seinen Lippen hing.
"Also? was wir nun machen wollen? Wir jemanden losschicken der bescheid sagen der Sonderkommision? Oder wir uns selber machen wollen auf die Suche?"
Galenit warf einen fragenden Blick in die Runde.

04.06.2005 14: 26

Doris von Zitti

Doris wippte aufgeregt auf ihrem Stuhl hin und her. Ein Zeuge, wie aufregend!
"Ich würde sagen, einer von uns geht zu hatscha und sagt ihr bescheid, jemand bleibt hier bei dem Mann und der Rest macht weiter." "Ich bleib hier." meinte Arwan. "Gut, und wer geht zu hatscha?", Doris sah hinaus in den Regen. Wie es aussah, würden sich schon des Regens wegen viele davor drücken hinauszugehen. "Galenit, ich würde sagen, du gehst.", sagte Doris. Galenit lächelte kläglich und machte sich auf den Weg.
Alle machten sich wieder an die Arbeit, außer Arwan, die weiter begeistert dem Mann lauschte und eifrig notierte, was er von sich gab. Der Hund von Hjolf knurrte manchmal in Richtung Tür, aber das fiel keinem so richtig auf, weil alle in ihre Arbeit und nebenbei in ein Gespräch vertieft waren.
"Mensch, was würde hatscha sagen, wenn wir Hernn Käse allein wiederfinden würden?", fragte sich Gilieh L'efuét und ihre Augen begannen zu leuchten. "Nein, das geht doch nicht! Da ist doch schon eine andere Abteilung dran! Das dürfen wir nicht!" protestierte Eulalia. "Na wir werden sehen..", lenkte Gilieh ein...

05.06.2005 14: 41

Hjolf Hødsøn

"Was hast du, Søren?", fragte Hjølf. "Musst du Gassi?"
Søren knurrte.
"Na dann nicht!War ja nur ne Frage..."
"Wau"
"Gans recht, Søren!"
"vielleischt ischt er ja scho ein Wunderhund, der dir schagen will, dasch tschehn kilometer weiter eine alte Frau mit einem Grünen Kleid von 3 Maschkierten Banditen auschgeraubt wird,hahahaha...", fachsimpelte ein nicht geringfügig betrunkener Thresengast und widmete sich weiter seinem Bier.
Hjølf säufzte.


Währenddessen begnannen die Augen des Mannes am Tisch sonderbar zu Glänzen. Er wandte sich an Eulalia und sagte:
"ich glaube, ich bin ziemlich durstig:"
Eulalia überlegte und sagte: "Okay, Ich glaube, wir könnten alle ein Schlückchen vertragen. Ich hole etwas zu trinken, und dann sagen sie uns erstmal wie sie heissen."
Kurze zeit später hörte man in der Spülküche ein allgemein fröhliches Klimpern und ein lautes : "Prost!"





05.06.2005 16: 10

Galenit

Galenit schlurfte bedächtig vom Eimer zurück zum Wachhaus an der Kröselstraße. Seine langen steinenen Arme schliffen mit einem monotonen, rythmischen 'Plock-Plock-Plock" über die nassen Pflastersteine.
Es zischte jedesmal, wenn ein Regentropfen auf Galenits Zigarre landete und ein Teil der Glut erlischte.
Natürlich, 'Eine Undankbare Aufgabe? Schickt den Troll!; Es regnet in Strömen? Schickt den Troll!', dass war immer so.
"Das Speziezismus sein... Ich mich sollte beschweren bei Liga gegen Verunglimpfung von Siziliumleben..." murmelte der Troll als er das Wachhaus schon sehen konnte.
Er hoffte, dass Hatscha da war. Schließlich war es schon etwas später und viele Wächter hatten schon Feierabend.
Er zwängte sich durch die Eingangstür des Wachhauses und grüßte die beiden müdenWächter, die um diese Zeit den Tresendienst aufgedrückt bekommen hatten.
Vorsichtig, aber trotzdem ziemlich geräuschvoll, polterte er die Treppe zu Hatschas Büro hinauf.
Er schien Glück zu haben. Es brannte noch Licht.
Leise klopfte er an. "Ich dies bin, Ma'am! Wächter Galenit!"
Er hörte, wie etwas, scheinbar eine Kaffeetasse, herunterfiel.
Ein Niesen war zu hören, gefolgt von einem mürrischen "Kommen Sie rein..."
Galenit öffnete langsam die Tür, er hatte schon schlechte Erfahrungen diesbezüglich gemacht, deswegen ließ er äusserste Vorsicht walten.
Hatscha schneuzte in ein Taschentuch.
Galenit wusste allmählich, was es mit dem Phänomen 'Schnupfen' auf sich hatte. Wenn es zum Zeitpunkt, als es Ihm erklärt wurde, nur ein wenig kälter gewesen wäre, hätte er vermutlich lachen müssen. Schließlich hatte seine Ausbilderin einen sehr passenden Namen.
Aber da dem nicht so war, dachte er sich auch nicht dabei, als er salutierte und wartete, dass Sie damit fertig war, Ihre Nase zu putzen.
"Also, Galenit? Was gibt es? Waren Sie nicht eigentlich zum Dienst im Eimer eingeteilt worden?" murmelte Sie. Scheinbar saß Sie noch an irgendwelchen Akten, die es zu bearbeiten gab. Galenit war froh, das er nicht solcherlei Arbeit erledigen musste. Nun, wahrscheinlich hätte er es sowieso nicht verstanden, ein komplexes Ablage-System zu durchschauen und den Papierkram zu sortieren.
"Es um Herrn Käse geht, Ma'am! Wir wahrscheinlich haben Zeugen, der machen kann Aussage über sein Verschwinden!" sprach Galenit aus dem Mundwinkel.
"Soso.. Nun, dann erzählen Sie schon." sagte Hatscha mit aufkeimendem Interesse. "Ach und Galenit?"
"Ja, Ma'am?" fragte der Troll unsicher.
"Machen Sie hier drin bitte diese stinkende Zigarre aus. Meine Augen beginnen schon zu tränen!"
"Natürlich Ma'am!" sagte er, sog die Zigarre in seinen Mund, kaute darauf herum und schluckte sie schließlich mit einem leisen Zischen herunter. "Das erledigt ist, Ma'am! Ich nun kann beginnen mit meinem Rapport?"
Hatscha starrte Galenit an. "Sie schlucken einfach... Aber tut das nicht... Na schön, na schön! Fangen Sie an!"
Und Galenit erzählte es Ihr...

05.06.2005 17: 28

Eulalia Wieselig

Während Galenit zu Hatscha geschickt worden war um ihr Bericht zu erstatten,hatte Eulalia dem Mann ein Bier gezapft (und sich selber auch noch ein Schlückchen gegönnt hatte) und an den Tisch gebracht an dem auch noch immer neugierig Arwan stand und sich sichtlich auf die Ausführungen des Mannes freute und hoffte mehr zu erfahren.
Eulalia ging es genauso, ihre Augen glänzten und sie schien besonders gut gelaunt. Sie stellte den vollen Humpen vor dem Mann ab und sagte dann: "Na dann erzählen sie mal."
Man merkte regelrecht wie um den Tisch herum eine Aura der Aufmerksamkeit entstand. In den hinteren Ecke unterhielten sich zwar noch die Wächter, schienen aber keineswegs so aufmerksam wie die Rekruten die sich unauffällig näherten um ebenfalls etwas mitzubekommen.
Der Mann schien die Aufmerksamkeit zu genießen und hob das Bier gemütlich an...roch daran, seufzte zufrieden und nippte kurz.
"Verdammt nun erzählen sie schon,"entfuhr es Doris, die sich ebenfalls wieder an den Tisch geschoben hatte.
Hjolf, Shimrod und Gilieh standen ebenfalls nahe und sogar Sören schien seine Ohren aufgestellt zu haben um besser zu hören.
Bei Doris lauten Worten war der Mann nochmal zusammengezuckt und musste erst einen Hustenkrampf beruhigen, da er sich verschluckt hatte.
Als er jedoch die durchdringenden Blick der Versammelten spürte räusperte er sich endlich und sprach dann: "Ja also...mein name ist Tem Vino. Äh...ja."
Das Starren hörte auch weiterhin nicht auf, so das Tem nach noch einem Räusper voll Unbehagen fortfuhr: "Naja und wie gesagt hab ihn erst vor kurzem, vielleicht ner halben bis dreiviertelstunde gesehen mit diesen drei Kerlen. 'N bisschen gewundert hab ich mich schon, dass er nicht hier in seiner Kneipe ist, aber Herr Käse, dachte ich mir, der weiß bestimmt was er tut. Sorgt für Vertretung, genau. Und ihr seid ja auch hier."
Er wagte es von dem Humpen aufzusehen, den er bis dahin die ganze Zeit fixiert hatte. Die Wächter um ihn herum sahen ihn zwar noch an, wirkten aber nachdenklicher.
Hjolf war es der die Stille brach als er fragte: "Und WO haben sie Herrn Käse gesehen?"
Tem dachte kurz nach und dachte sehnsüchtig über eine Zukunft nach in der er geschwiegen und sich seinem Bier gewidmet hatte. Sollten Wächter allesamt so neugierig sein, musste sich die Stadt in Acht nehmen.
"Hm...in der Nähe der Messingbrücke war das...glaub ich. Bin mir nich ganz sicher. Müsste aber...und jetzt...jetzt will ich gern in Ruhe mein Bier leeren wenn die Herren und Damen nichts dagegen haben,"brummelte Tem nur noch.
Erschrocken sah Gilieh die anderen an:"An der Messingbrücke?Wollen sie den armen Herrn Käse etwa in den Ankh werfen?"
Noch halb in Gedanken versunken entgegenete Arwan:"Dann dürften wir unbesorgt sein, denn Herr Käse kann dann selber über den Ankh zurücklaufen und uns alles berichten."

Die Rekruten sahen sich an. Irgendetwas war faul an der Geschichte, oder verheimlichte dieser Tem Vino ihnen sogar etwas? Was würde Galenit ihnen mitteilen sobald er von Hatscha zurückkam. Immer mehr Fragen tauchten auf.

06.06.2005 15: 22

Hatscha al Nasa

Nachdem Galenit geendet hatte, überlegte Hatscha kurz. Hm, RUM wird wohl den Fall bekommen haben, vielleicht auch FROG. Aber wer weiß, vielleicht kann ich es mit Rekruten schaffen, den Fall zu lösen... Aber ich sollte doch nicht mein Aufgabengebiet verlassen. Wir müssen doch den Betrieb am Laufen halten. Dumme Vorschriften.
Schließlich sagte sie zu dem Troll, der geduldig an der Bürowand lehnte, die beängstigend knarrte. "Ich werde mal mitkommen und mir das ganze ansehen. Ich hätte euch eh nicht so lange allein lassen dürfen. Mal sehen, vielleicht kommen ja noch so ein paar Zeugen daher."
"Das in Ordnung ist, Mä'äm", antwortete Galenit und entfernte sich von der Wand, die, wie es schien, erleichtert in ihre ursprüngliche Form zurückkehrte.
"Gut, dann lass uns in den Eimer gehen und sehen, was die anderen noch so rausgefunden haben." Mit einem Nieser, von dem sie gehofft hatte, dass er nicht mehr käme, verließen die beiden das Wachhaus.

***Am Morgen des selben Tages, sprich, ein paar Stunden zuvor***
Am Wachetresen träumte Karri verschlafen vor sich hin. Plötzlich wurde sie aber von einer nicht allzu leisen Stimme aus ihren Träumen gerissen.
"Ich wollte eine Anzeige erstatten." Karri sah auf und erkannte einen Mann in Uniform. Sie salutierte, als sie die Streifen auf seiner Schulter sah, die ihn als Gefreiten auszeichneten. Allerdings wusste sie nicht, wer es war.
"Und was willst du so früh am Morgen anzeigen?" fragte sie.
"Ich habe gestern Nacht beobachtet, wie drei Herren Herrn Käse wohl entführt haben. Jedenfalls lässt er den Eimer sonst nie leer und nicht abgeschlossen zurück, und genau das war er."
"Klingt interessant. Kannst du dieses Formular ausfüllen? Ich leite es dann an die zugehörige Abteilung weiter."
Der Gefreite kritzelte alles wichtige auf das Blatt Papier und ging dann.
"Schönen Tag noch", murmelte die Zwergin und sah sich den Zettel an. Dann zuckte sie mit den Schultern und legte ihn in die Ablage "zu bearbeiten".

06.06.2005 22: 14

Galenit

Galenit eskortierte seine Ausbilderin durch den Regen, der sich immer noch hartnäckig weigerte aufzuhören, zurück zum Eimer. (Der Regen hätte sowieso keine Chance den hartnäckigen morporkianischen Schmutz von der Strasse zu spülen. Aber er gab nicht auf, DASS musste man ihm lassen...)
Er hielt seine riesige Hand über Hatschas Kopf, damit Sie nicht allzu nass wurde. Diese hatte sich zwar ein Regen-Cape übergestreift, aber Galenit fand, ein Troll sollte immer höflich zu Frauen sein, auch wenn es nur Menschen waren...
"Danke Galenit..." sagte Hatscha, während Sie versuchte mit dem Troll Schritt zu halten.
"Das nicht sein Rede wert, Mä'äm. Du sowieso schon genug tropfst aus deiner Nase, ich mir denken: 'Dann du besser schützt Frau vor noch mehr nassem Unh... Unver... vor Nässe!'
Sie gelangten, durch den grauen Vorhang des stätig niedergehenden Regenschleiers zum Eimer, aus dem die Geräusche der mehr oder minder betrunkenen Gäste zu hören waren.
Galenit ging vorraus und öffnete die Tür.
Als er das Lokal betrat straffte er seine Haltung und donnerte, wie nur ein Troll es konnte: "Rekruten! Ihr Haltung annehmen! Hier eure Ausbilderin kommen... Es Lance-Korporal Hatscha al Nasa sein. Ihr jetzt hören Ihr zu gefälligst!"
Galenit grinste Hatscha an, als Sie eintrat und die Augen verdrehte.
"Schon gut. Wir brauchen nicht so förmlich zu sein, Rekrut..." seufzte sie. "Also? Wer ist nun dieser Augenzeuge, von dem mir Galenit erzählt hat?"
Die anderen, die sich um den Tisch postiert hatten, und nach einem gehörigen Schrecken den ihnen das Gebrüll des Trolls zugefügt hatte nun entspannten, machten Platz und gaben die Sicht auf Tem Vino frei.
Dieser rutschte unruhig auf seinem Stuhl hin und her und krallte sich an seinem Bierkrug fest, als könne dieser Ihm einem Schild gleich, einen gewissen Schutz gewähren.
"Ich sehe schon..." gab Hatscha von sich. "Haben wir auch einen Namen, Herr...?"
"Vino..." Und mit einem Ausdruck im Gesicht, als hätte er etwas wichtiges vergessen, fügte er eilig hinzu: "...Frau Wachtmeisterin...Ähähä..."

06.06.2005 23: 06

Hjolf Hødsøn

Kurze Zeit bevor Galenit und Hatscha den Eimer betraten passierten einige dinge.

Zum einen blickte Søren wieder zur Kneipentür und knurrte, und zum anderen machte der betrunkene Thresengast die Erfahrung, dass man nicht gleichzeitig Bier trinken und Niesen sollte.
Er lernte daraus und sollte es künftig nie wieder tun.
Es sah recht spektakulär aus und hörte sich genauso an.
"Alscho dasch ischt mir ja noch nie paschiert", behauptete der Mann und wischte sich etwas Bierschaum aus dem Gesicht. "Wenn isch nüschterner schein würde, wär mir dasch schischer peinlisch, ahahaHAAAATTTTSCHI!...scho ein Mischt aber auch. Meine Uniform ischt ja gansch nasch..."

Hjølf starrte den Mann entgeistert an und war sich nicht sicher wie er reagieren sollte. Auf seiner Heimatisel legte man Betrunkene Lute einfach unter den Tisch und Hängte ihnen einen Zettel mit ihrer Adresse und einer detaillierten Wegbeschreibung um den Hals. Aber Hjølf war von der vom geschehenen so fasziniert dass er dem gast einfach Nachschänkte.
"Wø hast du dich denn sø erkältet?", fragte er den Mann höflich und hoffte dass er die Antwort verstehen konnte.
"Isch wurde....isch wuuuurde...", der Mann nah einen tiefen Zug aus seinem Humpenund zeigte mit seinem Arm auf irgendeinen beliebigen Punkt in der Kneipe. "Isch wurde wie geschagt im Rinnstein wasch heute Morgen!", verkündete er.
Søren knurrte wieder in richtung Tür.
"Alscho, wenn esch nischt die Alte frau war, dann wette isch tschehn Ankh-Morpork Dollar, dasch dein Hund disch auf ein fetschen stoff, der augenscheinlisch harmlosch ischt, aber letschtendlisch ein wischtigesch Inditsch ischt und im Türrahmen hängt Aufmerkscham machen will. Isch erkenne einen Wunderhund wenn isch ihn schehe"
Er widmete sich wieder seinem Bier und Hjolf sah Genauer zur Tür.
Ein Stück Stoff war dort nicht, aer etwas blitze hin nd wieder im Schein der Lampen auf und sicherlich Bellte Søren das Blinken an. Zuhause hatte er immer Glühwürmchen gefangen...
Hjølf gingzum Tisch neben der Tür und Griff unter den Tisch. Es war Tatsächlich ein Stück Schwater Stoff...allerdings mit einer Metallenen Anstecknadel in Form eines "M" Und neben der Tür ein einzelner kleiner Blutfleck.
"Hmmm...", machte Hjolf.

Als die Tür aufging und Galenit zur Tür herreinkam und rief: "Rekruten! Ihr Haltung annehmen! Hier eure Ausbilderin kommen... Es Lance-Korporal Hatscha al Nasa sein. Ihr jetzt hören Ihr zu gefälligst!", machte ein mann an der Theke die erfahrung dass man nicht gleichzeitig Bier trinken und sich erschrecken sollte ...

07.06.2005 0: 00

Gilieh L'efuét

Hjolf betrachtete die Anstecknadel genau, zückte ein Taschentuch und nahm sie vorsichtig damit in die Hand um keine Spuren zu verwischen. Er streichelte Søren und murmelte ein leises "Gut gemacht". Mit der Anstecknadel in der Hand ging er wieder zu dem betrunkenen Gast.
"Isch habe dosch gesagt, dasch du einen Wunderhund hascht.", lallte der Mann und rülpste kräftig.
"Verscheihung!", murmelte er.

Nachdem Hatscha mit Galenit hereingekommen war, und der Gast vor Schreck das Bier über den ganzen Tisch spuckte, ging Hjolf kopfschüttelnd zu der Gruppe rüber. Hatscha fragte den Zeugen gerade nach seinem Namen.
"Vino..." Und mit einem Ausdruck im Gesicht, als hätte er etwas wichtiges vergessen, fügte er eilig hinzu: "...Frau Wachtmeisterin...Ähähä..."
"Gut, Herr Vino..", begann Hatscha. "Sie haben also Herrn Käse vor einer halben Stunde noch an der Messingbrücke zusammen mit drei Männern gesehen. Ist Ihnen noch etwas besonderes aufgefallen? Haben Sie die Männer erkannt?" Hatscha schnäuzte in ein Taschentuch.
"Habe nichts auffälliges erkennen können, außer dass Herr Käse ein wenig abwesend wirkte. Mehr kann ich nicht sagen. War's das? Kann ich jetzt mein Bier weiter trinken?", fragte er genervt.
"Nicht so schnell...", sagte Hatscha und wollte gerade weiter reden, als sie von Hjolf unterbrochen wurde.
"Ähm Mä'äm, Entschuldigung, aber ich habe hier etwas gefunden, was wichtig sein könnte." Hjolf legte das Taschentuch mit der Anstecknadel vor Hatscha auf den Tisch. "Ich habe das dort drüben unter dem Tisch gefunden. Außerdem ist dort noch ein kleiner Blutfleck."
Søren knurrte.
"Ok, Søren hat das entdeckt. Also genau genommen hat er mich darauf aufmerksam gemacht." Hjolf zeigte auf den schlafenden Gast. Søren knurrte erneut. Hjolf blickte verlegen weg.

Hatscha nahm die Anstecknadel vorsichtig in die Hand.
"Danke Hjolf.", sagte sie. "Das ist eindeutig ein Indiz. Wir sollten außerdem das Blut untersuchen lassen. Vielleicht gibt es uns einen neuen Hinweis."
"Was könnte das "M" bedeuten?", fragte Gilieh und blickte durch ihre dicken Brillengläser auf die Anstecknadel in Hatschas Hand.
Sie blickte die anderen fragend an. Arwan zuckte ahnungslos mit den Schultern. Niemand von ihnen sah, wie sich Tem schuldbewusst auf die Lippe biss und schnell wieder an seinem Bier nippte.
Hatscha sah hinüber zur Tür, an der der Blutfleck war und dann wieder zu den anderen.
"Das herauszufinden wird unsere Aufgabe sein.", sagte sie und blickte misstrauisch zu Tem.


07.06.2005 20: 13

Doris von Zitti

"Jaaa, wofür steht das 'M'? Mal überlegen...", sagte Doris mehr zu sich selbst als zu den anderen. Sie fing, wie immer wenn sie nachdachte, sonor an zu brummen. "Vielleicht sollten wir mal schauen, ob wir nahe Bekannte von Herrn Käse finden." meinte Shimrod. "Die könnten uns bestimmt sagen, ob er jemanden kannte, der mit M beginnt oder so." "Wir sollten mal die Bar durchsuchen!", warf Gilieh ein. Gesagt, getan. alle suchten in der Bar überall nach Anhatspunkten. Sogar im Müll wurde nachgesehen. Dort fanden sich jedoch nur ein paar alte Bananenschalen.
Eulalia war inzwischen zurück zur Wache gegangen, um nachzusehen, ob in den Akten irgendetwas über Herrn Käse zu finden wäre.
Leider war die Bar erst kürzlich von Herrn Käse selbst einer Grundreinigung unterzogen worden, sodass die Wächter überhaupt nichts fanden.

***Inzwischen: Irgendwo in den Schatten, 19.30Uhr***


Herr Käse fand sich gefesselt auf einem Stuhl wieder. Er musste sich in einem gefliesten Raum befinden, da sein Atmen zurückhallte. Irgendwo in der Ecke tropfte es. "Schön, dass du auch endlich wach bist!", sagte eine Stimme aus dem Hintergrund. Käse erkannte sie als die des Anführers in seiner Bar wieder. "Dann kannst du uns sicherlich auch sagen, wo du ES versteckt hast." "ES? Was meinst du mit ES???". Käse hörte sein Herz bis zum Hals schlagen. Schweißtropfen perlten von seiner Strin und seinen Handflächen ab und er hörte, wie sie auf den Fliesen aufklatschten. "Du weißt ganz genau, wovon wir reden!" Käse wusste es, doch er durfte ihnen nicht zeigen, dass er wusste, dass sie von dem redetetn, was er in einer falltür unter seiner mülltonne versteckt hielt. "Dann werden wir es eben aus dir herausprügeln müssen...". Käse sah die Faust kommen und dann wurde es schwarz um ihn herum....


09.06.2005 15: 39

Eulalia Wieselig

Das Treiben in der Kneipe hatte hektische Ausmaße angenommen. Hatscha begutachtete die Anstecknadel kritisch als sei sie etwas gefährliches, das jeden moment in ihre Hand beißen könnte. So schien sie erst gar nicht mitzubekommen, dass die Rekruten um sie herum übereifrig damit begonnen hatten, den Eimer auf den Kopf zu stellen in der Hoffnung einen Hinweis für das "M" zu finden. Eulalia wollte gerade nach draussen eilen, als Hatscha aufblickte und sir scharf fragte: "Rekrutin Wieselig wo denken sie, dass sie hingehen?" Wie angewurzelt blieb Eulalia stehen und ihre Gesichtsfärbung wechselte beeindruckend schnell von rot zu dunkelrot. Sie salutierte und sprach stockend:" Verzeihung Ma'am. Ich wollte ins Wachhaus, die Akten...vielleicht steht etwas interessantes über Herrn Käse, dass uns helfen kann."
Hatscha packte gemächlich ein Taschentuch aus und schneuzte sich. Eulalia wurde immer nervöser.
"Soso, das dachten sie also. Nun Rekrutin, nehmen sie zur Kenntnis, dass solange ich hier bin, sie gefälligst zu fragen haben,wenn sie einfach so woanders hingehen wollen."
Eulalia nickte und salutierte nochmal:"Ja Ma'am!"
Hatscha nickte leicht und drehte die Anstecknadel abermals in ihrer Hand. Hjolf näherte sich Hatscha und räusperte sich: "Verzeihung Mä'äm. Ich finde es ist hier verdächtig ordentlich."
Ãœberrascht sah Hatscha Hjolf an und fragte: "Wie meinen sie das?"
Hjolf fuhr fort: "Nun, dafür das das hier eine Kneipe ist in der jeden Tag eine Menge Leute sind, ist es zu sauber. Jede Kneipe hat ein gewisses Maß an vorgegebenen Dreck und hier ist es...sauber wie ein abgenagter Hundeknochen,"bei der Bemerkung tätschelte er den Kopf seines Hundes der zustimmend brummte.
"Danke für dieses anschauliche Beispiel Rekrut Hodson,"dann wandte sie sich in den Raum und rief etwas lauter,"Alle Rekruten einmal zu mir."
Nach und nach sammelten sich gehorsam alle um Hatscha die ihre offene Hand mit der Anstecknadel in den kreis aus Rekruten hielt.
"Sehen sie sich diese Nadel nochmal genau an. Woran denken sie wenn sie dies sehen? Manchmal ist für unsere Arbeit auch ein gewisses Maß an Intuition gefragt, also hören sie nicht nur auf ihren kopf."
Der Kreis verengte sich als sich alle vorbeugten und auf das "M" starrten.
"M wie...Mine? Vielleicht ein problem bei den Zwergen?,"rätselte Arwan.
"Münzen?Vielleicht ein Schatz?,"schlug Shimrod vor.
"Ich denken an Schnapper,"grollte Galenit.
Diese Aussage verursachte ein verblüfftes Schweigen wie es nur Trolle und gelegentliche Steinschläge verursachen konnte.
"Rekrut Galenit, bitte erklären sie das,"bat Hatsche ruhig, anscheinend daran gewohnt womit man manchmal bei Trollen rechnen musste.
"Dies sehen aus für mich wie ein "W" und da ich denken musste an Würstchen von Schnapper."
Hatscha drehte die Anstecknadel in ihrer Handfläche. Natürlich, auf den Kopf gestellt war das "M" ein "W". Vielleicht hatte Galenit also gar nicht so unrecht. Es war eine kleine Chance, denn ansonsten hatten sie keine Hinweise bis auf...diesen Tem Vino, der immer noch sehr verdächtig war.
Zwei mögliche Spuren an zwei verschiedenen Orten. Hatscha lächelte. Sie könnte es schaffen diesen Fall zu lösen, das spürte sie. Nun hieß es also, zwei der Rekruten zu Schnapper zu schicken, damit die anderen den Betrieb aufrecht erhielten und sie sich auch nochmal Tem Vino vorknöpfen könnten.
Sie sah die Rekruten an. Doch wen sollte sie schicken?

09.06.2005 19: 28

Hjolf Hødsøn

Hatscha sah sich um. So langsam begann die sache spannend zu werden.
"Einer von euch muss zu FROG gehen und bescheid sagen, dass Herr Käse zusammen mit 3 Begleitern an der Messingbrücke gesehen wurde, damit sie ihre suche dorthin verlagern Können. Arwan, das machst du!" Arwan salutierte und verschwand mit einem "Ja, Määm!"
Hadscha war jetzt voll in ihrem Element.
"Eulalia Wieselig und Galenit. Ihr beiden werdet zum Hiergibtsallesplatz aufbrechen und euch mal bei Schnapper umhorchen. Vielleicht weiss er ja etwas, dass wir noch nicht wissen."
Eulalia Wieselig und Galenit salutierten ebenfalls und sagten wie aus einem Mund:"Ja Määm!"
"HATSCHI!!!"
"Gesundheit, Määm!" , riefen die rekruten.
Hatscha schniefte, putzte sich die Nase und sagte: "Das äh...war nich nicht!"
Es nieste erneut an der Theke.
"Oh," sagte Hølf "das ist ein erkälteter rekrut. Er ist heut Morgen irgendwo im Rinnstein aufgewacht. Ich befürchte, er ist sehr betrunken."
"Ach?" liess sich Hatscha vernehmen. "Na so ein zufall. Denn gerade het morgen kam ein völlig nasser Wächter und erzählte, dass er gestern gesehen hat wie Herr Käse entführt wurde. ich bin gespannt, was er zu erzählen hat. Das macht du, Shimrod. frag ihn gezieltz nach gestern abend."
"Ja Määm!"
Hatscha wandte sich an Hjølf. "Und du wirst mir jetzt mal beweisen, ob du in sachen Befragung schon etwas gelernt hat, denn du wirst in meinem beiein unseren Zeugen hier befragen!"
Sie schaute kurz zu tem, und ihr Blick saagte nichts gutes... nichts gutes, wenn man Tem Vino war....
Hjølf räusperte sich kurz. "Määm? Kann Søren nicht Eulalia und Galenit beglei5ten? wenn schnapper etwas damit zu tun hat, wird er es sicher riechen. Und etwas bewegung wird ihm sicher gut tun."
"Wau!", bekräftigte Søren.
"Die idee ist sicher garnichtmal so schlecht.Hört er denn auch auf Eulalia und Galenit?"
Sie sah zu Sören. Der rieb sich grad an Eulalias Bein und liess sich Kraulen.
"Ja Määm. Er ist lieb. Man muss nur Aufpassen dass er keine Gnome frisst."
"Haha!" Sagte ein Wächter vom Nebentisch. Er war ein Gnom und hatte den letzten Satz mitgehört.
"Okay ," sagte Hatscha. "So machen wirs!"
Die wächter salutierten.
"HATSCHI!"
Alle sahen zur Bar.
"Diesmal war ichs.", sagte Hatscha
Von der Theke her rief ein völlig betrunkener Zeuge, der noch nichts von seinem Glück wusste: "He, äh...Bedienung...Isch wüüüürde ja gerne noch einsch von dieschen leckeren Würschtschennnnn die ihr scheit neuschten habt. Diesche leischt Grüünlischennnnn...."
Hadscha lächelte und sagte:
"Ach ja, es könnte unter Umständen Schwierigkeiten der beonderen art geben... Eulalia und Galenit: vielleicht solltet ihr euch besonders auf Würstchen konzentrieren."


09.06.2005 20: 30

Galenit

Eulalia und Galenit salutierten abermals und verließen danach den Eimer in Richtung Hiergibtsalles-Platz.
Es hatte aufgehört zu regnen, und ein dicker Nebel breitete sich wie ein weißer, zäher Sirup über der Stadt aus.
"Du wissen musst, Eulalia, ich nicht immer war dummer Troll..." sagte Galenit, als sie Beide um eine Ecke bogen.
"Wie meinst du das?" fragte Eulalia.
"Nun, ich wissen, dass alle denken, >Ahhh... Er Troll sein. Alles klar. Er natürlich dumm sein muss wie... Stück von Torf!< Aber früher, in Bergen, ich war schlauer Troll. Ich eine Menge auf dem Kasten hatte, wie man hier sagen..."
"Soso..." murmelte Eulalia und zog fragend die Augenbraue hoch.
"Ja, damals ich auch habe verloren meine Fra..." Galenit wurde plötzlichh ganz still.
"Was hast du verloren?" Eulalia sah ihn fragend an.
"Es nicht weiter wichtig gewesen ist. Du es kannst vergessen... Wir jetzt erstmal Auftrag haben."
Sie gelangten schließlich auf Umwegen (der Nebel war wirklich sehr dick) zum Hiergibtsalles-Platz.
Es war spät, doch normalerweise waren um diese Zeit noch eine Menge Leute in den Strassen unterwegs. Potentielle Kunden für TMSIDR-Schnapper, um eins seiner "garantiert echten Schweinefleisch-Würstchen im Brötchen" loszuwerden.
Nun, durch den Nebel sah man vielerlei Gestalten über den Platz wandern, aber die vertrauten Rufe Schnappers waren nirgends zu vernehmen.
"Sehr seltsam, normalerweise ist das die zeit, wo er die meisten Würstchen verkauft. Die Leute sind nämlich jetzt meist sturzbesoffen..." grübelte Eulalia.
"Tjaaaaa... Er vielleicht hat keine mehr? Oder, er erst bekommt neue Lieferung Schweine?" brummte der Troll.
"Also wirklich... Als ob er wirklich Schweine..." Eulalia starrte in das Gesicht des Trolls. Es zeigten sich keine Anzeichen, dass er es ironisch gemeint hatte. "Ja... vielleicht... wenn du meinst..." seufzte Sie. Nun, er war eben ein Troll.
Aber was machen wir jetzt? Ich schlage vor, wir gehen wieder zurück!" raunte Eulalia und wandte sich zum gehen.
"Du warten, ich etwas hören... es klingen wie...Eine Ente???"

Durch den Dunst konnten die beiden Wächter vier Gestalten langsam näherkommen hören.
Das erste, was Sie hörten war ein 'Quak, Quak!", das zweite ein "Wird Zeit deine Ente zu füttern, Mann! ... Hups! Wär doch fast rausgefall'n... Hehe!" und das dritte "Welche Ente?"
Wie die vier Reiter einer kleinen Apokalypse kamen sie näher.
Wohl vier der interessantesten 'Personen' im weitesten Sinne, die Ankh-Morporks buntes Lokalkolorit zu bieten hatte. Henry Husten, der stinkende alte Ron, Arnold Seitwärts und der Entenmann...
Als Sie die beiden Wächter erkannten nahmen Sie gewohnt ihre typische bettelhaltung ein, und versuchten möglichst mitleiderregend auszusehen.
"Ihr vier zufällig habt Schnapper gesehen?" fragte Galenit.
"Mistundverflucht! Kaninchen! Mit riesigen schwarzen Löffeln! Spült Sie in den Abfluß, hab ich gesagt! Und stopft das Loch im Kahn! Jawohl!" brummelte Ron.
"Er meint, 'Schnapper ist bei einem Vetter in Pseudopolis. 'Ich-werde-noch-arm-wenn-ich-so-weitermache-Schnapper' glaubt er. Hilft Ihm wohl beim Aufbau eines neuen Geschäfts... oder so.." übersetzte der Entenmann.
"Habe... *röchel, hust*..Ihn auch...*Rotz wieder in die Nase zieht*...heute noch nicht gesehen..." spuckte Henry Husten und traf mit seinem Rotz einen Wetterhahn auf dem Dach eines angrenzenden Geschäfts, der daraufhin laut klirrte. (Vermutlich korrodierte er daraufhin 5-mal so schnell)
"Ja...Ups! Hehe... In letzetr Zeit selten...Hossa! Das war knapp!... gesehen den Typ! ...Hups!" gröhlte Arnold Seitwärts, während er versuchte, nicht im Rinnstein zu landen.
Vielen...ähhhm...Dank." sagte Eulalia Wieselig, und wandte sich abermals zum Gehen. "Schätze diese Fährte erweist sich als Reinfall, oder was meinst du?"
"Du wahjrscheinlich Recht hast. Ich mich auch momentan fühle..." Gaslenit warf den davonpolternden Gestalten einen Blick nach. "...als ob ich mich müsste waschen erstmal. Wir zurückgehen sollten zum Eimer."
Die beiden marschierten also, mit leeren Händen, und ohne Hinweise oder Anhaltspunkte zurück zum Eimer, während die Bettler sich derweil aufmachten, um an Ihrer gewohnten Stelle am Ankh, eine leckere Mahlzeit aus alten, gekochten Stiefeln zu sich zu nehmen.

10.06.2005 4: 11

Arwan

Es war eine höchst unangenehme Art des Aufwachens. Herr Käse konnte sich nicht bewegen, weil er vom Kopf bis Fuß gefesselt war, und ihn taten alle Körperteile weh. Er hörte stimmen:
"Du Idiot! Hast du überhaupt etwas in deinem dummen Kopf. Hast den keine Ahnung, wie man einen zum Reden bringt!? Merke es dir, wenn du einen foltern willst, solltest du ihn vorher nicht Kao schlagen. Wie soll er denn deine Fragen beantworten, wenn er ohnmächtig ist?!..."
"Aber Boss..."
"Halt die Klappe und höre zu! Und wenn du noch einmal einen Gefangenen schlägst ohne mich vorher um Erlaubnis zu fragen, wirst du denn Tag bereuen an dem du mich kennen
gelernt hast. Verstanden?"
"Ja, Boss. Aber ich glaube, er ist inzwischen wieder wach geworden."
"Da hast du aber Schwein gehabt.", der Mann im grauen Umhang und mit einer Augenkappe wandte sich an Herrn Käse, der zitternd auf dem Boden saß und wünschte, er wäre nicht aufgewacht.
"So, hör mir zu, Freundchen, entweder du erzählst uns sofort, wo du es versteckt hast oder... du wirst sehr, sehr lange leiden müssen."
"Was versteckt?", fragte Herr Käse unschuldig und schrie auf vor Schmerz.
"Es ist deine Wahl", erklärte der Boss.
"Aber ich schwöre, ich habe keine Ahnung wovon ihr re... Aaggh!"
Dem Gefangenen standen die Trennen in den Augen. Warum hat er ES bloß genommen, warum hat er ES versteckt??? Doch wenn er verrät, wo es ist, werden die Banditen ihn doch töten. Aber er könnte sie auf die falsche Spur führen. Das war seine einzige Chance.
Bestimmt sucht die Wache bereits nach mir, ich muss irgendwie Zeit gewinnen, dachte Herr Käse.
"Okay, okay, bitte nicht schlagen, ich erzähle alles."
"Ich warne dich, wenn du lügst wirst du es sehr bereuen."
"Ich habe es am Pseudopolisplatz versteck, hinter dem Wachhaus wachsen ein paar Bäume und ich habe ES neben einem Baum in die Erde eingegraben?"
"Was hinter dem Wachhaus, du willst uns bloß in die Falle locken!"
"Es ist die Wahrheit, ich schwöre..."
Der Bandenanführer musterte Herrn Käse misstraurig.
"Na gut. Ich glaube dir jetzt erst mal. Aber, wehe du hast gelogen! George! Nick! Ihr beide geht jetzt zu Pseudopolisplatz und sucht unter den Bäumen und wenn ihr es innerhalb einer halben Stunde nicht findet geht ihr zurück und dann, Käse, kannst du dir schon denken, was dich erwartet."

Überglücklich, dass sie den Auftrag endlich erledigt hatte, verließ Arwan das Wachhaus. Sie kannte sich in Ankh Morpork noch nicht so gut aus und bei dem Nebel war es für sie nicht leicht gewesen den Weg zum Wachhaus zu finden. (sie hatte sich etwa 20 mal verlaufen und bestimmt fragten sich die anderen Wächter bereits, wo sie steckte.) Aber nun hat sie die Nachricht schon überbracht und konnte zurückgehen. (ob sie den Rückweg wiederfindet).
Sie sah niemandem, weil man kaum etwas sehen konnte, aber plötzlich hörte sie Stimmen:
"Wenn wir den Schatz finden, George, warum sollten wir ihn unseren Boss bringen, warum behalten wir ihn nicht einfach!"
"Hey, es ist ne tolle Idee man, wir werden reich!"
Die zwei Männer liefen um das Wachhaus herum und Arwan folgte ihnen unauffällig.
"Hey man, was ist den das für 'n Ding? Hier gibt es ja ne ganze Menge von Bäumen, unter welchem sollen wir denn suchen."
"Verdammt, konnte sich der Typ nicht einen anderen Versteck einfallen lasen."
"Komm wir graben zuerst unter dem, mach ma hinne, wir haben nicht so viel Zeit."
Was, sie wollen graben? Hinter dem Wachhaus soll ein Schatz versteckt sein? Das ist ja ein Scherz, dachte Arwan und beobachte die zwei Gestallten mit großer Interesse.
"Nick, was ist den eigentlich mit Vino sitzt er immer noch in der Kneife."
Vino? Arwans Herz machte einen Sprung.
"Sitzt? Ich wette, er liegt schon längst unter dem Tisch."
"Ah, diese Dummkopf..."

Nach einer Stunde. Arwan stand immer noch, wie gebannt da, und hörte dem Gelaber zu.
"Dieser verdammter Käse, er hat uns bestimmt verarscht!"
"Unser Boss wird sicher ausrasten, er wollte doch, dass wir nach einer halben Stunde zurückgehen, wenn wir nichts finden. Vielleicht sollten wir jetzt lieber zurückkehren?"
"Nein, wir suchen weiter, Nick, wenn wir's finden sind wir stinkreich... ich gebe nicht auf!"
"Warte mal! Ich glaube jemand beobachtet uns. Guck mal dort, da steht doch jemand."
"Verdammt! Es ist bestimmt ein Wächter"
Arwan bewegte sich nicht. Was mache ich jetzt bloß, dachte sie. Sie durfte die Männer nicht entkommen lassen. Sie musste irgendwie rausfinden, wo Herr Käse war. Mit sicherem Schritt ging sie den Banditen entgegen.
"Hey, ihr, Nick! George! Ich soll euch vom Boss ausrichten, dass ihr sofort zurückkommen sollt! Er war voll sauer!"
"Vom Boss? Wer bist du überhaupt! Du bist doch ne Wächterin!"
"Ich heiße Maria. Ja, ihr habt recht, ich arbeite bei der Wache und dort verdiene ich 20 Ankh Morpork Dollar im Monat, glaubt ihr man kann damit leben. Kommt Jungs beeilt euch, es löhnt sich gar nicht mehr hier zu suchen, Käse hat euch wahrscheinlich reingelegt."
Die Verbrecher schauten Arwan misstraurig an.
"Okay, aber du kommst mit, Maria."
Arwan spürte, wie ihr heiß wurde.
"Natürlich komme ich mit." antwortete sie mit einem freundlichen Lächeln.
Gut, ich laufe mit ihnen bis zu dem Ort, wo Herr Käse gefangen gehalten wird und dann werde ich schon einen Weg finden um andere Wächter zu informieren, überlegte Arwan.



10.06.2005 15: 33

Doris von Zitti

Doris war im Eimer geblieben. Irgendwie war ihr die Situation unheimlich. Irgendwie war ihr nicht wohl dabei gewesen, Arwan alein losziehen zu sehen. Doch was, außer sie zu begleiten, hätte sie tun können? Sie beschäftigte sich damit, weiter im Eimer den Laden zu schmeißen, da ja alle anderweitig beschäftigt waren. Nebenbei warf sie ein Auge auf Tem Vino und sorgte dafür, dass er keinen Grund hatte, sich zu erheben, indem sie ihm immer wieder mit alkoholfreien getränken oder malzbier nachgoss. Doch der Eimer wurde immer voller, sodass sie immer mehr Gäste zu bedienen hatte und nicht mehr auf Tem achten konnte. Als dann endlich alle anderen Gäste fort waren, entdeckte sie, dass auch Tem fort war. Das Herz schlug ihr bis zum Hals, siw wusste nicht, was sie tun konnte. Hatscha war zurück zur wache gegangen um dort ihren pflichten nachzugehen.
Doris beschloss, den Eimer erstmal abzuschließen, da sowieso keine Gäste mehr da waren und lief zum wachhaus und u hatscha zurück um dort auf die anderen zu warten, die zu schnapper und so weiter gegangen waren.

*** Inzwischen wieder irgendwo in den schatten***

Käse saß nun schon eine ganze weile allein in dem dunklen raum. irgendwo in der ecke (er vermutete, dass es eine ecke war, sehen konnte er es nicht) klickte es beständig, dieses klicken machte ihn wahnsinnig, aber wahrscheinlich war das auch so beabsichtigt. auf einmal ging die tür auf und icht flutete den raum, sodass käse wieder nichts sah, aber diesmal, weil er geblendet wurde."Wir haben es zwar nicht gefunden, aber dafür haben wir das hier..." käse wusste zuerst nicht, wovon sie sprachen, doch dann rückte eine gestalt in seinen sichtkreis, die er irgendwo schonmal gesehen hatte, doch er konnte sich für den ersten moment nicht erinnern, wo. dann fiel es ihm wie schuppen von den augen: dies war arwan, die wächterin. er wollte sie gerade mit ihrem namen anreden, als er arwans flehentlichen blick sah, der sagte "verrat mich nicht, sie wissen nicht, wer ich bin". also sagte käse nichts. arwan wurde neben ihm auf einen stuhl bugsiert. wenigstens war er nun nicht mehr allein...

12.06.2005 18: 23

Arwan

Etwa vor einer viertel Stunde...
In Arwan stieg immer mehr Panik auf. Inzwischen gefiel es ihr überhaupt nicht, von zwei Kriminellen durch eine dunkele Gasse geführt werden, wo weit und breit keine Menschenseele zu sehen war. So war es nicht geplant! Sie hoffte irgendjemanden zu treffen, den sie einen Tipp geben könnte, dass er ihr nachlaufen soll und dann, wenn sie in irgendeinem Gebäude verschwindet, sollte dieser jemand zu Wache gehen und Hilfe holen. War es nicht ein genialer Plan? NEIN, war es nicht, sonst hätte es nämlich geklappt. Arwan konnte niemanden dazu bringen ihr unauffällig nachzulaufen, weil diese verdammte Gasse völlig leer war!
"Wir wussten gar nicht, dass unserer Boss Spitzel bei der Wache hat!", verkündete George.
"Tja, nun wisst ihr das", antwortete Arwan ruhig. Die Männer hielten sie nicht fest, das bedeutete, dass sie ihr glaubten.
Nun wenn wir vor einer Tür stehen, hinter der sich vermutlich Herr Käse befindet, könnte ich meine Messer benutzen, schließlich habe ich in jedem Ärmel einen und auf diese Weise werde ich schon mit den beiden fertig... ein Schlag von hinten... den niemand erwartet, zwei Schläge um genauer zu sagen, dachte Arwan. Und dann laufe ich zum Wachhaus (es ist ja nicht so weit von hier) und berichte, WO Herr Käse gefangen gehalten wird. Bestimmt werde ich dafür zum Gefreiten gefördert... nein, es wird bestimmt nicht klappen, es muss irgendetwas schief gehen, beim mir geht immer etwas schief.
Sie hatte recht, es ging wirklich schief. Plötzlich bogen die zwei Verbrecher nach links ab und, da Arwan den Wag nicht kannte, lief sie an dam geheimen Pfad vorbei.
"Hier lang!", rief Nick freundlich und plötzlich umklammerte er Arwan Hand so fest, dass sie aufschrie. "Augenblick mal, eigentlich solltest den Weg ja kennen!"
"Lass mich los! Weiß du, was der Boss mit dir anstellt, wenn er erfährt, wie du mich behandelst! Natürlich kenne ich denn Weg. Aber man kann bei den Nebel kaum etwas erkennen. Außer dem verlaufe ich mich andauern in dieser verdammten Stadt!"
Arwan spürte Nicks Hand um ihre Taille schließen.
"Tatsächlich? Du verläufst dich also? Dann sage uns mal, wie unser Boss überhaupt heißt! Oder leidest du vielleicht auch an Gedächtnisproblemen."
Arwan schwieg. Ihr wurde leicht schwindlich.
"Ich höre!" Der Griff wurde noch fester.
Arwan wusste, dass sie verloren hat. Verzweifelt zog sie mit der freien Hand, ein Messer und holte aus. George war jedoch schneller...
Nun... an das, was später geschah erinnerte sich Arwan nur schlecht. Sie wusste nur irgendwann in eine Zelle (oder vielleicht war es auch keine Zelle) geworfen sein. Dort befand sich noch jemand, denn Arwan als Herrn Käse erkannte... dann fiel die Tür zu und es wurde finster.


12.06.2005 22: 32

Hatscha al Nasa

Als Eulalia und Galenit schließlich zum Eimer zurückkehrten, fanden sie diesen verschlossen vor. Fragend schaute die Rekrutin ihren trolligen [1] Kollegen an. Der zuckte nur mit den Schultern.
"Wer denn bleiben wollte in Eimer?" fragte er.
"Doris, glaube ich", war die Antwort von Eulalia.
"Nun, sie vielleicht keine Lust mehr gehabt haben?"
"Glaube ich nicht. Aber so spät ist es doch gar nicht?"
"Vielleicht keine Kunden mehr da waren?" Der Troll sah sich in der Straße um.
"Nun, wird wohl so gewesen sein. Gehen wir zu Hatscha und sagen wir ihr bescheid. Der Plan mit Schnapper war wohl nichts."
Und so trotteten die beiden Rekruten los zur Kröselstraße.

Hatscha sah von ihren Unterlagen auf, als an ihre Bürotür geklopft wurde. "Ja?"
Zögernd öffnete sich die Tür und schließlich trat Doris von Zitti ein.
"Haaatschiee!" begrüßte die Ausbilderin sie. "'tschuldigung, das sollte ein Hallo sein."
"Äh, hallo", antwortete die Zwergin und salutierte.
"Solltest du nicht im Eimer sein?"
"Nun... es waren keine Kunden mehr dort und so dachte ich, ich sperre ab, es ist ja eh schon sehr spät."
"Du weißt, wie lang der Eimer normalerweise offen hat?" Hatscha sah sie fragend an. Doris wurde unsicher. Unter ihrem Bart begann sie zu schwitzen.
"Nun... aber wir haben jetzt kein normalerweise", versuchte sie sich zu retten.
"Hoffentlich sehen das die nächtlichen Besucher auch so." Die Ausbilderin seufzte und ordnete dann ein paar Blätter. Schließlich erhob sie sich. "Wenn sich noch keine Menge -" sie wurde von einem Klopfen unterbrochen. "Ja?"
Zwei weitere Rekruten, Galenit und Eulalia, traten ein und salutierten.
"Was wollt ihr denn? Solltet ihr nicht Schnapper suchen?"
"Ja, schon, aber uns wurde berichtet, dass er bei seinem Vetter in Pseudopolis ist", erklärte Eulalia. Galenit nickte.
"Oh. Na dann sollten wir umdenken."
Ein Jaulen drang an ihre Ohren, gefolgt von einem Kratzen. "Oh, ich glaube, wir vergessen haben Søren", meinte der Troll und öffnete die Tür. Herein kam der kleine Hund.
"Ah, da fällt mir ein, dass Hjølf im Aufenthaltsraum sitzt. Wir haben vorhin Tem Vino befragt. Holt ihn, also Hjølf, doch mal her." Hatscha sah ihre Rekrutenschar auffordernd an. Langsam setzten sie sich in Bewegung. Endlich hatte sie wieder Platz und vor allem Luft in ihrem Büro. Galenit wirkte doch sehr erdrückend.
Sie blickte noch einmal auf ihre Unterlagen und las sich ihre Notizen vom Verhör nochmal durch. Dann nickte sie und legte sie zur Seite. Wenn die Rekruten wieder da waren, würden sie mal zum Eimer zurückschauen und die dort wohl wartende Menge [2] besänftigen, bevor sie auf die Suche nach den anderen Rekruten gingen, die sich noch nicht gemeldet hatten. Wo waren eigentlich Gilieh und Shimrod?

14.06.2005 21: 17

Gilieh L'efuét

Als Doris den Eimer abschloss, gingen auch Gilieh und Shimrod. Ihre Wege trennten sich allerdings von Doris, als Gilieh ihre Brille verlor und Shimrod ihr beim Suchen half, was bei dem dichten Nebel nicht gerade einfach war. Doris war inzwischen vorausgegangen. Nachdem sie die Brille wiederfanden, setzten sie ihren Weg zur Wache fort.
"Du hast doch den Wächter befragt, den aus dem Rinnstein.", sagte Gilieh. "Was hat er dir erzählt?"
"Eigentlich nicht viel.", anwortete Shimrod, während er über einen Stein stolperte. "Er glaubt sich daran zu erinnern, dass er gestern Abend von Herrn Käse aus der Kneipe geschmissen wurde. Er war ziemlich betrunken und schlief, als er dachte oder träumte, wie er mir sagte, dass da plötzlich wieder mehr los war in der Kneipe. Aber wie gesagt, er glaubte, er würde träumen. Und dann fand er sich plötzlich im Rinnstein wieder. Er sah vier Gestalten sich vom Eimer entfernen und er glaubte noch, dass eine Person nicht selbst lief, sondern eher gezogen wurde. Er erinnerte sich, dass die Tür des Eimers aufstand. Er wunderte sich noch und schlief dann gleich wieder ein. Und dann hat er das heute morgen gemeldet." Shimrod beendete seinen Vortrag.
"Das ist ja nicht gerade viel.", gab Gilieh zu bedenken.

Die beiden hatten das Wachhaus inzwischen fast erreicht. Sie mussten nur noch um eine Ecke biegen. In diesem Moment stolperte Gilieh über jemanden, der am Boden lag. Sie schlug mit der linken Hand unglücklich auf dem Boden auf. Eine große Schürfwunde überzog die Handinnenfläche.
"Au! Verdammt!", fluchte sie. Sie rappelte sich hoch. "Was hat der denn hier zu suchen?"
"Alles ok?", fragte Shimrod besorgt.
"Ja, geht schon. Ist nur eine Schürfwunde. Brennt halt tierisch."

Gilieh und Shimrod betrachteten die Gestalt am Boden. Es war ein Mann, der offensichtlich bewusstlos war, nur aus welchem Grund, das wussten sie noch nicht.

"Ist er tot?", fragte Gilieh mit zitternder Stimme.
"Ach, der kommt bestimmt aus dem Eimer und ist stock besoffen."
"Also, ich kann mich nicht erinnern, den im Eimer gesehen zu haben.", entgegnete Gilieh. Shimrod sah sie fragend an.
"Dann lass uns mal nachsehen.", sagte er und beugte sich zu dem Mann herunter. Er legte zwei seiner Finger an den Hals des Mannes um seinen Puls zu fühlen.
"Oh....."
"Was, 'oh'?", fragte Gilieh ängstlich.
"Ich würde sagen, der ist tot.", antwortete Shimrod.

Gilieh sah ihn fassungslos an.
"Langsam wird es mir unheimlich. Erst verschwindet Herr Käse und dann finden wir eine Leiche. Und dieser verfluchte Nebel. Man, ich möchte endlich in mein Bett!"
"Tja, da musst du wohl noch warten. Wir müssen erst mal Bescheid sagen, dass hier mal die Spurensicherung nach dem Rechten sieht. Vielleicht ist er ja ermordet worden." Shimrod beugte sich weiter zu der Leiche hinunter um nach Alkohol zu riechen.
"Also, ich glaube, das kannst du dir sparen."
"Wieso?", fragt Shim.
"Deswegen." Gilieh zeigte auf einen großen Blutfleck, der langsam unter dem Leichnam zum Vorschein kam.

* irgendwo dort, wo auch Herr Käse und Arwan sind *

Der Mann im grauen Umhang und mit der Augenklappe kam wütend zur Tür herein. George und Nick waren inzwischen bei Herrn Käse und Arwan und hielten Wache. Der "Boss" wie er von George und Nick nur genannt wurde, wischte sich seine Hände an einem Taschentuch ab.
"Wer ist das?", fragte er wütend und zeigte auf Arwan.
"Sie beobachtete uns, als wir am Wachhaus waren. Sie behauptete, für dich zu arbeiten. Aber wie es aussieht, ist sie nur eine stinknormale Wächterin.", sagte Nick und grunzte verächtlich.
"Und, habt ihr 'ES' gefunden?", fragte der Boss unbeeindruckt der Tatsache, dass Arwan da saß.
"N...Nein.", stotterte George. "Er hat uns offensichtlich belogen."
"Schön, schön. Du weißt ja, was das heißt, oder?", fragte der Boss.
Herr Käse wurde ganz weiß im Gesicht. Ihm war klar, dass er jetzt nichts mehr zu lachen haben würde. Arwan brach inzwischen auch der blanke Schweiß aus. Sie wusste, sie hatte es vermasselt und saß jetzt genauso tief drin. Sie hoffte, dass sich alles irgendwie noch zum Guten wenden würde. Trotz ihrer ausweglosen Situation nahm sie all ihren Mut zusammen und fragte:
"Bitte, was ist denn 'ES'?"
Der Boss schritt zu ihr herüber und beugte sich zu ihr herunter. Sein Gesicht war ganz nah an ihrem und sein Mundgeruch brachte sie fast um den Verstand. Seine teilweisen mit Blut beschmierten Finger fuhren über ihre linke Wange.
"Schätzchen, sei nicht so neugierig. Das ist äußerst ungesund. Es wäre für dich besser gewesen, du hättest meine Leute nicht beobachtet. Jetzt wird es dir leider so ergehen, wie der armen Seele, der ich mit meinem Dolch das Leben ausgehaucht habe. Er war leider zur falschen Zeit am falschen Ort. Hat mich erkannt, weißt du. Hat gedroht, er würde sofort zur Wache rennen. Nun rennt er nicht mehr."
Der Boss lachte dreckig. Arwan schluckte und wünschte sich an einen anderen Ort.


15.06.2005 23: 43

Arwan

Sie war aber an diesem Ort! Hier und jetzt! Und sie konnte daran gar nichts ändern. Sie hatte überhaupt keinen Plan. Vielleicht auch besser so? Denn, wenn man einen Plan hat, kann dieser schief geht. Doch so bleibt einem wenigstens die Enttäuschung gespart. Warum hofft man überhaupt? Wenn man noch Hoffnung hat, versucht man alles richtig zu machen, um die Chancen, die man noch hat, auszunutzen. Man hat Angst etwas falsch zu machen. Man fühlt eine gewisse Verantwortung. Doch was ist, wenn man aufhört zu hoffen? Was ist wenn es keinen Ausweg mehr gibt? Man braucht sich nicht mehr zu fürchten etwas zu vermasselt, weil man bereit alles vermasselt hat. Nun wird die Sache viel einfacher, weil es keine Rolle mehr spielt, welche Entscheidung man trifft...
Arwan schätzte ihre jetzige Situation ein und kam zu dem Entschluss, dass es überhaupt keinen Sinn mehr hatte irgendwelche Pläne zu schmieden, es würde ihr nur Kopfschmerzen bereiten. Sie entspannte sich einwenig und erlaubte ihrem Mund, das zu sagen, was er gerne sagen wollte. Mit anderen Worten, sie antwortete ohne über die Koncequenzen nachzudenken.
"Wann hast du dich eigentlich das letzte mal gewaschen, du stinkst wie Sau!"
Oh ja, es tat weh... sie hatte nicht mal genügend Luft bekommen, um ordentlich aufzuschreien. Aber sie lebte noch, denn der "Boss", war viel zu wütend gewesen, um die Zeit damit zu verschwenden seinen Dolch rauszuholen, er schlug gleich mit dem Faust zu. Dann schritt er zu der auf dem Boden liegenden Arwan, nahm sie am Hals und schrie:
"Was hast du gesagt. Wiederholle es!"
"Tut mir Leid, wenn ich dich beleidigt habe, ich dachte, du würdest es wissen", sie glaubte selber nicht, dass Wörter wirklich aus ihrem Mund stammen. Doch gesagt ist gesagt! Der Mann wurde noch wütender, soweit es überhaupt möglich...

"Verdammte Mist!... Nein dich werde ich nicht töten, ich warte bis du aufwachst und dann... Es wird dir noch Leid tun, dass du geboren bist!!! Ich werde dich noch auf die Knie zwingen! Du wirst mich noch um Gnade bitten!" Der Bandenanführer war rot vor Zorn. Er ärgerte sich so sehr über die Wächterin, dass er über Herrn Käse völlig vergessen hatte...

Mit seinen Untertanen Nick und George verließ er die Kammer.

16.06.2005 19: 04

Galenit

Galenit erreichte als ersten den Aufenthaltsraum. Er zängte sich durch die, für Ihn, enge Tür, die vorwurfsvoll knarrte. "Diese Türen hier einfach nicht gemacht sind für größere Personen... Ich zum Beispiel eine dieser Personen sein!!" grummelte der Troll, als Hjolf, der scheinbar ein kleines Nickerchen gehalten hatte, ob des knarrens aufgeschreckt war und den Troll erschrocken ansah.
Hinter Ihm brandeten die übrigen Wächter auf eine massive Felsformation, in Form von Galenit, wie das Meer an herausragenden Felsen.
Doris schaffte es als erste sich an dem Troll vorbei zu zwängen.
"Hey Hjolf! Hatscha möchte dich in Ihrem Büro sehen." sagte Sie und versuchte Galenit mit einem leichten Stoß in die Seite dazu zu bringen einen Schritt von der Tür wegzugehen.
Sie bereute es sofort, als ihr Ellenbogen auf massiven Stein traf.
Galenit blickte mit überraschtem Blick zu Ihr hinab.
"Du etwas möchtest, Doris?" fragte er.
Diese rieb sich Ihren schmerzenden Arm. "Nein... Schon gut..."
Galenit lehnte sich derweil leicht an die gegenüberliegende Wand und legte einen grüblerischen Blick auf.
"Wisst Ihr... Mir da ein Gedanke schon länger durch den Kopf geht..."
Ungläubige Stille schloß sich an.
Galenit bemerkte die fragenden Blicke.
"Was Ihr denken? Ich nicht auch mal denken NACH? Ich sehrwohl machen mir meine Gedanken..." Dabei klopfte er energisch mit einem seiner steinernen Finger an seinen Kühlhelm, der mit leisem, monotonen Brummen, seinen Beitrag zur allgemeinen Geräuschkulisse lieferte.
"natürlich... Hat ja niemand etwas anderes behauptet." versuchte Eulalia den Troll zu beschwichtigen. "Also? Was denkst du?"
"Ich denken, es ungewöhnlich sein, dass Wächterin Arwan nicht längst zurück ist von FROG! Euch da nicht auch kommen vor.... seltsam?Es jetzt natürlich scheiß, ihr verzeihen mein klatschianisch, Situation sein, aber ich denken, ich werde machen mich auf den Weg Sie zu finden."
Und mit einem Zwinkern fügte er hinzu: "Wenn Lance-Korporal al Nasa machen viel Aufstand, weil ich einfach gegangen bin weg... Naja, dann ICH schon längst woanders sein."
Mit diesen Worten und ohne einen eventuellen Einwand seiner Kollegen abzuwarten, stampfte er aus dem Raum, hinaus aus dem Wachhaus und auf die Strasse.

Draussen verfluchte er schon seine Entscheidung. dachte er und seufzte leise.
Als er ein paar Meter gegangen war, zog er eine seiner Zigarren aus einem geschmackvollen Halfter an seiner Uniform und entzündete sie.
Als er lansam und bedächtig den vollmundigen Tabakrauch einsog überlegte er, wohin er sich als erstes wenden sollte.
Wahrscheinlich war es das beste zunächst bei der FROG-Zentrale anzufangen, dort zu fragen, ob Arwan Bericht erstattet hatte und dann eventuell nach Spuren eines eventuellen Verschwindens ausschau zu halten.
Ja! So würde er vorgehen. Galenit fand, er dachte bereits wie ein richtiger Polizist. Er stieß langsam den Qualm aus und verschwand polternd im Nebel. Nachher würde er vielleicht Ärger bekommen. Aber jetzt... Ja, JETZT war er auf dem Weg...

17.06.2005 0: 35

Gilieh L'efuét

Auf dem Weg zur FROG – Zentrale kam Galenit Shimrod entgegen. Er wäre in dem dichten Nebel beinahe gegen den riesigen Troll gerannt.
"Warum du so rennen?", fragte Galenit erstaunt.
"Wir müssen sofort zur Wache! Gilieh und ich sind über eine Leiche gestolpert. Also eigentlich ist sie drüber gestolpert, wenn ich es mir genau überlege." Shimrod rang erst einmal nach Luft.
"Eine Leiche? Wo ihr sie gefunden habt?"
"Nicht weit von hier, gleich um die Ecke sozusagen. Gilieh ist dort geblieben, immerhin kann sie Karate."
"Aber sie fast blind ist.", sagte Galenit.
Shimrod dachte einen Augenblick nach.
"Da hast du wohl recht...Wie dem auch sei. Ich bin losgegangen um jemandem Bescheid zu sagen. Es müssen doch Spuren gesichert werden. Wo wolltest du eigentlich hin.?"
"Ich auf dem Weg zur FROG-Zentrale sein. Arwan nämlich verschwunden ist. Sie dort Bericht erstatten wollte."
"Arwan ist verschwunden?" Shimrod war sichtlich entsetzt. "Das sind mir jetzt aber zu viele Zufälle. Ich komme mit dir zur FROG-Zentrale und dann gehen wir zu unser Ausbilderin. Ich habe kein gutes Gefühl."

Als Galenit und Shimrod die FROG-Zentrale wieder verließen, fühlten sie sich nicht besser. Arwan hatte dort Bericht erstattet und war dann gleich wieder gegangen. Das war jetzt ungefähr eine Stunde her. Die beiden Wächter machten sich unverzüglich auf den Weg zu LK al Nasa. Vor Hatschas Büro trafen sie auf die anderen Wächter, die im Aufenthaltsraum gewartet hatten.
"Shimrod, Galenit!", sagte Doris. "Da seid ihr ja. Wo ist Gilieh? Habt ihr Arwan gefunden?"
"Gilieh bei Leiche sein, die gefunden sie haben. Und Arwan verschwunden ist." Galenit zuckte mit den Schultern.
"Leiche?", fragte Eulalia. "Was für eine Leiche?"
"Eins nach dem anderen, ok?", sagte Shimrod. "Wir wollten gerade LK al Nasa Bescheid sagen. Aber wenn wir jetzt schon mal alle hier sind, können wir auch gemeinsam rein gehen. Wo ist eigentlich Hjolf?"
"Der ist schon drin.", antwortete Doris und zeigte auf die Bürotür.
"Na dann.", meinte Shim und klopfte an. Nach einem verniesten 'Herein' traten sie alle nacheinander in Hatschas Büro. Hjolf und Hatscha guckten nicht schlecht, als sich diese kleine Meute in das Büro drängelte. Hatscha seufzte.
"Was gibt es Rekruten?" Hatscha ahnte, was kommen würde und sagte schnell noch hinterher:
"Einer nach dem anderen bitte!"
"Wächterin L'efuet und ich haben auf dem Weg hierher eine Leiche gefunden. Ich wollte das melden, damit die Spurensicherung den Rest machen kann. Wächterin L'efuet befindet sich noch am Tatort. Unterwegs hierher habe ich dann Galenit getroffen und wir sind gemeinsam zu FROG um nach Wächterin Arwan zu fragen. Sie hat dort tatsächlich Bericht erstattet und ist dann gegangen. Leider ist sie bisher noch nicht aufgetaucht. Jetzt machen wir uns alle ein wenig Sorgen, Mä'äm." Shimrod beendete seinen Bericht.
Hatscha sah ihn besorgt an.
"Das sind wirklich keine guten Neuigkeiten! Das scheint mir doch alles kein Zufall zu sein. Wir müssen schnell was unternehmen. Ich befürchte, dass Wächterin Arwan in Lebensgefahr ist. Und ich habe das unbestimmte Gefühl, dass sie bei Herrn Käse ist. Außerdem müssen wir Wächterin L'efuet aus ihrer unangenehmen Situation befreien. Bei diesem Wetter bei einem Toten zu sein, ist nicht das Angenehmste was man sich vorstellen kann."
Sie nieste kräftig, dabei flogen einige Seiten einer Akte auf den Boden.
"Doris und Hjolf, sie gehen zu SUSI und berichten von dem Mord. Ähm, wo haben sie die Leiche gefunden?"
Shimrod erzählte ihr es.
"Gut. Sagen sie denen von SUSi, sie sollen jemanden dort hinschicken. Außerdem sollen sie Wächterin L'efuet hierher schicken. Eulalia und Shimrod, sie gehen zu FROG und berichten von den neusten Ereignissen. Die wissen schon, was zu tun ist. Galenit, sie kommen mit mir. Wir werden nach Spuren für Arwans Verschwinden suchen." Hatscha nieste erneut.
"Und noch etwas. Niemand tut irgendetwas, was ihn in Gefahr bringen könnte! Das ist ein Befehl. Missachtung wird bestraft, wenn derjenige denn noch am Leben ist." Sie guckte entschlossen in die Runde.
"Und nun hopp hopp!"


18.06.2005 22: 37

Arwan

Herr Käse hörte ein leises Stöhnen, aus der Richtung, wo sich Arwan befinden müsste (in der Dunkelheit konnte man das nicht genau erkennen).
"Arwan, bis du wach?"
"Äh, weiß nicht genau, wieso?"
"Wollte bloß wissen, ob du noch lebst..."
"Du, sag mal, was ist denn eigentlich passiert?"
"Na ja, du hast dich über seinen schlechten Geruch geäußert und er rastete aus."
"Ja? Okay er stank wirklich ziemlich übel, aber... habe ich meine Gedanken tatsächlich laut ausgesprochen."
"Oh ja, das hast du! Es war ganz schön mutig von dir"
"Mutig? Eher ziemlich dumm..." flüsterte Arwan, so dass sie sich nur selbst hören konnte. "Mir rutscht andauern etwas aus, was ich dann später bedaure. Diese Angewohnheit muss ich dringend los werden."
Und dann Laut: "Herr Käse, warum sind wir eigentlich hier?"
"Ich glaube du wolltest dich, als eine Freundin von ihrem Boss, oder wie sie ihn da nennen, verkaufen. Erinnerst du dich nicht mehr?"
"Nein... ich meine doch! Aber warum sind wir überhaupt hier. Zum Beispiel... warum bist du hier?"
"Wie ich? Als Wächterin weißt du es doch bestimmt. Ich wurde von den Kerlen verschleppt"
"Und WARUM?"
"Keine Ahnung"
"Ich bitte dich!"
"Aber ich weiß es wirklich nicht!"
"Ich will wissen, was du angestellt hast! Und in meiner jetzigen Lage habe ich auch das Recht es zu erfahren!"
"Hier liegt bestimmt ein Irrtum vor."
"Das kannst du jemanden anderen erzählen!", langsam verlor Arwan die Nerven. "Und was ist, verdammt noch mal, ES?"
"Ich w..."
"Bitte!! Ich weiß nicht was die Leute hier mit uns anstellen werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir hier je wieder raus kommen ist nicht sonderlich groß! Da will ich wenigstens wissen, warum das alles geschieht!"
"Okay, ich habe einen Sack mit Gold gefunden und da ich dachte, dass es niemandem gehört, hab ich es für mich genommen"
"Interessante Logik, vor allem weil in Ankh Morpork so viele Goldsäcke rum liegen, die niemandem gehören"
"Ja, schon gut, ich habe schon vermutet, dass der Sack jemandem gehört, aber seine Besitzer waren so sehr betrunken, ich dachte die würden nichts mitkriegen."
"Also du wusstest sogar, wem genau der Sack gehörte?"
"Na ja... schon... das Gold hatten die beiden aber mit Sicherheit irgendwo gestohlen und ich brauchte es ganz dringend, weil meine Tante krank geworden ist und ich musste zu ihr fahren, in der Zeit musste ich auch jemandem in meiner Kneife anstellen... Ich frage mich was nun aus meinem Geschäft wird... bestimmt bin ich nun pleite"
"Du hast Gluck, die Wache hat das Geschäft übernommen"
"Wirklich?", fragte Herr Käse erfreut.
"Ja, aber wenn sie wüssten, was du angestellt hast, hätten sie es bestimmt nicht getan"
"Aber du erzählst es doch nicht weiter, oder? Sonst werde ich vielleicht noch verhaftet"
"Das glaube ich kaum, dafür müsste uns die Wache erst mal finden und ich denke wirklich nicht, dass sie es schaffen"
"Sehr beruhigend"
"Zurück zum Thema. Bei dir saßen also zwei völlig betrunkene Kunden und du hattest bei ihnen ein Goldsack gesehen und den geklaut, hab ich recht?"
"Na ja... aber ich brauchte das G..."
"Ist schon gut, ich kann es ja verstehen. Aber das ist doch irgendwie eigenartig, zwei Diebe stehlen Gold und gehen dann mit diesem Gold in eine Kneife um zu saufen. Das ist doch nicht normal, so bescheuert ist doch keiner"
"Okay, eigentlich wollten sie nur Bier trinken aber... ich habe das Bier mit Wisky vermischt"
"Damit sie einschlafen und du das Gold stehlen kannst?"
"Meine Tante war sehr krank..."
"Das ist sie jetzt bestimmt immer noch"
"Ja, jetzt kann ich ihr aber beim besten Willen nicht mehr helfen"
"Tut mir Leid für dich, wird dir eine Lehre sein... fals du es überlebst. Okay und wo ist das Gold jetzt?"
"Unwichtig"
"Ja, da hast du recht. Du wirst mir aber trotzdem verraten, wo es ist"
"Schon gut, es liegt in meiner Kneipe in der Falltür unter der Mülltonne"
"Verdammt, wir hätten es beinahe gefunden"

25.06.2005 18: 04

Hatscha al Nasa

Als Hatscha und Galenit beim Eimer ankamen, trafen sie eine Menge auf, die Hatscha schon befürchtet hatte. "Gut, Rekrut, jetzt sind deine Fähigkeiten als Troll gefragt. Wir müssen in den Eimer." Galenit nickte.
"Du mich einfach machen lassen. Ich das schon schaffen." Und wie eine Lawine sich ihren Weg unaufhaltsam durch ein Dorf bahnt, so bewegte sich Galenit durch die Menschenmenge, die sich über die frühe Schließung des Eimers ärgerte. Anders als die Hütten bei einer Lawine konnten die Leute allerdings dem Troll ausweichen, wenn sie wollten. Es war keiner dabei, der es nicht wollte.
Kurz darauf standen Galenit und seine Ausbilderin vor dem Eimer. "Galenit, du musst jetzt die Leute noch von mir fern halten, nicht, dass sie den Laden einrennen, während ich die Tür aufsperre." Der Troll nickte.
"Wir hier haben Fall. Wir nicht können bewirten euch. Herr Käse nicht da sein. Aber ich gehört haben, dass es bei Herrn Wacholder geben gratis-Bier!", sagte der Rekrut zur Menge und schaffte es tatsächlich, dass sich die Leute verzogen.
Hatscha atmete durch. Das war also geschafft. "Gut gemacht, Galenit", sagte sie. Dann öffnete sie den Eimer und ging in den Schankraum, gefolgt von dem Troll.


Doris, Shimrod, Eulalia und Hjolf stapften durch Ankh-Morpork. Wieso waren die beiden Wachhäuser eigentlich so weit auseinander? Soren bellte fröhlich und lief immer wieder voraus. Naja, wenigstens mussten sich die zwei Gruppen erst im Wachhaus trennen. Zu viert machte so ein Spaziergang dann doch mehr Spaß.
Als sie am Pseudopolisplatz ankamen, verabschiedeten sie sich voneinander und Doris und Hjolf machten sich auf den Weg zu Humph MeckDwarf, dem Abteilungsleiter von SUSI. Der Hauptmann schickte, nachdem er den beiden Rekruten zugehört hatte, sofort zwei SUSI-Kollegen zur Leiche und entließ Doris und Hjolf. Irgendwie war der Auftrag langweilig gewesen. Was sollten sie jetzt tun? Hatscha und Galenit würden sie wohl nicht auf Anhieb finden.
"Sag mal, kann Soren Spuren lesen?", fragte Doris.
"Hm, es käme auf einen Versuch drauf an", erwiderte Hjolf und streichelte seinen Hund.
"Dann lass uns zu Hatscha gehen. Vielleicht können wir ja bei der Suche nach Arwan behilflich sein." Hjolf nickte.

27.06.2005 14: 03

Hjolf Hødsøn

Während Doris und Hjolf zum Eimer aufbrachen sah sich Galenit im Eimer um und meinte:"Es hier wirklich sein sehr sauber. Und es hier riechen wirklich sehr nach kleine gelbe dinger, die wachsen am Baum..."
"Zitronen?", fragte Hatscha.
"Das sein kann!", antwortete Galenit.
Hatscha sah sich um. Der Troll hatte recht. Normalerweise konnte man auf dem Kneipenboden genügsames Genmüse anbauen. Heute jedoch, könnte man sogar Gem+üse zubereiten, so sauber war es.
"Hm!", machte sie.


***

Arwan sah Herrn Käse listig an.
"Was hat deine Tante denn?" , wollte sie wissen.
"Sie...äh...also...sie hat diese spezielle Frauenkrankheit!", behauptete Herr Käse kühn.
"Welche denn? Im moment Grassiert ja die vergebliche Gudrun!", fachsimpelte Arwan.
"Genau. Die hat sie!", bestätigste Herr Käse.
"Ah.", machte Arwan.
"Ja, Und sie hat schon diese ähm...Flecken auf der Hand!"
"Diese Grünen?", wollte Arwan wissen.
"Genau!", meinte der Wirt und war froh aus der Sache heile herrauszukommen.
"Herr Käse?"
"Ja?"
"!Es gibt garkeine Krankheit namens Vergebliche Gudrun."
"Oh....", machte Herr Käse und sah verlegen zu boden. "Nicht?"
"Nein.", sagte Arwan.
"Na sowas. Das war nun aber listig von dir."
"Also, was suchen sie wirklich?", fragte Arwan entschlossen.
"Magst du Würstchen?" , fragte Herr Käse.
"Würstchen? Also die von Schnapper sicher nicht."
"Siehst du...", sagte Herr Käse und schwieg.
Arwan starrte verblüfft ins dunkel.


***


"Natürlich kann Søren spuren lesen!", meinte Hjolf kühn und kraulte seine Pubertierende Dogge.
"Er ist der beste Spurenlesehund der ganzen Scheibe!"
Doris sah Hjolf an und war sich sicher dass er gleich furchtbar angeben würde.
Hjolf enttäuschte sie nicht und sagte:" Einmal hat er gleich 4 Felsenbären aufgesüpürt mit denen ich gerungen habe! Und ich habe sie alle besiegt!", sagte er verwegen.
"Bestimmt!", sagte Doris versöhnlich und schmunzelte. "Wir könnten Søren an dem Stück Stoff und dem M schnüffeln lassen. vielleicht führt er uns ja irgendwohin."
"Klar kann Søren das!", sagte Hjolf stolz.
"Wau!", bestätigste der Dogge
"Dann sollten wir uns beeilen!", schlug Doris vor."Dieser verflixte Nebel!"
"Oh, ich komm gut im nebel zurecht. Weisst du...auf unserer Insel ist es oft Nebelig. ich kann mich da gut orientieren.!", sagte Hjolf.
Doris glaubte das.
"Kømm nun Søren.!", rief Hjolf.
Doris hörte ein "WAU!", dann hörte sie ein KLONK und ein "Jaul!" und zu guter letzt hörte sie Hjolf Hodson sagen:" Søren... hierher...das ist die Mauer..."
"Goøar!"
"Selbst Schuld!"
KLONK
"Autsch!"
"Wuff!"
"Ruhe..."
"Kommt ihr?", rief Doris grinsend.



01.07.2005 14: 58

Galenit

Galenit sah sich um. Jemand hatte sich scheinbar große Mühe beim saubermachen des Lokals gegeben. Alles war auf Hochglanz gebracht worden.
"Du sicher bist, dass wir hier können finden Anhaltspunkte zu finden Wächterin Arwan, Mä'äm?"
"Wir werden sehen..."
Der Troll und seine Ausbilderin machten sich daran nach Spuren zu suchen. Galenit bedauerte, dass er bei diesem Teilabschnitt der Ausbildung nicht besser aufgepasst hatte.
Dann fiel sein Blick auf den Mülleimer. "Er doch vorhin noch gestanden hat dort drüben..." murmelte er.
Langsamen Schrittes stapfte Galenit um den Tresen herum. Holzbohlen ächzten unter seinem Gewicht. Er nahm den Mülleimer und wollte ihn an seinen Rechtmäßigen Platz stellen.
Holz ächzte... und gab nach.
"Mä'äm?"
Hatscha sah auf. "Ja, Galenit?"
"Ich hier irgendwie stecken fest. Und, etwas hier unter Boden gewesen. Boden unter Boden. Mit Klappe. ...Ich jetzt nicht kommen auf Wort dafür..."
Hatscha lief zu der Stelle an der der troll eingebrochen war und nun versuchte sich zu befreien.
"Eine Falltür!"
"Das das Wort sein! Danke Mä'äm!" Galenit zog sein Bein aus dem Loch heraus. "Hier noch etwas anderes sein..."
Er fasste in die Öffnung und zog einen Beutel heraus.
Hatscha nahm Ihn entgegen und öffnete den Beutel vorsichtig. Gold glänzte. "Gute Güte..." entfuhr es Ihr.
"Herr Käse scheinbar in letzter Zeit viel Trinkgeld bekommen hat." flüsterte der Troll unglübig, als er den Haufen Goldmünzen erblickte.
"Sei kein Na..." Hatscha räusperte sich. "Ich meine, entweder das, oder dies ist eine Spur. Ich tippe auf Letzteres."
"Du denken Herr Käse entführt worden ist um zu erfahren, wo er hat versteckt seinen Schatz, Mä'äm?"
Hatscha runzelt5e die Stirn. "Vielleicht... Es wurde uns vor einiger Zeit der Diebstahl einer Menge Geld aus dem Besitz eines Reichen Händlers aus Sto Lat gemeldet."
Galenit blickte stumm ins Leere. Dann drehte er am Regler seines Kühlhelmes. Nach ein paar Sekunden, in denen der Helm auf eine höhere Stufe geschaltet hatte, erhellte sich der Blick der Trolls.
Er kratzte sich an einer moosartigen Flechte auf seiner Schulter.
"Wenn dies aber das Gold sein, dass wurde gestohlen von Händler, wie Herr Käse kommen da ran? Ich nichts darüber gehört, dass er zweiten Dschob als Dieb haben. Er vielleicht verwickelt in Raub?"
Hatscha grübelte eine Weile. "Nein, ich denke nicht. Ich kenne den Mann. Er würde nichts illegales tun... naja, ausser kriminell hohe Preise für sein Bier zu verlangen, aber ich schätze das zählt wohl nicht. Wir sollten den Fund melden." Hatsche ging langsam in Richtung Ausgang. Ihr Gesicht verriet, dass sie ernsthaft nachdachte.
"Alles in Ordnung Mä'äm? Du sehen aus sehr abwesend..."
"Hmmm... War da nicht...Im Archiv... In den Unterlagen der Name der mutmaßlichen Täter.... M... M..." Dann durchfuhr ein Zucken Hatschas Gesicht. Sie sah urplötzlich sehr entschlossen aus. "Die Anstecknadel! Natürlich! Galenit, ich glaube ich weiß, wo wir den Namen von Herrn Käses eventuellen Entführern finden... Kommen Sie mit!"
Mit diesen Worten lief Hatscha auch schon los. Richtung Kröselstrasse.
Galenit sah Ihr einen Augenblick nach.
"Ja...öhm...Ich dann erstmal schließen ab den Laden... Ich kommen dann... nach..." murmelte er.

03.07.2005 14: 40

Hjolf Hødsøn

Doris, Hjolf und Søren kamen unterdessen beim Eimer an und führten eine lebhafte diskussion über dies und jenes und Felsenbären im besonderen.
Plötzlich würde Hjlf einen moment lang ruhig und grübelte rum.
"Was ist los?", fragte Doris.
"Was ist nun eigentlich mit Herrn Hong geschehen?", wollte Hjolf wissen.
"ja, das war eione wunderliche Geschichte.", sinnierte Doris. " Wkeibne von uns hätte gedacht dass soetwas mit menschen passieren kann, und..."
"Der Eimer ist abgeschlossen...", ertönte Hjolfs Stimme.
Doris`s Mine verdüsterte sich.
"Kommunikation ist alles!", grummelte sie.
"Was machen wir jetzt?", fragte Hjolf.
"WEir schauen nochmal um den Eimer herrum ob wir etwas finden."

06.07.2005 10: 40

Arwan

Arwan zuckte zusammen, als sie Schritte hörte. Herrn Käse auszufragen war... spannend. Die geheimnisvollen Würstchen und dieses komisches "ES", lenkte sie von den anderen Sorgen ab. Zugegeben, sie konnte Rätsel nicht ausstehen, vor allem die, die sie nicht lösen konnte, außerdem war sie von Natur aus sehr neugierig (so neugierig, dass es oft schlechte Auswirkungen auf die Gesundheit hatte). Am liebsten hätte sie noch Stunden lang mit dem Wirt gequatscht, irgendwann würde er alles auslabern... wenn Arwan ihn lange genug mit ihren Fragen quellt...
... Doch nun kamen diese verdammten Kerle und es war alles andere als erfreulich.

Die Tür öffnete sich und es wurde ein bisschen heller. Drei Gestallten kamen näher und die Gefangenen erkanten sie, als George, Nick und ihren Anführer mit der Augenkappe.
"Na, Maria, schon aufgewacht! Wunderbar!", der Boss grinste unheilvoll.
Arwan ließ die Augen geschlossen und blieb regungslos liegen, in der Hoffnung, dass der Mann sich doch noch anderes überlege. Doch es war zu spät, er hatte ihre Stimme gehört. Und so viel er wusste, konnte man nicht gleichzeitig ohnmächtig sein und reden...

Arwan stieß einen Schrei aus und richtete sich blitzschnell auf. Sie mochte es ganz und gar nicht, wenn sie jemand tritt und noch weniger, wenn so ein hässlicher *** war, na ja Hauptsache, sie sagte es nicht laut, denn es konnte noch viel schlimmer werden.
"Gefällt dir etwa mein Geruch nicht?! Was magst du sonst nicht an mir?! Los spuck's aus! Ich werde dir beibringen, wie man mit mir spricht!", donnerte der Boss voller Zorn.
Einer, der so schnell die Nerven verliert wird nie Erfolg haben, drehte sich in Arwans Kopf. Wie ist dieser Dummkopf überhaupt zu einem Anführer geworden? Aber... wie soll ich reagieren? Hoffentlich rutscht mir nicht noch eine Beleidigung aus. Egal was passiert, ich muss auf jedem Fall freundlich wirken, aber ich habe doch gar keine Ahnung, wie man so was macht.
Was sagt man bloß in solchen Situationen? "Bitte nicht" oder "Es tut mir ja so schrecklich Leid" oder vielleicht kommt es am besten, wenn gar nicht erst den Mund aufmacht?
"Das war doch nicht ernst gemeint", schrie Arwan verzweifelt "Du bist so stark und hast alles, was ein Mann braucht, deshalb habe ich mich total machtlos gefühlt und... da wollte ich dich wenigstens mit Wörtern verletzen. Übrigens hast 'nen coolen Parfüm!"
Arwan fragte sich, ob dieser Schwachsinn wirklich aus ihrem Mund kam. Der Boss schaute sie verwirrt an. Offenbar hatte er ihre Wörter gar nicht verstanden.
"WAS?"
"Glaubst du mir nicht? So einen habe ich mir auch schon immer gewünscht!"
"Was hast du dir gewünscht?"
Eigentlich wollte Arwan Parfüm antworten doch dann...
"Nicht was, sondern wen!"
"Was willst du mir damit sagen?"
"Na ja... ein Mann muss stark sein"
"Wie meinst du das?"
Die Rekrutin wusste selber nicht genau, was sie damit meinte, sie sprach einfach weiter.
"Warum habe ich nur immer solchen Pech. Ich wollte überhaupt keine Wächterin werden. Ich will einfach ein ganz normales Leben führen mit einem Mann, der auch weiß, was er will"
In dem einen Auge des Anführers, war zu sehen, dass er nachdachte.
"Ich habe alles falsch gemacht, ich gebe es zu", fuhr Arwan fort "Ich weiß, wo sich eine Schatztruhe befindet, komme da aber nicht alleine ran, da wollte ich mir Verbündete finden. Ich weiß aber gar nicht wie man so was macht..."
Das Gesicht des Bosses erhellte sich so weit man das in der Dunkelheit erkennen konnte. Was eine Schatztruhe ist, wusste er sehr wohl.
"Wo??"
"Was? Wo?"
"Die Schatztruhe, was denn sonst?" drängelte er ungeduldig.


07.07.2005 22: 13

Doris von Zitti

Doris und Hjolf sahen sich gründlich in der Umgegend des verschlossenen Eimers um, aber es war nichts zu finden. Ganz nebenbei ließ Doris ihren Blick einmal durch ein Fenster des Eimers schweifen... "Hjolf, schau mal, irgendwie sieht es da so anders aus, der Mülleimer steht woanders und... da ist eine offene Falltür!" Hjolf kam angerannt und sah selbst nach. Noch ganz außer Atem meinte er: "Hatscha und Galenit waren zuletzt hier, sie müssen in der Falltür irgendetwas gefunden haben und sind nun bestimmt auf dem weg zur wache. lass uns hinterher gehen!" Mit diesem Vorschlag war Doris sehr einverstanden, denn sie glaubte sowieso nicht, noch irgend etwas brauchbares zu entdecken, aber das hätte sie natürlich nie gesagt. "Gut, gehen wir." sagte sie nur.
Angekommen im Wachhaus fanden Hjolf und Doris Hatscha und Galenit in Hatschas Büro. Anscheinend war Hatscha gerade dabei, Galenit irgendeine Neuigkeit zu erklären, auf die sie gekommen war. "was habt ihr denn gefunden?", fragte Hjolf. "Wir gefunden haben ein Säckchen mit Gold!", erläuterte Galenit. "Und Hatscha haben eine Idee, wegen der Anstecknadel" Woraufhin Hatscha wieder begann zu erzählen...

11.07.2005 13: 48

Galenit

"Schön dass ihr Beiden auch da seid. Wie Galenit schon gesagt hat, ist mir bezüglich der Anstecknadel etwas eingefallen..."
Hatscha machte eine ausladende Geste. Drei Augenpare richteten sich vollen Neugier auf Sie. Im Falle von Galenit allerdings eher, weil die anderen Beiden in diese Richtung blickten. Er wollte ja nicht dumm dastehen...
"Nun, wir fanden in einem geheimen Versteck im Eimer diesen Sack voll Gold." Hatsche deutete auf den selbigen, der in der Mitte des Tisches plaziert worden war. Ein aufallend teuer aussehender, allerding abgegriffen wirkender Beutel.
"Mir fiel ein, dass vor kurzem einem Händler aus Sto Lat ein eben solcher entwendet worden ist. da er allerdings keine Quittung erhielt und keiner aus der Gilde etwas damit zu tun haben wollte, schlossen wir auf eine unlizensierte Straftat."
"Aber was hat das mit der Anstecknadel zu tun?" fragte Hjolf.
"Geduld, es geht noch weiter. Am nächsten Tag erhielten wir per Semaphor aus Sto Lat eine Meldung, dass dort seit einiger Zeit eine gut organisierte Bande von Dieben und Einbrechern, namens 'Wendigo' ihr unwesen treibt, und das Gerüchte laut werden, sie versuchen, Ihre Geschäfte nun auch auf andere Städte der Sto-Ebene auszubreiten."
Mit diesen Worten zog Hatscha den Anstecker hervor. Sie stupste das Emblem an dessen Spitze an und drehte es hin und her. Als dieser dann immer wieder zwischen 'M' und 'W' wechselte stopte Sie ihn beim 'W' und sah die Rekruten fragend an.
"Vielleicht, aber nur vielleicht, haben wir es hier mit diesen Jungs zu tun. Diese Nadel könnte auch nur eine Nadel sein. Aber, vielleicht auch nicht." murmelte die Ausbilderin.
Galenit runzelte die grau-braune Stirn. Er lehnte sich an eine Wand des Büros und entzündete sich an seinem Arm ein Streichholz. Zögernd zog er eine Zigarre aus der Uniform hervor. Sie war vom Regen ziemlich mitgenommen, brannte aber noch ganz passabel.
"Wenn wir gehen davon einmal aus, Mä'äm. Dann vielleicht Wächterin Arwan da in etwas reingeraten ist. Wir Informationen haben vielleicht, dass Leute von dieser Orga... Orgis... von Denen hier in Stadt sein? Sie vielleicht Tarnnamen verwenden und gemietet haben Haus oder Lager!"
Hatscha seufzte und rieb sich die Augen.
"Ja, Galenit. Natürlich habe ich das bereits in Betracht gezogen. Aber wenn Sie einen anderen Namen angegeben haben, wie sollten wir Sie dann bitte finden?"
Der Troll dachte nach, Ihm war, als müsste er nun etwas darauf erwiedern. Stattdessen grinste er nur schief.
Kollektives Seufzen erklang...

12.07.2005 20: 47

Arwan

Oh nein, ich plane schon wieder, dachte Arwan. Dann wird schon sehr bald etwas schief gehen. Bei mir ist es immer so, wenn ich mir nur anfange irgendwelche Hoffnungen zu machen, dann kommt sofort ein unglückliches Zufall und alles wird noch viel schlimmer... aber diesmal brauche ich mir eigentlich keine Sorgen zu machen, so viel schlimmer kann es ja nicht werden. Außerdem wenn ich von Anfang an weiß, dass es schief geht, bleibt mir ja wenigstens die Enttäuschung erspart, dachte Arwan beinahe erleichtert.
Die junge Wächterin hatte dem Bandenanführer von einer Schatztruhe erzählt, die in Wirklichkeit gar nicht existierte. Als er das Wort "Schatztruhe" hörte, schien er plötzlich große Interesse zu zeigen.
"Wo? Wo ist SIE???", fragte der Boss aufgeregt.
"Wer, sie?", wollte Arwan wissen und blinzelte unschuldig.
"Die Truhe, verdammt noch mal!"
"Ah so, die meinst du, hättest doch gleich gesagt. Ich kann dich hinführen.", die Rekrutin grinste.
"Nein! Darauf falle ich nicht rein!!!", der Boss bekam wieder einen Wutanfall. "Und dann rufst du die Bullen! Hältst du mich für bescheuert, wie?"
"Reg dich ab, Kumpel! Keiner hält dich für dumm. Ich bin doch keine Selbstmörderin, ich weiß, wie es bei euch läuft, man legt einen rein und dann wird man von den anderen verfolgt. Nein, danke, darauf kann ich verzichten. Außerdem bekomme ich bei der Wache 20 Doller im Monat, glaubst du, ich hätte bock so weiter zu leben?"
"Woher soll ich das wissen, niemand hat dich gezwungen zu Wache zu gehen. Ich bin nicht dein Kumpel und ich traue dir nicht! Du sagst mir jetzt einfach, wo die Truhe ist, klar! Und wen du weiterhin irgendwelchen sinnlosen Zeug quatschst oder mich betrügst, ich warne dich, es könnte sehr schmerzhaft werden!", der Bass kam mit seinem Gesicht schon wieder sehr nah. Arwan öffnete denn Mund um eine Bemerkung über den Gestank abzugeben, konnte sich jedoch rechtzeitig auf die Zunge beißen.
"Ist schon gut! Die Truhe, die ist... äh... die... magst du Würstchen?"
"Was?"
"Die leckeren Würstchen vom Herrn Schnapper"
"Was redest du da schon wieder für ein Mi... Würstchen? Schnapper? Woher weißt du DAS??" der Boss wurde rot und presste Arwan alles andere als freundlich an die Wand. "Sprich!"
Das dumme an der ganzen Sache war, dass die Rekrutin gar nichts wusste, sie versuchte nur etwas zu erfahren, in dem sie so tat, als ob sie bereits etwas wissen würde.
"Ich weiß viele Dinge", Arwan versuchte gelassen zu klingen.
"Sag, was du alles über Schnapper weißt"
"Er verkauft Würstchen..."
"Das reicht jetzt aber langsam!"
"Aaaagh!"
Ich sollte so schnell, wie möglich die Strategie ändern, es tat nämlich weh, ging es Arwan durch den Kopf.
Plötzlich spürte sie einen Messer.
In ihrem Ärmel. Ihren Messer. Die Banditen haben sie zwar durchsucht und einen Messer abgenommen, aber sie trug immer zwei davon und den einen hatte sie immer noch. Den konnte man doch benutzen! Ohne nachzudenken zog ihn raus und führte blitzschnell zum Hals des Bandenanführers.
"Ich töte dich", flüsterte sie und meinte es auch. Auf ihrem Gesicht erschien ein irres Lächeln.
Der Boss erblasste. Ihr solltet sie durchsuchen! Ihr verdammte Idioten!
"Sag, ihnen, sie sollen Herrn Käse losbinden, sofort, oder es wird mir ein vergnügen sein, dir die Kehle durchzuschneiden", Arwan streichelte mit der scharfen Klinge über die Haut.
"Tut, was sie sagt, verdammte Mistkerle!"
Käse wurde losgebunden.
Es wäre doch mal nicht schlecht die Verbrecher in diesem Zimmer einzusperren, dann könnte ich in aller Ruhe die Wächter rufen. Aber um hier rauszukommen müsste ich das Messer von seinem Hals wegnehmen und wer weiß, was er dann mit ihr anstellt. Da traf Arwan eine Entscheidung.
"Herr Käse, geh nach draußen schließ die Tür von außen ab! Schnell. Und hole so schnell wie möglich Wächter"
... Und Käse war verschwunden. Nun konnte nichts mehr schief gehen! Oder? Arwan war noch nicht so lange im Ankh Morpork, sie befanden sich nämlich im Schatten. Die junge Wächterin hatte es nicht bedacht. Wie groß war die Wahrscheinlichkeit, dass der Wirt es tatsächlich schafft bis zum Wachehaus zu kommen?


06.08.2005 23: 58

Hatscha al Nasa

Während der Krisensitzung im Wachhaus in der Kröselstraße war es noch zu keinem weiteren Ergebnis bezüglich der Nadel gekommen. Galenit hatte nichts mehr von sich gegeben, seit er angefangen hatte, nachzudenken. Gespannt starrte jeder der anderen Wächter auf seinen Kollegen. Der Troll rührte sich nicht.
Soren bellte. Aus ihren Gedanken gerissen sah sich die Gruppe nach dem Hund um und sah, wie er zur Tür starrte und kläffte. "Ruhig, Soren! Galenit denkt!", sagte Hjolf, aber Soren hörte nicht auf ihn. "Ja wirst du wohl!" Der Rekrut packte seinen Hund am Halsband und brachte ihn schließlich doch zum Verstummen.
"Warum hat er angefangen zu bellen?", fragte Hatscha ihren Zögling.
"Ich weiß es wirklich nicht. Vielleicht hat er etwas gerochen oder gehört."
"Dann lass uns mal nachschauen, ob draußen etwas interessantes ist", sagte die Ausbilderin und machte die Tür auf. Die anderen Rekruten wichen vorsichtig zurück.
Vor der Tür stand ein Rekrut mit einer zum Klopfen erhobenen Hand. Als er sah, dass die Tür, gegen die er klopfen wollte, sich gar nicht mehr an Ort und Stelle befand, schaute er verwirrt Hatscha an.
"Ja, was gibt es?", wollte diese wissen.
"Äh, am Tresen, da wartet ein Herr Käse auf dich", meldete der Rekrut stotternd.
"Was? Herr Käse? Leute, worauf wartet ihr noch, zu ihm!"

Herr Käse sah sich am Tresen um. Viel Papierkram lag herum. Er besah sich den Zettel, den der Rekrut ihm in die Hand gedrückt hatte. "Bitte ausfüllen", hatte dieser gesagt und ist dann verschwunden, um eine Ausbilderin zu suchen.
Jetzt saß der Wirt mit Fragebogen und Stift da und wartete. Schließlich kam eine etwas dunkelhäutige Frau mit schwarzen Haaren und vielen Leuten im Schlepptau herein. "Ah, Herr Käse! Wenn du wüsstest, wie sehr ich mich freue, dich hier zu sehen!"
"Hatscha al Nasa, wenn ich mich nicht irre?", fragte der Wirt, der sich an ihr Gesicht aus einigen Stunden im Eimer erinnerte.
"Genau die. Wo warst du? Wir haben versucht, so gut es ging, den Betrieb im Eimer aufrecht zu erhalten, aber das ist uns nicht lange geglückt."
"Ich wurde gefangen genommen. Erst eine Wächterin - Arwan ihr Name, glaube ich - hat es schließlich geschafft, mich rauszubringen. Allerdings ist sie jetzt in den Fängen der Verbrecher."
"Aber du weißt, wo sie ist? Du hast dir den Weg gemerkt?" Hatscha sah ihn hoffnungsvoll an. Nicht auszudenken, was sie für Ärger bekäme, wenn einer ihrer Rekruten verschollen bleibt.
"Ja, natürlich." Herr Käse schob stolz seine Brust inklusive Bierbauch heraus. "Aber hättet ihr vielleicht etwas zu essen für mich? Ich weiß nicht mehr, wann ich das letzte Mal etwas zwischen die Zähne bekommen habe."
"Doris, zeigst du ihm die Kantine? Wir machen in der Zwischenzeit eine Lagebesprechung und schmieden Pläne!"

22.08.2005 12: 19

Doris von Zitti

Doris brachte Herrn Käse zur Kantine im Wachhaus. Auf dem Weg ließ sie sich von ihm erzählen, was er so alles erlebt hatte. Sie staunte und musste sich wirklich über ihre Kollegin Arwan wundern. "Dass sie auf SO etwas gekommen ist, hätte ich nie gedacht!", rief sie. "Doch, wirklich, so war es!", bestätigte Herr Käse. "Und nun ist sie also noch in der Gewalt von diesem... ?", fragte Doris. "Ja, aber ich denke, dass sie es schafft, sich zu befreien, so forsch, wie sie mit dem Kerl umgesprungen ist..." sagte Herr Käse.
Endlich waren sie am Wachhaus angekommen und Doris führte Herrn Käse zur Kantine, wo er erstmal etwas zu sich nahm. Während er aß, unterhielten sie sich weiter...

In der Zwischenzeit wahren Hatscha und die anderen Rekruten fast an ihrem Ziel, dem Ort, wo sich Arwan befinden musste, angekommen. "Dort um die Ecke muss es wohl sein!", vermutete Hjolf und Sören bellte zur Untermauerung dieser Aussage. "Okay, ab jetzt keine Einzelnen Helden-Aktionen bitte, ich möchte nicht zwei von euch hier herausholen müssen!", warnte Hatscha. Sie standen inzwischen in unmittelbarer Nähe des Gebäudes hinter einem großen Fliederbusch. "Gut, was können wir tun?", fragte Gilieh, "hat jemand einen Plan?" "Mir würde da etwas einfallen...", meldete sich Eulalia von ganz hinten...

22.08.2005 15: 04

Arwan

Gut gelaunt erzählte Arwan einpaar "lustige" von ihr erfundene (aber das muss ja niemand wissen) Geschichten, in denen es über das grausame Schicksaal verschiedener Krimineller ging, die von der Stadtwache gefasst wurden. Sie fand es amüsant, die erschrockenen Gesichter von Nick und George zu beobachten. Der Boss, oder um genauer zu sagen derjenige der sich immer noch für den Boss hielt, gab sich alle Mühe, um nicht jedes Mal zusammen zu zucken, wenn Arwans Messer an seinem Hals vorbei fuchtelte. Es ist nicht so, dass die junge Wächterin ihn unbedingt verletzen wollte, doch sie spielte gerne mit ihrer Waffe. Und bei diesem "Spiel" konnte sie in jedem Moment, natürlich rein zufällig, ihm die Kehle durchschneiden. (Da wird wohl jeder ein bisschen unruhig.)
In der Zwischenzeit hatte sich Arwan entspannt, denn Rache ist süß und sie sah keinen Grund, sich Sorgen zu machen, denn selbst wenn sie die Initiative verliert und es den Verbrechern gelingt, sie zu entwaffnen, könnten sie ihr trotzdem nicht viel antun, da sie einen Geisel brauchen.
Arwan war schon immer ziemlich leichtsinnig und hatte eine eigenartige Vorstellung von Gefahr. Mit anderen Worten, sie fand oft gefallen daran andere Leute zu ärgern, ohne daran zu denken, dass es auch mal schief laufen kann. Sie bemerkte ihr Fehler meistens erst, wenn es bereits zu spät war.
Die junge Frau war der festen Ãœberzeugung, dass sie dauernd Pech hatte. Aber vielleicht haben ihre unangenehmen Abenteuer gar nichts mit dem Pech zu tun, sondern ehe mit ihrem eigenen Charakter.
Nun... Arwan unterschätzte oft die Gefahr. Und diesmal ging es wieder mal schief.
Die Wächterin passte nicht mehr auf, da sie sich auf ihre Geschichten konzentrieren musste.
Plötzlich schlug ihr der Boss das Messer aus der Hand und stieß sie gegen die Wand. Die junge Frau wollte gerade den Angreifer daran erinnern, dass er sie auf keinem fall töten durfte, weil er dadurch ein Mord begehen würde und da er sowieso bald verhaftet wird, wäre es nicht sonderlich schlau sich noch einen Mord aufzuhängen. Doch um das alles zu sagen, musste Arwan erst mal Luft holen und der Boss holte in der Zwischenzeit mit seinem Schwert aus. Er war... (um es harmlos auszudrücken)... ziemlich wütend.
Da stellte Arwan entsetzt fest, dass sie es gar nicht mehr schaffen würde so einen langen Satz zu formulieren und entschied sich für die einfachere Variante der Verteidigung: Sie schloss die Augen.
Sie hörte Krach und einen Schrei (der zum Glück nicht von ihr kam). Es dauerte noch einen Augenblick bis sie genügend Mut hatte, die Augen wieder zu öffnen.
Der Boss (wir sagen mal der frühere Boss), lag auf dem Boden und die zwei anderen Banditen sorgten dafür, dass er dort auch liegen blieb.
"Wir wollen nicht in den Knast", schrie Nick.
"Du bist bescheuert, willst du, dass es uns genau so ergeht, wie diesem Trim, von dem Maria erzählte", stiftete ihn George bei.
"Ich will nicht gefoltert werden...", stöhnte Nick.
Meine Geschichte hat sogar was gewirkt, dachte Arwan stolz.
"Hey, Jungs, ihr werdet immer schlauer!", sagte sie freundlich.
"Lässt du uns laufen", fragte George hoffnungsvoll.
"Wie denn? Die Tür ist doch abgeschlossen"
"Aber, wenn die Wächter kommen könntest du doch sagen, wir wären auch Geisel und der Boss sei an allem Schuld"
"Er wird euch doch sowieso verraten und Käse hat euch ja auch gesehen"
"Käse wird mit der Wache bestimmt nicht mitgehen, er erklärt nur den Weg und der hier", Nick zeigte auf den Boden "... ich bezweifele, dass er dazu in der Lage ist"
Nach der kleinen Auseinendersetzung mit seinen Kollegen war der "Boss" inzwischen ohnmächtig.
"Ich kriege Ärger, wenn ich so etwas tue", meinte Arwan.
"Bitte, Maria! Immerhin haben wir dir das Leben gerettet"
Die Wächterin dachte nach. Verdammt, sie haben es wirklich, ging ihr durch den Kopf... Und vielleicht wurden sie nur zur Verbrechern, weil sie ein bisschen mehr Geld verdienen wollten, wer will das schon nicht?
Sie traf eine Entscheidung.
"Gut, ich versuch's"
Und diesmal hatte Arwan wirklich vor, ihr Wort zu halten. Sie konnte es sich selbst nicht erklären, doch aus irgendwelchen Grund hatte sie das Gefühl, das Richtige zu tun.
"Wir müssen hier irgendwie rauskommen"
Entschlossen ging die junge Frau zur Tür und klopfte mit der ganzen Kraft dagegen. Vielleicht würde sie ja jemand hören.


26.09.2005 19: 18

Hatscha al Nasa

Die Rekruten hatten es tatsächlich geschafft, in das Gebäude einzudringen. An der Wand entlangschleichend bahnten sie sich ihren Weg durch das Haus. Jede Tür, an der sie vorbeikamen, wurde überprüft. Aber sie fanden nichts besonderes.
Hatscha hatte erstmal draußen gewartet. Sie wollte sehen, wie sich die Rekruten so schlagen. Jetzt ging sie gemächlich durch die Gänge und schloss schließlich zu den Neulingen auf. Diese hatten sich mit gespannten Armbrüsten, gezogenen Schwertern und zum Wurf bereiten Dolchen um eine Tür herum postiert. Als sie Hatschas Schritte hören, fuhren sie erschrocken herum. Die Ausbilderin gestikulierte wild und bedeutete ihnen, still zu sein und sich wieder umzudrehen. Der Anblick der vielen auf sie gerichteten Waffen war doch sehr erschreckend gewesen.
Als sie durch Gesten fragte, warum sie diese Tür bewachten, gaben ihr die Rekruten zu verstehen, dass sie die einzige abgeschlossene im Haus war. Sie nickte und ging dann auf Galenit zu. Sie flüsterte dem Troll etwas ins Ohr. Er nickte.
Nach einiger Zeit hob Hatscha schließlich die Hand mit drei ausgestreckten Fingern. Die Rekruten sahen sie gespannt an. Langsam klappte sie jeden der Finger nacheinander ein. Als keiner mehr gestreckt war, deutete sie auf Galenit. Der Troll trat auf die Tür zu und hob die Hand, um sie einzudrücken. Kurz bevor er sie berührte, hörten die Wächter noch ein Klopfen von der anderen Seite, doch es war zu spät. Galenit konnte nicht mehr reagieren und zerstörte die Tür.

Vollkommen erstaunt von der Wirkung ihres Klopfens starrte Arwan die Trümmer der Tür an. Sie war in einer großen Staubwolke zu Bruch gegangen. Plötzlich erklang aus dem aufgewirbelten Dreck eine wohlbekannte Stimme. "Ankh-Morpork Stadtwache! Keiner bewegt sich! Ihr seid verhaftet!"
Langsam legte sich der Staub und Arwan konnte ihre Kollegen erkennen. Auch ihre Ausbilderin war dabei, sie holte gerade aus einer ihrer Taschen ein Taschentuch hervor. Der Staub hatte sie zum Niesen gebracht.
Kleinlaut sah die frisch befreite Rekrutin das Waffenarsenal ihrer Mitazubis an. "Ähm", begann sie zögerlich.
"Ja?", fragte Hatscha.
"Bin ich jetzt auch verhaftet?"

"Und was ist jetzt mit dem Goldsack?", fragte Hjolf und streichelte Soren. Die Rekruten saßen zu einer Nachbesprechung im Büro von Hatscha, die gerade vom Verhör zurückkam.
"Nun, den hat unser Händler zurückbekommen. Hat sich wahnsinnig gefreut."
"Die Räuber Bande Wendigo gewesen sein?", erkundigte sich Galenit.
Hatscha zog die Anstecknadel aus einer Schublade heraus und betrachtete sie. "Das habe ich leider nicht aus ihnen rausgebracht. Aber ich denke, Ras wird das mit seinen speziellen Methoden schon schaffen." Sie grinste. "Es gehen da so Gerüchte um, wisst ihr?"
Wie ein einziger schüttelten die Rekruten ihre Köpfe. "Naja, dann nicht." Hatscha zuckte mit den Schultern. "Ihr werdet noch so einiges zu hören bekommen."
"Und was machen wir jetzt?", fragte Doris. "Was ist überhaupt mit Herrn Käse?"
"Ihr schreibt jetzt euren Bericht, ist doch ganz klar. Danach bekommt ihr den Tag frei. Und Herr Käse - wenn ihr mich sucht, ich statte ihm mal eben einen Besuch ab. Schauen, wie es ihm so geht." Damit schob die Ausbilderin die Schublade wieder zu und steckte sich die Anstecknadel in eine Tasche. Langsam erhob sich jeder Rekrut von seinem Platz und wandte sich der Bürotür zu. Als alle draußen waren, machte sich Hatscha auf den Weg in den Eimer.

"Da, die wollte ich dir nur wieder geben." Sie überreichte Herrn Käse ein kleines Päckchen. Dieser öffnete und nickte.
"Und die Rekruten haben diese Erklärung geglaubt?"
"Was hätten sie sonst tun sollen? Eine bessere hatten sie nicht."
Herr Käse nickte. "Monika? Komm her, ich glaube, die gehört dir."


---Ende---


05.10.2005 19: 10

[1] sorry

[2] vor allem an Wächtern


Wörter:

Doris von Zitti   1316
Eulalia Wieselig   1345
Hjolf Hødsøn   1871
Gilieh L'efuét   1948
Hatscha al Nasa   3262
Galenit   3400
Arwan   5098
 



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