IA-Marke    

Beschuldigt: G Malochax Santifax
Straftat: Überfall auf einen Zivilisten und Diebstahl
Tatort: Schneiderei Zwirn
Geschädigt: Zacharias Zwirn
Zeugen: HG Carisa von Schloss Escrow
Sachbearbeiter: Agent Rascaal Ohnedurst
Betreffende Mission: L Auffällig unauffällig
Kurzsachverhalt:
G Malochax wird beschuldigt, bei einer GRUND-Aussenmission den Schneider Zacharias Zwirn in seinem Geschäft überfallen und ihm seine Kleider gestohlen zu haben.


Zeugen-Vernehmung:

Name: HG Carisa von Schloss Escrow
Vernehmungsort: Intörnal Affärs Büro

HG Carisa klopft

Agent Ohnedurst schaut auf

Agent Ohnedurst:  herein

HG Carisa öffnet die Tür und salutiert

Agent Ohnedurst erwidert den Gruß

Agent Ohnedurst:  komm rein Hauptgefreite

HG Carisa betritt den Raum

Agent Ohnedurst:  Hauptgefreite von Escrow, du bist hier, weil du eine Zeugenaussage machen sollst

HG Carisa nickt

Agent Ohnedurst:  weißt du in welchem Fall?

HG Carisa:  ich vermute den Diebstahl an Zacharias Zwirn

Agent Ohnedurst:  gut... dann erzähl mir bitte von deinen Beobachtungen.. von Anfang an

Agent Ohnedurst macht sich schon die ersten Notizen

HG Carisa:  mein Auftrag war, dass ich die Rekruten bei ihrer Verfolgung des Verdächtigen, gespielt von LK Romulus, beobachten sollte

Agent Ohnedurst:  beobachten.. nun, dass ist ja eine deiner stärken

Agent Ohnedurst:  und, was hast du gesehen?

HG Carisa:  ich habe gesehen, dass die Gruppe sich teilte, ihr Leiter, Malochax begab sich Richtung Straße Schlauer Kunsthandwerker

HG Carisa:  die anderen verfolgten weiter den Verdächtigen

HG Carisa:  ich bin dann Malochax gefolgt, nachdem Rekrut Schnaphela sich mit dem Verdächtigen unterhielt

Agent Ohnedurst:  das heißt, er überließ die Gruppe, über die er das Kommando hatte, sich selbst?

HG Carisa:  ja

HG Carisa:  ich sah ihn dann in den Laden von Herrn Zwirn gehen

HG Carisa:  ich habe das Geschäft nicht einsehen können, deshalb wartete ich

Agent Ohnedurst:  das heißt, du kannst von den Vorgängen In dem laden nichts bestätigen?

HG Carisa:  nein kann ich nicht

HG Carisa:  ich kann nur sagen, was ich gesehen habe, Sir,  und das war, dass Malochax mit einem Bündel Kleidung aus dem Laden rannte und der Schneider halb nackt kurz drauf hinterher

HG Carisa:  er schrie etwas von Dieben und Anzeigen und so was

Agent Ohnedurst:  halb nackt?

Agent Ohnedurst gespielt entsetzt schaut

Agent Ohnedurst:  hast du mit dem Schneider geredet?

HG Carisa:  ja, er hatte nur seine Unterwäsche an und ein Stück Stoff um sich

HG Carisa:  und ja ich habe mit ihm geredet

Agent Ohnedurst:  und?

HG Carisa:  erst wollte ich ja hinter Malochax her, aber der ist um die Hausecke mit dem Verdächtigen zusammengestoßen und hat diesen dann mit seinem Tuch angegriffen

HG Carisa:  na ja und da er also in dem Moment mit Romulus beschäftigt war, bin ich zum Schneider um ihn zu beruhigen

Agent Ohnedurst:  der Mann, der sich als Lance-Korporal von Grauhaar entpuppte..

HG Carisa:  ja

Agent Ohnedurst:  und? was sagte er?

HG Carisa:  ich habe mich vorgestellt und er hat mir erzählt, dass der flüchtende Wächter ihm die Klamotten vom Leib gerissen hat und geflohen ist

HG Carisa:  ich habe ihn dann auf IA hingewiesen und noch den Namen des Wächters genannt

Agent Ohnedurst:  gut.. Hauptgefreite Carisa, wie lange bist du jetzt schon bei der wache?

HG Carisa:  etwas über 2 Jahre

Agent Ohnedurst:  nun, Hauptgefreite, nach deinem Rechtsverständnis... welche tatBESTÄNDE liegen hier vor?

HG Carisa:  nun, unlizensierter Diebstahl, soweit ich das gesehen habe, vielleicht noch Bedrohung eines Zivilisten mit Polizeigewalt oder so was, aber ich weiß ja nicht, was Malochax zu Zwirn im Laden gesagt hat

Agent Ohnedurst:  gut... eine frage habe ich noch:

HG Carisa:  ja Sir?

Agent Ohnedurst:  der Schneider hat ausgesagt, von dir die Kleidung zurückbekommen zu haben... wo hast du sie denn her?

HG Carisa:  ich habe, nachdem die Übung zu Ende war, von Malochax die Fetzen der Kleidung bekommen, nachdem ich von ihm verlangt habe, sie mir auszuhändigen

Agent Ohnedurst:  er hat sie dir also nicht freiwillig gegeben?

HG Carisa:  nein

Agent Ohnedurst:  danke für deine aussage, Hauptgefreite.. du kannst wegtreten

HG Carisa salutiert und verlässt das Büro



Geschädigten-Vernehmung:

Name: Zacharias Zwirn
Vernehmungsort: Intörnal Affärs Büro

Agent Ohnedurst sitzt an seinem Schreibtisch und trinkt einen mit Knollensaft versetzten Kaffee und blättert versonnen in den Akten für die anstehenden Verhöre

Zacharias Zwirn klopft

Agent Ohnedurst:  herein, wenn's kein Schneider ist

Agent Ohnedurst grinst

Zacharias Zwirn bleibt draußen, da er nicht weiß wie das gemeint ist

Agent Ohnedurst:  na nun komm schon rein, Herr zwirn

Zacharias Zwirn öffnet die Tür

Zacharias Zwirn:  äh, guten tag, Herr Ohnedurst

Agent Ohnedurst:  guten morgen, Herr Zwirn, tritt doch bitte näher

Agent Ohnedurst steht auf und bietet dem Schneider einen Stuhl an

Zacharias Zwirn setzt sich auf den gewiesenen Stuhl

Agent Ohnedurst:  darf ich ihnen etwas anbieten? einen Kaffee mit Rote-Bete Saft, vielleicht ein paar von Schnappers Würstchen... oder ein paar Schläge auf die nackten Fußsohlen?

Zacharias Zwirn hat großen Respekt vor dem Vampir, hat vieles gehört

Zacharias Zwirn:  ähm, nein danke, Herr Ohnedurst

Agent Ohnedurst:  nun entspannen dich, Herr Zwirn

Zacharias Zwirn versucht das schon, nur in der Anwesenheit eines Vampirs fühlt er sich doch unwohl

Agent Ohnedurst klopft dem Schneider beruhigen auf die Schulter, umrundet den Schreibtisch und setzt sich auf seinen Stuhl

Agent Ohnedurst:  womit kann ich dir denn dienen?

Zacharias Zwirn:  nun, also, ich habe da, ähm, ja, vor 3 Tagen eine sehr unangenehme Erfahrung mit einem ihrer Wächter machen müssen

Agent Ohnedurst:  ja, das ersehe ich der anzeige.. aber bitte erzähl von Anfang an und so genau wie möglich, was denn eigentlich passiert ist

Agent Ohnedurst *lehnt sich zurück und schaut meister zwirn auffordernd freundlich an

Zacharias Zwirn:  ja, nun, ich saß also in meinem Geschäft.

Zacharias Zwirn:  Es war nachmittags, die Zeit weiß ich nicht mehr ganz genau, na ja, da stürmt dieser Wächter herein

Agent Ohnedurst:  war dein Geschäft geöffnet?

Zacharias Zwirn:  ja, natürlich

Agent Ohnedurst:  gut... hat er sich als Wächter zu erkennen gegeben?

Zacharias Zwirn:  nun, er verlangte ziemlich außer Atem und aufgeregt einen möglichst unauffälligen schwarzen Hut, einen grauen Mantel und eine schwarze Gesichtsmaske

Agent Ohnedurst:  das ist eine außergewöhnliche Kombination

Zacharias Zwirn:  nein hat er nicht beim Eintreten, er hatte aber eine Uniform an

Agent Ohnedurst:  was hast du getan?

Zacharias Zwirn:  das dachte ich auch, dass das ungewöhnlich ist, aber nun ja, der Kunde ist König

Agent Ohnedurst:  deine Einstellung ehrt dich

Agent Ohnedurst:  aber nun weiter im fall

Zacharias Zwirn:  achso, er sagte was davon, dass es ein Einsatz der Wache sei

Zacharias Zwirn:  danke Herr Ohnedurst

Agent Ohnedurst:  ein Einsatz der wache... nun gut.. und weiter?

Zacharias Zwirn:  ich habe ihn dann gebeten auf den Hocker zu steigen, wo ich die Maße nehme

Zacharias Zwirn:  er erwiderte mir dann, dass mein Trödeln aufhalten der Justiz wäre und ich mich beeilen solle

Agent Ohnedurst:  er sagte bitte was?

Zacharias Zwirn:  er sagte, ich solle mich beeilen und mein trödeln sei aufhalten der Justiz

Zacharias Zwirn:  oder Behinderung, so in etwa war der Wortlaut

Agent Ohnedurst:  du bist doch ein ausgewiesener Schneider mit Gildenlizenz und einem Schild an der Tür, das auf Maßanfertigungen hinweist, oder?

Zacharias Zwirn:  ja, das sagte ich ihm auch, dass ich nur Kleidung auf Maß anfertige und nichts einfach rumhängen habe

Agent Ohnedurst:  gut... weiter bitte#

Zacharias Zwirn:  da antwortet er mir, ich solle das Siegel weglassen und den Preis verdoppeln

Agent Ohnedurst:  wieso das?

Zacharias Zwirn:  ich wies ihn daraufhin, dass man in unserer Gegend keine Kleidung von der Stange kaufen kann, und dass dies auch nicht für den doppelten Preis ginge

Zacharias Zwirn:  ich weiß es nicht, vielleicht um mich dazu zu bringen ihm etwas zu verkaufen

Zacharias Zwirn:  aber ich habe ja gar nichts dergleichen da gehabt

Agent Ohnedurst:  hmmmm... nun gut.... weiter

Zacharias Zwirn:  dann hat er mir ohne Vorwarnung die Kleider von leib gerissen und ist rausgerannt

Zacharias Zwirn:  ich habe hinterher geschrieen, habe mich mit einem stück meiner Stoffe bedeckt und bin auf die Straße gelaufen

Agent Ohnedurst:  soweit, so... gut.. oder auch nicht, meister zwirn... nun hätte ich ein paar fragen

Agent Ohnedurst:  woher kennst du den Namen des Wächters, den du angezeigt hast?

Agent Ohnedurst:  hat er ihn dir gesagt?

Zacharias Zwirn:  ja, das war so, als ich auf der Strasse stand und mit einigen Leuten sprach, kam eine Wasserspeierin au mich zu

Zacharias Zwirn:  eine Wächterin, Hauptgefreite Carisa vom Schloss Escrow, so hat sie sich vorgestellt.

Agent Ohnedurst:  ist das die Hauptgefreite von Escrow, die du als Zeugin angeführt hast?

Zacharias Zwirn:  genau

Agent Ohnedurst:  du hast in der anzeige geschrieben, dass sie alles beobachtet hätte... aber so wie du es mir nun erzählst, kam sie doch erst dazu, als alles bereits vorbei war

Zacharias Zwirn:  sie erklärte mir, dass hier eine Ausbildung an Rekruten am Laufen ist und dass sie dies alles zu beobachten hätte

Zacharias Zwirn:  ja, aber sie hat ja diesen Malochax mit meinem Klamotten aus dem Laden laufen sehen

Zacharias Zwirn:  und ich hatte ja nun eindeutig nichts mehr als meine Unterwäsche und mein stück Stoff am leib

Agent Ohnedurst:  gut.. nun eine sehr wichtige frage, Herr Zwirn

Zacharias Zwirn:  ja Herr Ohnedurst?

Agent Ohnedurst:  hat dieser Malochax zu irgendeinem Zeitpunkt die Kleider bezahlt oder in einwandfreiem zustand zurückgebracht?

Zacharias Zwirn:  nein

Agent Ohnedurst:  da heißt also, dass sie von ihm überfallen und bestohlen wurden...?

Zacharias Zwirn:  nicht er, die Hauptgefreite brachte sie mir zurück, aber nicht in einwandfreiem Zustand

Zacharias Zwirn:  ja

Agent Ohnedurst:  gut.. das wäre es von meiner Seite. möchtest du deiner aussage noch etwas hinzufügen?

Zacharias Zwirn:  nein Herr Ohnedurst

Agent Ohnedurst:  gut, dann darf ich mich von ihnen verabschieden

Agent Ohnedurst geleitet den Schneider zur Tür

Agent Ohnedurst:  du hörst von mir

Zacharias Zwirn:  danke Herr Ohnedurst

Zacharias Zwirn verschwindet durch die Tür



Beschuldigten-Vernehmung:

Name: G Malochax Santifax
Vernehmungsort: Intörnal Affärs Büro

Agent Ohnedurst sitzt an seinem Schreibtisch und blättert nachdenklich in einer Akte auf der mit roter Schrift "Malochax" steht

G Malochax steht vor der Tür und klopft dran, so wie man es so tut.

Agent Ohnedurst:  herein

Agent Ohnedurst schaut auf

G Malochax öffnet die Tür tritt ein und kratzt sich am Helm, sie irgendwie aus, als ob es salutieren würde.

G Malochax:  Melde gehorsamst, sollte mich melden, Sir

Agent Ohnedurst schaut den Gefreiten gespannt an, da er sich nicht vorstellen kann, dass das ein Salut war

Agent Ohnedurst:  dann melde dich gehorsamst mit einem Salut, Gefreiter

Agent Ohnedurst:  und zwar einem, den man auch als solchen erkennt

G Malochax kratzt sich so zackig am Helm, dass die Wände wackeln

Agent Ohnedurst verdreht die Augen, nickt und bedeutet dem gefreiten, näher zu kommen

Agent Ohnedurst:  soso, der frisch beförderte gibt sich die ehre... wie erfreulich

G Malochax tritt also näher (aber nur ein bisschen)

Agent Ohnedurst:  nun, Malochax, wie gefällt es dir denn so, endlich die Grundausbildung abgeschlossen zu haben?

G Malochax:  Sir, eigentlich mochte ich das Rekrutendasein ziemlich gern, da dient man der Öffentlichkeit ohne Ambitionen, Sir

Agent Ohnedurst lehnt sich interessiert zurück

Agent Ohnedurst:  ohne Ambitionen? wie darf ich das verstehen?

G Malochax:  Nu ja, man ist quasi nicht voreingenommen, so mit höherem Dienstgrad sieht es nach Karriere aus, als Rekrut löst man Fälle völlig unvoreingenommen

Agent Ohnedurst:  du meinst also, dass wenn man als... sagen wir mal Korporal... einen fall löst, dann macht man es nur, weil man Karriere machen will?

G Malochax:  Der Zivilist könnte diese Schlussfolgerung ziehen, theoretisch

Agent Ohnedurst:  und deine Kollegen? würden die die gleichen Schlussfolgerungen ziehen?

G Malochax:  Nun ja, da sie selbst Karriere machen, bezweifle ich deren Objektivität, diesbezüglich

Agent Ohnedurst:  gut, lass mich die frage anders formulieren... wenn du einen fall löst... warum machst DU es... als Rekrut und jetzt als gefreiter?

G Malochax:  Im Prinzip um ihn zu keinem Fall werden zu lassen, Sir. Ich denke, die wirksamste Art Verbrechen zu bekämpfen ist die, ein Umfeld zu schaffen, wo sie gar nicht erst entstehen.

Agent Ohnedurst:  das mag wohl sein, beantwortet meine frage aber nicht, gefreiter

G Malochax:  Stimmt. Ich glaube daran, dass es einen richtigen (oder vielleicht auch mehrer) Wege(e) gibt und falsche. Ich möchte Motivationen schaffen die richtigeren zu beschreiten.

Agent Ohnedurst:  und welches ist deiner Meinung nach der richtige Weg, einen Fall zu lösen?

G Malochax:  Ist das eine Fangfrage, Sir?

Agent Ohnedurst:  es ist eine frage, die ich gerne beantwortet hätte... und zwar von dir... hier und jetzt

G Malochax:  Nein, es ist der Weg, der im Dienstbüchlein steht,

Agent Ohnedurst:  Dienstbüchlein? So was gibt es? ich dachte immer, das wäre nur eine legende, die der Kommandeur in die Welt gesetzt hat, um die kleinen Rekruten zu erschrecken

G Malochax:  Das hat gewirkt, Sir

G Malochax:  Also den "gesetzestreuen" Weg?

Agent Ohnedurst:  nun gut... du hast am Anfang unserer kleinen Plauderei gesagt, dass man der Öffentlichkeit dient... wie auch immer... stehst du dazu?

G Malochax:  Aberschosicher! SIR!

Agent Ohnedurst:  gut... wer ist denn in deinen Augen die Öffentlichkeit?

G Malochax:  Nun ja, eigentlich alle und alles. Fraglich ist jedoch, ob die Öffentlichkeit selber weiß, was für sie das Beste ist.

G Malochax:  Also auch der Schneider?

Agent Ohnedurst:  alle und alles.. könntest du genauer werden? ist der Müll im Pausenraum, den ihr immer wieder von einer ecke in die andere schiebt, obwohl euch schon 100 Mal befohlen worden ist, ihn wegzuräumen... ist der auch die Öffentlichkeit?

Agent Ohnedurst:  gehört der Schneider zur Öffentlichkeit?

G Malochax:  Vorläufig zumindest ja.

Agent Ohnedurst:  er gehört vorläufig zur Öffentlichkeit? ab wann denn nicht mehr?

G Malochax:  Das gilt irgendwie auch für den Müll, Sir, philosophisch gesehen.

Agent Ohnedurst:  ach du meintest den Müll, und nicht den Schneider?

Agent Ohnedurst lächelt aufgesetzt

G Malochax:  Beide.

G Malochax:  Ab wann nicht mehr?

G Malochax:  Tja, wenn größere Interessen dran sind?

Agent Ohnedurst:  ab wann er nicht mehr dazu gehört? denk mal nach unserem Gespräch drüber nach... du wirst bestimmt selber drauf kommen, so ein kluger Zwerg, der du bist

Agent Ohnedurst:  wie dem auch sein.. komme wir zum fall

G Malochax:  Wenn er einer von uns ist?

Agent Ohnedurst:  ich habe hier die anzeige des Schneiders vor mit liegen, in der du beschuldigt wirst, in überfallen und bestohlen zu haben

Agent Ohnedurst:  ist das korrekt?

G Malochax:  Sir, das kommt ganz darauf an, was man unter überfallen und bestohlen versteht. Er behinderte schließlich die Staatsgewalt

G Malochax:  also mich

Agent Ohnedurst:  nun gut.. dann schildere doch mal bitte den Tatbestand.. beginnend mit dem Grund, der dich in die Schneiderei geführt hat

G Malochax:  Gut. Wir erhielten von Lance-Korporal Romulus den Auftrag einen Verdächtigen zu verfolgen und wenn nötig Improvisation anzuwenden. Nun stellte sich heraus, dass der erwähnte verdächtige zumindest für mich zu geschickt war, was meinerseits die Improvisation auf den Plan rief. Also ging ich zum Schneider um mir identische Kleider geben zu lassen.

Agent Ohnedurst nickt verstehend

Agent Ohnedurst:  kluger Schachzug

Agent Ohnedurst:  weiter

G Malochax:  Das hätte den Verdächtigen verwirrt und zu unüberlegten Handlungen verführt.

G Malochax:  Theoretisch.

Agent Ohnedurst:  na ja.. in Ermittlungen ist alles erstmal theoretisch

G Malochax:  Aber alles kam leider ganz anders.

Agent Ohnedurst:  wie kam es denn?

G Malochax:  Der Schneider wollte die Klamotten nicht rausrücken. Auch nicht, als ich ihm den doppelten Preis und den Umstand, dass es sich um Ermittlungen handelt, geboten habe.

G Malochax:  Also habe ich sie konfisziert. Sir. Ganz sanft. Aber nackt war er dann trotzdem, fast.

Agent Ohnedurst:  nun, das klingt alles sehr vage... was genau ist denn passiert

Agent Ohnedurst:  hatte der Schneider denn außer der Kleidung an seinem Körper überhaupt etwas dort hängen?

Agent Ohnedurst:  oder hat er dir etwas gezeigt, dass dir vielleicht nur nicht passte?

G Malochax:  Nicht dass ich gesehen hätte. Und ich wollte nicht unnötige Zeit mit suchen vertrödeln.

G Malochax:  Er hat nur herumgezickt.

Agent Ohnedurst:  herum... ge..zickt

Agent Ohnedurst lässt sich das Wort auf der Zunge zergehen

G Malochax:  Wie ne Frau eben. Tütütütü

G Malochax macht die entsprechenden Gesten.

Agent Ohnedurst:  soso.. wie eine Frau

Agent Ohnedurst:  hat er etwas zu deinem Vorschlag mit dem doppelten Preis gesagt?

G Malochax:  Er hat gesagt, dass ich damit auch in der Nachbarschaft keinen Erfolg haben würde, also musste ich handeln.

Agent Ohnedurst:  und hast was gemacht??

G Malochax:  Sir, ich bin sehr geschickt im Ausziehen von Kleidern anderer Leute. Vor allem Frauen mit wunderschönen Bärten, Sir. Und da habe ich mir mit allem Respekt die Kleider des Schneiders angeeignet. Es gefiehl ihm aber im Gegensatz zu den Frauen nicht besonders.

G Malochax:  Von Gewalt war da keine Spur, Sir.

Agent Ohnedurst:  mit allem Respekt die Kleider angeeignet..

G Malochax:  In höchster Bedrängnis des Auftrages.

Agent Ohnedurst:  wie darf ich mir das denn vorstellen bei jemandem, der dir seine Kleidung bestimmt nicht freiwillig gegeben hat?

Agent Ohnedurst:  hilf einem alten Vampirgehirn auf die Sprünge.. wie macht man das?

Agent Ohnedurst:  vielleicht kann ich das verfahren ja auch mal anwenden

G Malochax:  Sir das Konfiszieren von Gegenständen ist stets gegen den Willen des Eigentümers aber nichtsdestotrotz im Dienste der Öffentlichkeit.

Agent Ohnedurst:  nur so aus Neugier... hast du ihm denn zu irgendeinem Augenblick irgendwas davon gesagt, dass du die Kleidung konfiszierst?

G Malochax:  Ich hatte die Augen geschlossen, Sir

Agent Ohnedurst:  bisher habt ihr euch anscheinend  nur über den nicht akzeptablen doppelten preis unterhalten

G Malochax:  Die Zeit drängte und da er keine Anstalten machte mir Kleider zu verkaufen, musste ich davon ausgehen, dass er damit auch seine eigenen meinte. Also habe ich das nächstliegende genommen. Also einen Teil dessen, was mir verwehrt wurde

Agent Ohnedurst:  mit geschlossenen Augen... bei einer unwilligen Person... mit allem Respekt...

Agent Ohnedurst blickt den gefreiten einen Moment mit bewusst schlecht gespielter wohlwollender Miene an

G Malochax:  Sir, ja, Sir. Es gäbe da sicher eine ganze Menge junger Damen, die das verifizieren könnten. Also meine Fähigkeit dazu.

G Malochax:  Könnte man den letzten Satz bitte aus dem Protokoll streichen, Sir?

Agent Ohnedurst:  es sind mir schon vielen Dreistigkeiten untergekommen, gefreiter.. aber das.. nun ja.. lassen wir das.. kommen wir zur nächsten frage, nachdem nun ein Tatbestand klargestellt worden ist

Agent Ohnedurst:  nein, kann man nicht

Agent Ohnedurst:  hast du Herrn Zwirn die Kleidung wieder gegeben?

Agent Ohnedurst blickt den Rekruten kalt und abschätzend an

G Malochax:  Carisa hat die dann an sich genommen.

Agent Ohnedurst:  wieder ein wenig zu vage.. bist du aus freien stücken zur Hauptgefreiten von Escrow gegangen und hast sie ihr zurückgegeben?

Agent Ohnedurst:  oder entspricht es eher der Tatsache,

Agent Ohnedurst:  dass sie die Kleidung von dir zurückverlangen musste und du sie ihr nicht freiwillig gegeben hast?

G Malochax:  Zu meinem Bedauern eher Zweiteres. Die Umstände waren aber so, dass meine Absichten mit den Kleidern nicht von erfolg gekrönt waren und wir stattdessen Rüffel kassierten. Da wollte ich die Diensthabenden nicht noch auf diese Aspekte hinweisen.

G Malochax:  Feigheit, Sir. Aber ich habe dem Schneider versprochen mich selbst zu verhaften.

Agent Ohnedurst:  wolltest du nicht, soso, und dir ist nicht mal ansatzweise der Gedanke gekommen, dass du dich vielleicht strafbar machen könntest

Agent Ohnedurst:  dich selbst zu verhaften...

Agent Ohnedurst verdreht die Augen

G Malochax:  Hab ich getan. Verbrachte die Nacht in der Zelle. Ohne vorher ein Bier getrunken zu haben.

Agent Ohnedurst:  du glaubst gar nicht, wie stolz ich auf dich bin, Gefreiter

G Malochax:  Danke, Sir.

Agent Ohnedurst:  das war es... wegtreten, gefreiter Malochax

G Malochax kratzt sich zackig am Helm und verlässt dann das Zimmer.



Urteil

Stimmen für schuldig: 9
Stimmen für nicht schuldig: 0

Das Urteil zur Anschuldigung des Überfalls auf einen Zivilisten und Diebstahl dessen Kleider lautet: Schuldig!.
Die Schuld des G Malochax Santifax wurde als "leicht" eingestuft.
Der Gefreite Santifax erhält einen Verweiß. Weiterhin hat sich der Gefreite einer püschologischen Sitzung bei FW Araghast Breguyar zu unterziehen, die sein Rechtsverständnis und seine Beziehung zum Eigentum anderer zum Thema haben wird.
Das Urteil wird in der permanenten Dienstakte des G Malochax Santifax festgehalten.

Rascaal Ohnedurst, Hptm
Siegel



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