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Beschuldigt: OG Ettark Bergig
Straftat: Missbrauch von Medikamenten im Dienst und Gefährdung einer Aussenmission
Tatort: Mittwärtiges Tor, Ankh-Morpork
Geschädigt: Nicht zutreffend
Zeugen:Fw Rogi Feinstich, StSp Harry, K Ophelia Ziegenberger,
Sachbearbeiter: Agent Rascaal Ohnedurst
Betreffende Mission: M Blutsauger ante Portas
Kurzsachverhalt:
Dem Obergefreiten wird vorgeworfen, mutwillig eine Überdosis eines Schmerzmittel eingenommen zu haben und aufgrund der Folgen dieses Missbrauches eine Aussenmission gefährdet zu haben.



Zeugen-Vernehmung:

Name:Fw Rogi Feinstich
Vernehmungsort: Intörnal Affärs Büro

Agent Ohnedurst sitzt an seinem Schreibtisch auf dem ein kleiner Dämon steht... ganz in rot gekleidet und eine kleine Glocke an jede Hand gebunden

Fw Rogi Feinstich klopft an

Agent Ohnedurst:  herein

Fw Rogi Feinstich öffnet die Tür

Agent Ohnedurst:  ah Feldwebel Feinstich... komm näher

Agent Ohnedurst:  ist es nicht ein festlicher morgen?

Fw Rogi Feinstich schließt die Tür hinter sich und tritt an den Schreibtisch heran

Fw Rogi Feinstich nickt

Fw Rogi Feinstich:  Ja, För

Agent Ohnedurst nimmt den Dämonen in die hand und schüttelt ihn wild hin und her, so dass die Glöckchen klingeln

Agent Ohnedurst stellt den Dämonen ab, der sich danach in eine bereitgestellte Schale übergibt

Agent Ohnedurst:  ist dir eigentlich klar, dass sich für dich schon fast den Aufwand lohnen würde, eine Drehtür einzubauen?

Agent Ohnedurst:  sooft, wie du hier bist

Fw Rogi Feinstich hebt die Brauen

Fw Rogi Feinstich:  Verfeihung, För

Agent Ohnedurst:  kein Grund sich zu entschuldigen... bist ja nicht angeklagt.... noch nicht

Agent Ohnedurst hält Rogi den Dämonen hin

Fw Rogi Feinstich beißt sich auf die Lippe

Agent Ohnedurst:  möchtest du auch mal...? entspannt ungemein

Fw Rogi Feinstich schaut den Dämon an

Fw Rogi Feinstich:  Nein danke, För

Agent Ohnedurst zuckt mit der Schulter und schüttelt den Dämonen noch mal wild klingelnd durch

Agent Ohnedurst stellt ihn gerade noch rechtzeitig wieder auf den Tisch zurück, damit dieser sich übergeben kann

Agent Ohnedurst:  also.. zum Geschäft

Agent Ohnedurst:  mir liegen Informationen vor, dass du dem Gefreiten Ettark Bergig ein schmerzmittel verschrieben hast

Agent Ohnedurst:  ist das korrekt?

Fw Rogi Feinstich:  Ja, daf ift korrekt, För

Agent Ohnedurst:  warum?

Fw Rogi Feinstich:  Nun ef ift fon eine Weile her da muffte ich den Gefreiten fufammenflicken und daf Fmerfmittel war nach der Operation vonnöten...

Fw Rogi Feinstich:  Ich habe ihn aber darauf hingewiefen daf er vorfichtig damit umgehen muff

Agent Ohnedurst:  was befugt dich dazu dieser Art Mittel zu verschreiben... du bist kein Arzt

Fw Rogi Feinstich hebt erstaunt die Brauen

Agent Ohnedurst lehnt sich abwartend zurück

Fw Rogi Feinstich:  För ich bin mit verlaub eine Igorina...daf follte äh beffer fein alf ein Arft

Agent Ohnedurst:  vom handwerklichen gebe ich dir da mit Sicherheit recht...

Agent Ohnedurst:  aber bist du auch BEFUGT Medikamente zu verschreiben?

Agent Ohnedurst macht sich eine Notiz

Fw Rogi Feinstich wird sichtlich nervös

Agent Ohnedurst:  nun?

Fw Rogi Feinstich:  Ich fi..fende doch niemand fu einem Arft wenn ich weif waf ich tue und waf foll daf mit der Befugnif...ich laff mir doch nicht von irgendeinem dahergelaufenen Kittelträger fagen waf richtig oder falf ift!

Fw Rogi Feinstich:  Daf weif ich auch felber

Agent Ohnedurst schnippst gegen den Dämonen, der erschrocken klingelt

Fw Rogi Feinstich erwürgt Ettark in Gedanken

Agent Ohnedurst schaut die Igorina lauernd an

Agent Ohnedurst:  ich habe auch nicht gesagt, dass du dir die Befugnis von einem Arzt geben lassen sollst

Agent Ohnedurst:  gibt dir denn eine der Dienstvorschriften DAS RECHT Schmerzmittel zu verschreiben... überhaupt Medikamente

Fw Rogi Feinstich überlegt kurz

Fw Rogi Feinstich:  Nein, För

Agent Ohnedurst steht auf und holt aus einem staubigen Schrank einen ebenso verstaubten, wie dicken Wälzer mit Ledereinband

Agent Ohnedurst lässt diesen mit einem lauten knall vor der Igorina auf den Schreibtisch fallen

Fw Rogi Feinstich drückt in Gedanken die Kehle von Ettark fester zu

Agent Ohnedurst:  das ist... nun... die Dienstvorschrift... soweit ich weiß  lag sie schon hier, als ich einzog... ich hab sie nie angeschaut

Agent Ohnedurst pustet den staub ab

Fw Rogi Feinstich bekommt den Staub ins Gesicht und hustet kurz

Agent Ohnedurst:  in einer Woche hast du mir den betreffenden Paragrafen dazu herausgesucht, auswendig gelernt und mit vorgetragen... verstanden?

Fw Rogi Feinstich:  Ja, För!

Agent Ohnedurst:  am besten lernst du gleich den ganzen Abschnitt über die medizinische Versorgung in der Wache auswendig

Fw Rogi Feinstich nickt

Agent Ohnedurst:  so... du musstest Bergig also zusammenflicken und hast ihm schmerzmittel verschrieben... was hast du ihm zu der Anwendung gesagt?

Fw Rogi Feinstich:  Er follte nur eine kleine Menge pro Tag einnehmen und fich bei mir melden wenn die Fmerfen nicht aufhören

Agent Ohnedurst:  hast du diese "kleine Menge" definiert und ihm wirklich spezifische Anweisungen gegeben?

Fw Rogi Feinstich:  Ja, För

Agent Ohnedurst:  wie lang vor dem Vorfall im Zusammenhang mit dieser Anzeige war das?

Fw Rogi Feinstich:  ein paar Wochen, För

Agent Ohnedurst:  und wann hätten die schmerzen aufhören sollen?

Fw Rogi Feinstich:  Nach erfolgreicher Therapie hätte ef vielleicht nur noch ein paar Tage höchftenf anderthalb Wochen gebraucht

Agent Ohnedurst nickt

Agent Ohnedurst:  und da er sich nicht mehr gemeldet hat, bist du davon ausgegangen, dass alles ok ist

Fw Rogi Feinstich:  Ja, För

Agent Ohnedurst:  für welchen Zeitraum hast du ihm Schmerzmittel mitgegeben?

Fw Rogi Feinstich:  Er follte fich alle fwei Wochen bei mir neuef abholen

Agent Ohnedurst nickt

Agent Ohnedurst:  bestand die Möglichkeit, dass er deine Anweisungen missverstanden haben könnte?

Fw Rogi Feinstich:  nein, För. Da bin ich mir ficher

Agent Ohnedurst:  oder anders gefragt: deinen fachlichen Meinung nach... hätte er das mittel aus Versehen überdosieren können?

Fw Rogi Feinstich:  Nein, För

Fw Rogi Feinstich:  Nur mit abficht, För

Agent Ohnedurst:  welche Nebenwirkungen sind bei einer normalen Anwendung des Mittels zu erwarten?

Fw Rogi Feinstich:  Bei normaler Anwendung höchftenf Übelkeit, För

Agent Ohnedurst:  gut...

Agent Ohnedurst:  nur noch mal zur Sicherheit: du bist sicher, dass das Fehlverhalten des Gefreiten nur durch eine MUTWILLIGE Überdosierung des Schmerzmittels herbeigerufen werden konnte?

Fw Rogi Feinstich:  Ja, För

Agent Ohnedurst:  gut, ich denke, dann sind wir soweit fertig

Agent Ohnedurst:  willst du den kleinen wirklich nicht schütteln?

Agent Ohnedurst:  die Glocken klingeln fantastisch

Agent Ohnedurst zeigt auf den Dämonen

Fw Rogi Feinstich schaut den Dämon noch mal an

Fw Rogi Feinstich:  Hm

Fw Rogi Feinstich nimmt den Dämon in die Hand

Fw Rogi Feinstich schüttelt Kräftig und denkt dabei an Ettark

Agent Ohnedurst der Dämon übergibt sich hemmungslos über Rogis Uniform

Agent Ohnedurst:  du hättest ihn gleich wieder wegstellen sollen

Agent Ohnedurst grinst und zwinkert

Fw Rogi Feinstich setzt den Dämon wieder ab

Agent Ohnedurst:  zum säubern weggetreten, Feldwebel

Fw Rogi Feinstich:  Danke für den Hinweif, För

Fw Rogi Feinstich:  Ja, För!

Fw Rogi Feinstich salutiert und klemmt die Dienstvorschriften unter den Arm



Zeugen-Vernehmung:

Name: StSp Harry
Vernehmungsort: Intörnal Affärs Büro

Agent Ohnedurst hat extra eine sehr kleine Miniaturtasse für seinen nächsten Delinquenten rausgesucht und kocht Kaffee

StSp Harry klettert, nachdem er erst im falschen Wachhaus war, außer Atem die Treppen zum Kommandeursbüro hoch und klopft dann an die Tür

Agent Ohnedurst:  ja bitte?

StSp Harry:  Sör? Ich sollte mich melden, wegen eines Verhörs... Entschuldige die Verspätung...

Agent Ohnedurst:  ah Harry, welch angenehmer und zugleich erfrischend seltener gast

Agent Ohnedurst ist dankbar für so gute Ohren

Agent Ohnedurst:  bestehst du drauf, die ein Loch in die Tür zu beißen oder schaffst du es, dich durch das Schlüsselloch zu zwängen?

StSp Harry:  Äh... könntest du sie mir vielleicht öffnen...?

Agent Ohnedurst widmet sich wieder dem Kaffeedämonen

Agent Ohnedurst:  ich bin gerade eine wenig... beschäftigt... du bist doch ein talentierter Stabsspieß... lass dir etwas einfallen

Agent Ohnedurst:  allerdings würde ich von meinen Privaträumen abraten... No-name ist nicht besonders gut gelaunt

StSp Harry schaut skeptisch nach oben zum Türgriff und drückt dann ohne viel Hoffnung mal gegen die Tür

StSp Harry:  Sör?

Agent Ohnedurst:  ja Harry?

StSp Harry drückt noch einmal, und die Tür öffnet sich

StSp Harry:  Hier bin ich.

StSp Harry tritt ein und marschiert auf den Kommandeur zu

Agent Ohnedurst:  na bitte... manchmal ist es einfacher als Gnom denkt

Agent Ohnedurst:  Kaffee?

StSp Harry:  Ja, gerne.

StSp Harry:  Wie gesagt, tut mir leid, dass ich zu spät bin - ich war in der Kröselstrasse, wie das auf der Vorladung stand, aber dann bin ich - na ja, jetzt bin ich jedenfalls hier.

Agent Ohnedurst lässt eine Tropfen Kaffee in die kleine Tasse laufen und schüttet einen halben Tropfen Knollensaft hinterher

Agent Ohnedurst gießt sich dieselbe Mischung, nur für Menschen ein

StSp Harry:  Danke, für mich bitte ohne Knolle.

Agent Ohnedurst:  Kröselstrasse? ach der Ausbildungsladen... ja... ich glaub, ich war noch nie da

Agent Ohnedurst:  du solltest dich öfter anzeigen lassen, dann weißt du, wo du mich findest

Agent Ohnedurst grinst

Agent Ohnedurst:  reicht Harry die Tasse

Agent Ohnedurst reicht Harry die Tasse

StSp Harry:  Danke, aber ich bin wirklich kein großer Freund von Knollengemüse...

StSp Harry winkt dankend ab

Agent Ohnedurst:  stand auf der Vorladung denn wenigstens, weswegen du herkommen sollst?

StSp Harry:  Nur schwarz, wenn es recht ist.

Agent Ohnedurst ignoriert es und stellt die Tasse vor Harry ab

Agent Ohnedurst:  er ist schwarz

StSp Harry:  "Pur", wollte ich sagen... egal.

StSp Harry:  Es geht um Ettark Bergig, und um irgendwelche Vorwürfe wegen Betäubungsmittelmissbrauchs?

Agent Ohnedurst:  ja genau...

Agent Ohnedurst:  du bist als zeuge genannt

Agent Ohnedurst:  es ging um eine Außenmission mit...Vampiren, hörte ich?

StSp Harry:  Ja, natürlich. Du hattest mich doch beauftragt, die Stellung zu halten, während du zu diesem Grafen gegangen bist.

StSp Harry:  Diese Belagerungs-Geschichte.

Agent Ohnedurst:  ach ja... dabei war es? und wieso erfahre ich erst jetzt davon?

StSp Harry:  Ich habe es auch nur am Rande mitbekommen, ehrlich gesagt. Wir hatten ja einiges um die Ohren... wieso ist er überhaupt angezeigt worden?

Agent Ohnedurst schaut forschend

Agent Ohnedurst:  das sagtest du doch eben selber... Betäubungsmittelmissbrauch

Agent Ohnedurst:  in der Anzeige steht etwas von Fehlverhalten des Gefreiten Bergigs

Agent Ohnedurst:  worum genau ging es da?

StSp Harry:  Nun, du weißt vielleicht, dass die Vampire einige Bürger der Stadt mit ihrem geistigen Einfluss ziemlich bedrängt und teilweise unter ihre Kontrolle gebracht hatten.

StSp Harry:  Und dass logischerweise eine ziemliche Anti-Vampir-Mentalität herrschte.

Agent Ohnedurst:  geistiger Einfluss... die Bürger möchte ich erst mal kennen lernen, die solch einen Geist haben, der die Mühe wert ist, ihn zu beeinflussen

Agent Ohnedurst murmelt

StSp Harry:  Ein paar ankh-morporkianische Vampire hatten sich versteckt, um vor dem Mob sicher zu sein. Um uns zu helfen, haben sie Ettark als Mittelsmann verwendet, um mit uns zu kommunizieren und irgendwie eine Art geistiger Abwehr um uns herum aufzubauen, damit Stroganoff nicht an uns heran kam.

StSp Harry:  So ungefähr haben sie es jedenfalls erklärt.

StSp Harry:  Ich glaube, der Wächter Bergig hat nicht viel übrig für Vampire - und dieser geistige Einfluss hat ihm ziemlich zugesetzt.

Agent Ohnedurst:  und w2elche art von Fehlverhalten legte der Gefreite an den Tag... es gibt viele Leute, die keine Vampire mögen

Agent Ohnedurst:  ich bin einer davon

Agent Ohnedurst schaut unbestimmt

StSp Harry:  Nach dem, was ich gehört habe, hat er mit irgend etwas - ich weiß nicht, was es war - versucht, die widerstreitenden Stimmen in seinem Kopf zu bekämpfen.

StSp Harry:  Er hat es wohl übertrieben und ist zusammengebrochen.

Agent Ohnedurst:  nachdem, was du gehört hast?

Agent Ohnedurst:  war dir nicht bewusst, dass er schmerzmittel verschrieben bekommen hatte?

StSp Harry:  Äh... nein, davon wusste ich nichts.

StSp Harry:  Wieso das?

Agent Ohnedurst:  angeblich aufgrund von Operationsfolgen

Agent Ohnedurst:  davon ist dir nichts bekannt?

StSp Harry:  Ah ja. Nein, ich hätte auf Alkoholkonsum getippt.

StSp Harry:  Ich war nicht dabei, als er es zu sich genommen hat, aber er machte später jedenfalls einen... äh... betäubten Eindruck.

Agent Ohnedurst:  ich warte immer noch auf das angebliche Fehlverhalten... woher willst du wissen, dass er aufgrund eines Mittels zusammengebrochen ist?

Agent Ohnedurst:  nicht vor Überanstrengung

Agent Ohnedurst:  Stress…

Agent Ohnedurst:  Bierdefizit…

StSp Harry:  Nun, er lallte und hat sich übergeben.

StSp Harry:  Das sind beides gute Indizien, denke ich.

StSp Harry:  Außerdem zitterte er am ganzen Körper.

Agent Ohnedurst nickt und notiert sich das

StSp Harry:  Ich denke, diese vampirischen Stimmen in seinem Kopf waren ihm einfach zu viel.

Agent Ohnedurst:  kam das plötzlich oder war das ein schleichender Prozess mit den körperlichen Anzeichen?

Agent Ohnedurst:  wann ist es dir das erste mal aufgefallen?

StSp Harry:  Nun, er war losgezogen, um dafür zu sorgen, dass alle Torwachen die Tore schließen.

StSp Harry:  Die meisten anderen von uns hatten sich an dem Tor versammelt, vor dem Stroganoffs Leute aufmarschierten.

Agent Ohnedurst:  schien er da noch klar zu sein?

StSp Harry:  Da noch, ja. Als er wiederkam, verhielt er sich so merkwürdig.

StSp Harry:  Die Stadtvampire sagten uns später, dass Stroganoff in seinen Verstand eingedrungen war. Ich kann das also schon irgendwie verstehen...

Agent Ohnedurst:  also hätte sein seltsames verhalten auch daher rühren können?

StSp Harry:  Nun ja, ich kenne mich mit den möglichen Folgen von vampirischer Beeinflussung nur wenig aus. Aber ich habe andere Leute gesehen, die kontrolliert wurden, und die haben weder gekotzt noch gezittert.

StSp Harry:  Aber egal, was er genommen hat, ich bin sicher, dass er nicht zurechnungsfähig war.

Agent Ohnedurst:  würdest du sagen, dass sein Verhalten den Außeneinsatz gefährdet hat?

StSp Harry:  Nun, er ist zusammengebrochen und wir haben ihn zu Rogi gebracht...

StSp Harry:  Ich weiß nicht, ob das als "Gefährdung" zu bezeichnen ist.

StSp Harry:  Vielleicht hat er auch dank dem, was er genommen hat, länger durchgehalten?

Agent Ohnedurst nickt und macht sich eine Notiz

StSp Harry:  Und nachdem er sich bei Rogi ein wenig erholt hatte, ging es ihm auch wieder gut, soweit ich das beurteilen kann.

Agent Ohnedurst:  mir wurden noch als zeugen OG Kannichgut, G Pochtli und G Johan Schaaf genannt

StSp Harry:  Als ein paar Vampire in die Stadt eingedrungen sind, hat er sie beinahe schon zu mutig angegriffen.

StSp Harry:  Nun, die waren dabei, ja.

Agent Ohnedurst:  weißt du, ob einer der genannten vielleicht eine eventuelle Einnahme gesehen hat?

StSp Harry:  Nein, er ist alleine unterwegs gewesen, als es um das Sichern der Tore ging.

StSp Harry:  Irgendwo dort auf dem Weg wurde er wohl auch von Stroganoffs Männern erwischt.

Agent Ohnedurst:  na gut... gibt es sonst noch etwas relevantes, was du mir zu dem fall mitteilen möchtest?

StSp Harry:  Aber die Wächterin Krulock könnte vielleicht mehr zu der Stroganoffschen Beeinflussung sagen. Immerhin hat sie das als Vampirin miterlebt.

StSp Harry:  Ich denke, der Wächter Bergig hat sich gut geschlagen, wenn man bedenkt, was er durchgemacht hat.

StSp Harry:  Und wie gesagt, Lance-Korporal Krulock kann das ganze vielleicht von der vampirischen Seite her näher beleuchten.

Agent Ohnedurst:  meinst du nicht, dazu bin ich auch in de Lage?

Agent Ohnedurst grinse gehässig

StSp Harry:  Äh... doch, natürlich. Aber sie war bei uns in der Gruppe. Sie hat, soweit ich weiß, genau gespürt, was mit Ettark los war.

Agent Ohnedurst:  gut.. dann werden wir sehen... danke Harry, du kannst wegtreten

Agent Ohnedurst:  austreten....

Agent Ohnedurst:  wie auch immer

Agent Ohnedurst lächelt

Agent Ohnedurst:  und knall die Tür nicht so

StSp Harry:  In Ordnung, Sör!

StSp Harry salutiert und wendet sich ab

StSp Harry verlässt den Raum und zieht die Tür zu, so gut es geht



Zeugen-Vernehmung:

Name: K Ophelia Ziegenberger
Vernehmungsort: Intörnal Affärs Büro

K Ziegenberger klopft am neuen IA-Büro an.

Agent Ohnedurst hat absolut keine Ahnung, wie er in dem Raum, der bisher nur seinem privaten Bedürfnissen diente, nun auch noch seine Beruflichen unterbringen soll

Agent Ohnedurst:  was denn??

Agent Ohnedurst klingt unwirsch

K Ziegenberger öffnet die Tür und tritt ein.

Agent Ohnedurst:  oh, du bist es Korporal... hier halt das mal

K Ziegenberger:  Korporal Ziegenberger, Sör. Du hattest mich hergebeten.

K Ziegenberger streckt hilfreich die Hände entgegen.

Agent Ohnedurst drückt Ophelia einen altmodischen Kaffeedämonen in die Hand

K Ziegenberger hält den Dämon.

K Ziegenberger sieht sich neugierig im Raum um.

K Ziegenberger:  Komme ich ungelegen, Sör?

Agent Ohnedurst schaut verzweifelt aus den kleinen Esstisch, der momentan als Schreibtisch herhalten muss

Agent Ohnedurst trifft eine Entscheidung, hebt den Tisch an einer Seite hoch, so dass alles auf der anderen Seite runterfällt und einen dekorativen Haufen bildet

K Ziegenberger:  Ansonsten könnte ich selbstverständlich auch zu einem späteren Zeitpunkt wieder bei Dir vorsprechen.

Agent Ohnedurst:  da

Agent Ohnedurst zeigt auf den Haufen

K Ziegenberger blickt ihn unsicher an.

Agent Ohnedurst:  da kannst du den Dämon hinstellen und am Besten gleich anwerfen

K Ziegenberger:  Ja... natürlich.

Agent Ohnedurst:  aber pass auf, dass er gerade steht

Agent Ohnedurst:  das sind wertvolle Akten da drunter... das mir da kein Fleck draufkommt

Agent Ohnedurst:  ich mach dich persönlich dafür verantwortlich

K Ziegenberger nickt und macht sich an die Arbeit. Die langen Röcke behindern sie etwas bei der Arbeit auf Bodenhöhe, weil sie sich leicht aufbauschen.

Agent Ohnedurst tippt nachdenklich mit den scharfen Fingernägeln an seinen Reißzähnen

K Ziegenberger gelingt es, den Kaffeedämon nach einigen Minuten zum Arbeiten zu motivieren.

Agent Ohnedurst:  wo hab ich denn... wo hab ich denn?

K Ziegenberger:  Es dauert nur noch kurz, Sör.

Agent Ohnedurst:  ach ja... da oben

K Ziegenberger stellt sich abwartend neben den blubbernden und sprotzenden kleinen Kasten und beobachtet wieder den Agenten.

Agent Ohnedurst springt mit einem eleganten Satz auf den Balken direkt unter dem Dachfenster, welches zum Lüften auf kippe steht

Agent Ohnedurst:  hier oben hatte ich die Akte Ettark hingelegt

Agent Ohnedurst:  und weißt du auch warum, Korporal?

K Ziegenberger verfolgt ihn mit seeeehr neugierigen Blicken.

K Ziegenberger:  Nein. Warum, Sör?

Agent Ohnedurst springt wieder runter und kommt lautlos direkt vor Ophelia auf

Agent Ohnedurst:  weil der fall stinkt

Agent Ohnedurst:  deswegen habe ich ihn zum lüften dort hingelegt

Agent Ohnedurst:  riech mal

Agent Ohnedurst hält Ophelia die Akte unter die Nase

K Ziegenberger bemerkt fasziniert die völlige Lautlosigkeit und beschließt, diese Beobachtungen mit anderen Beobachtungen ihrer Vampirkollegen zu vergleichen - zum Beispiel mit Breda.

K Ziegenberger richt an der Akte.

K Ziegenberger:  Ähm, ja...

Agent Ohnedurst:  stinkt zum Himmel... noch immer

Agent Ohnedurst:  schieb dir eine Kiste heran und setz dich an den Tisch

K Ziegenberger:  Sicher...

K Ziegenberger tut wie ihr geheißen.

Agent Ohnedurst sieht, dass die Kisten alle nur so hoch sind, dass eine sitzende Person gerade so über die Tischplatte schauen kann

K Ziegenberger schaut gerade so über die Tischplatte.

Agent Ohnedurst zuckt mit den Schultern... zieht sich ebenfalls eine Kiste heran und setzt sich auf die andere Seite

Agent Ohnedurst schaut etwas höher über die Tischplatte... wenn auch nicht so viel, wie es ihm lieb gewesen wäre

Agent Ohnedurst:  so, Korporal

K Ziegenberger findet diesen Anblick der Augen des Agenten irgendwie amüsant.

Agent Ohnedurst:  ich habe inzwischen schon zwei Zeugenaussagen eingeholt... und noch nicht einmal ansatzweise begriffen, worum es in dem Fall geht

K Ziegenberger streicht wieder mal ihre Röcke glatt.

Agent Ohnedurst:  solche aussagen laufen bei mir unter dem begriff verschwendete zeit

Agent Ohnedurst:  und so was verschwende ich nicht gerne

K Ziegenberger:  Verständlich.

Agent Ohnedurst:  nun bist du aber hier... die anzeige kommt von dir... insofern erhoffe ich mir eine überwältigende Erleuchtung von deiner Aussage

K Ziegenberger nickt verständnisvoll.

Agent Ohnedurst:  denn wenn du nachher aus diesen Raum über das große, leere Dachgeschoß runtergehst

Agent Ohnedurst:  und ich noch immer nicht mehr weiß... dann wirst du auf besagtem Dachboden Besendienst schieben.. ich meine fegen, bis dir die Rangabzeichen abgefault sind

Agent Ohnedurst:  habe ich mich klar ausgedrückt?

K Ziegenberger:  Sehr klar, Sör.

Agent Ohnedurst:  gut, nachdem die Formalitäten jetzt erledigt sind... bin ich ganz Ohr

Agent Ohnedurst:  was zum Henker ist mit Ettark los?

K Ziegenberger:  Ich weiß nicht, wie es derzeit um ihn steht, besagter Vorfall liegt ja nun schon wieder etwas zurück. Es ist aber so, dass er eine Gefährdung des Einsatzes am Mittwärtigen Tor darstellte, während dieser Belagerungsgeschichte, da er unter übermäßigem Medikamenteneinfluss stand.

K Ziegenberger:  Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich es nicht mit reinem Gewissen unbeachtet lassen konnte.

Agent Ohnedurst:  die Vampirclangeschichte?

K Ziegenberger:  Ja. Eben dieser.

K Ziegenberger ist nicht ganz wohl dabei, einen Kollegen anzuzeigen. Aber sie weiß, dass es nötig ist.

Agent Ohnedurst:  erzähl mir mehr... erst zu der Situation am Tor... dann zu den Medikamenten.. wie er da herankam... und wo das „übermäßig“ ins Spiel kommt

K Ziegenberger:  Wir erhielten den Einsatzbefehl anhand der Wachtglocke. Die Belagerung begann mit Eintreffen des überwaldschen Clans am Tor. Seine Lordschaft, Graf Stroganoff, verlangte die Kapitulation der Stadt und den ihm angeblich zustehenden Anteil an dieser. Er erwartete eine entsprechende Verlautbarung seitens des Patriziers.

K Ziegenberger:  Unser relativ kleiner Einsatztrupp stellte sich dem Clan vor den Toren, indem wir diese vor ihnen verschlossen.

K Ziegenberger:  Von Dir, Sör erhielten wir kurz darauf den schriftlichen Befehl, keine Eindringlinge einzulassen.

K Ziegenberger:  Es traf ebenso eine Nachricht des Patriziers ein, die uns anwies, für Ruhe und Sicherheit zu sorgen und keinen direkten Angriff zu führen.

K Ziegenberger:  Während wir uns darum bemühten, diese Befehle auszuführen und gleichzeitig die ein- und ausfahrenden Lieferfuhrwerke zu kontrollieren und passieren zu lassen, traf Herr Schräg als Unterhändler ein.

K Ziegenberger:  Er musste allerdings schnell die Erfolglosigkeit seiner Bemühungen einsehen und kehrte mit dem Kollegen Kannichgut zum Palast zurück um Bericht zu erstatten.

Agent Ohnedurst macht sich hektisch Notizen

Agent Ohnedurst geht das Papier aus

Agent Ohnedurst schreibt auf der tischplatte weiter

K Ziegenberger:  Wir warteten dringend auf Verstärkung, zumal die Situation sich allmählich zuspitzte.

K Ziegenberger:  Die Nacht war angefüllt von einigen scheinbar nicht ernst gemeinten Vorstößen der Vampire.

K Ziegenberger:  Wir waren erst davon ausgegangen, dass die Vampire eingeladen werden müssten, um die Tore zu durchschreiten.

K Ziegenberger:  Ein Irrtum, wie sich später herausstellte.

Agent Ohnedurst:  wie kommst du darauf, dass die Vorstöße nicht ernst gemeint waren?

K Ziegenberger:  Sie ließen uns zuerst in diesem Glauben, um parallel über die anderen, nahe gelegenen Tore Eintritt zu gelangen. Zumindest erklären wir uns die Geschehnisse im Nachhinein so.

K Ziegenberger errötet unwillkürlich bei der Erinnerung.

K Ziegenberger:  Wie ich darauf... nun ja...

K Ziegenberger:  Gleich zu Beginn der Belagerung stand ich im Tor und betrachtete die Wagen und Schemen in den Schatten.

K Ziegenberger:  Seitlich des Tores, neben mir, hatte sich unbemerkt einer der Vampire platziert und...

Agent Ohnedurst:  soll vorkommen

Agent Ohnedurst grinst

K Ziegenberger räuspert sich und fährt schnell fort.

K Ziegenberger:  ...er lockte mich unbemerkt näher.

Agent Ohnedurst schaut nachdenklich zum Kaffeedämonen, dessen Inhalt bedrohlich schwappt

K Ziegenberger:  Ich bekam nicht mit, wie ich mich aus der Stadtmauer hinaus auf ihn zu bewegte, bis mich die Kollegin Krulock am Arm zurückriss und ihn anfuhr.

K Ziegenberger:  Er amüsierte sich darüber.

K Ziegenberger:  Es war alles sehr... nun ja, es schien mehr ein Spiel für sie zu sein.

Agent Ohnedurst:  was meinst du, hat dich dazu getrieben... war es eine lockende Stimme in deinem Kopf? ein Geruch? ein intimes Verlangen?

K Ziegenberger bemerkt den Blick und springt schnell auf.

K Ziegenberger schindet Zeit in dem Bemühen, den Kaffeedämon neben den Akten abzustellen und ihn zum Aufhören zu bewegen.

K Ziegenberger schenkt sehr konzentriert einen Becher voll und reicht diesen dem Agenten.

K Ziegenberger setzt sich wieder und weicht seinem Blick aus.

Agent Ohnedurst:  danke nein... der ist für dich und deine zittrigen nerven

Agent Ohnedurst:  ich hatte gerade unten in der Kantine einen

K Ziegenberger:  Ein... nein. Von meiner Seite aus war es jedenfalls nichts... intimes.

K Ziegenberger nimmt die Tasse dankend entgegen.

K Ziegenberger:  Und eine Stimme hörte ich auch nicht.

Agent Ohnedurst:  soso.... das sagen sie alle im nachhinein, wenn sie einem Vampir erlegen sind

Agent Ohnedurst seufzt

Agent Ohnedurst:  nun gut... wie kommt nun Ettark bergig ins spiel?

K Ziegenberger:  Ein Geruch? Ich kann mich zumindest an keine erinnern.

K Ziegenberger:  Ja...

K Ziegenberger:  Ettark Bergig.

K Ziegenberger seufzt.

Agent Ohnedurst:  genau der

K Ziegenberger:  Die Kontrolle über die Situation wäre uns trotz aller Bemühungen innerhalb der nächsten Stunden mehrmals beinahe entglitten, einfach, da die Bevölkerung uns zahlenmäßig weit überlegen war. Sie waren alle begierig darauf, die Belagerer von der Mauer aus zu sehen, als wären diese eine neue Attraktion und keine Gefahr.

K Ziegenberger:  Wir hatten großes Glück, dass Lord Witwenmacher uns seine Gilde sandte.

K Ziegenberger:  Die Zusammenarbeit verlief überraschend reibungslos.

K Ziegenberger:  Es kam zu keinen Zwischenfällen, die Präsenz der Schwarzgewandeten verlieh den Anweisungen der Wache großen Nachdruck.

K Ziegenberger:  Dennoch..

K Ziegenberger:  Ein Mob hätte beinahe alles zunichte gemacht und Panik ausgelöst.

Agent Ohnedurst:  das ist seine Aufgabe… was erwartest du von einem Mob?

K Ziegenberger:  Die Stadtvampire kamen uns zur Hilfe.

K Ziegenberger:  Mit einem... gewagten Angebot.

Agent Ohnedurst:  also doch etwas intimes

Agent Ohnedurst grinst

K Ziegenberger lächelt hilflos.

K Ziegenberger:  In gewissem Sinne...

Agent Ohnedurst schmunzelt

K Ziegenberger:  Anhand der Reaktionen - beispielsweise Ettark Bergigs - der ja bekanntermaßen eine sehr schlechte Beziehungen zu Vampiren hat, war zu erkennen, dass die Vampire vor den Toren uns mental beeinflussten.

Agent Ohnedurst:  nein... wirklich? du meinst, das könnte ein Vampir versuchen?

K Ziegenberger:  Es schien unmöglich, sie längerfristig aufzuhalten, ohne diesem Einfluss standhalten zu können.

Agent Ohnedurst rollt theatralisch mit den Augen

K Ziegenberger errötet wie eine Tomate.

Agent Ohnedurst:  moment

Agent Ohnedurst:  was für Reaktionen Ettarks meinst du?

K Ziegenberger senkt verlegen den Blick.

K Ziegenberger:  Er...

K Ziegenberger:  ...er griff uns, seine Kollegen, beispielsweise mit dem Schwert an.

Agent Ohnedurst:  soso... ist das schon der teil, den du auf die Medikamente zurückführst?

K Ziegenberger:  Und als wir ihn festhalten und entwaffnen wollten, war er eindeutig nicht bei Sinnen.

K Ziegenberger:  Nein, Sör.

K Ziegenberger:  Er erkannte uns zu diesem Zeitpunkt nicht und einer Anwesenden sagte, er stünde unter Fremdeinfluss, also auf geistiger Ebene.

Agent Ohnedurst:  gut... nur für die Akten... das war also ein für die Umstände der scheinbar intimen Beeinflussung normales Verhalten

K Ziegenberger:  Wenn man es so ausdrücken möchte.

K Ziegenberger nickt.

K Ziegenberger:  Worum es mir dabei geht ist, dass die Stadtvampire uns vorschlugen, uns mental zu unterstützen, wenn wir ihnen Zugang zu unseren Gedanken gewähren würden.

Agent Ohnedurst spitzt erwartungsvoll die Lippen

K Ziegenberger:  Der Stabsspieß entschied, dass wir diese Chance nutzen sollten.

K Ziegenberger:  Was wir auch taten.

K Ziegenberger fröstelt bei der Erinnerung an Raculs eisige, arrogante Präsenz.

Agent Ohnedurst denkt:  selber schuld

K Ziegenberger:  Das war der Zeitpunkt, zu dem sich Ettark Bergig anders zu verhalten begann.

K Ziegenberger:  Wir wurden auf ihn aufmerksam, als er aus für uns nicht ersichtlicher Ursache heraus zu schimpfen und zu schreien begann.

K Ziegenberger:  Er zitterte am ganzen Körper und bekam das nicht mehr unter Kontrolle.

Agent Ohnedurst:  kleinen Moment bitte, Korporal

K Ziegenberger:  Offenbar machte er seinen Begleiter für diese Reaktion verantwortlich... ja?

Agent Ohnedurst:  ihr habt den Stadtvampiren Zugang zu euren Köpfen gestattet und wundert euch dann über ungewöhnliche Verhaltensmuster und den Verlust körperlicher Kontrolle?

Agent Ohnedurst:  ernsthaft?

K Ziegenberger:  Nun ja, Sör... wir waren uns auch erst nicht sicher, ob es etwas damit zu tun hätte. Aber der Vampir, der mit dem Stabsspieß in Verbindung stand richtete ihm wohl aus, dass es da keinen Zusammenhang zu ihnen gäbe und sie ihm nicht damit helfen könnten. Und der Bergiger rief kurz darauf, als er vom Stabsspieß gefragt wurde:

K Ziegenberger:  Nein, es sei eine Überdosis seines Schmerzmittels, die dafür verantwortlich sei. Er hätte es kurz zuvor genommen.

Agent Ohnedurst:  er... hat es selber zugegeben?

K Ziegenberger nickt.

Agent Ohnedurst:  waren das eine genauen Worte: "eine Überdosis"?

K Ziegenberger:  Sonst hätte ich mich nicht mit einer Anzeige an Dich gewandt, Sör. Seine Worte waren "Es ist mein verdammtes Schmerzmittel! Ich habe vorhin eine Überdosis genommen!" Und dann sackte er ohnmächtig in den Armen der Helfer zusammen. Als er wieder zu sich kam, übergab er sich.

K Ziegenberger:  Der Stabsspieß sandte ihn zusammen mit Kannichgut Zwiebel und einem weiteren Kollegen zum Pseudopolisplatz, zu Rogi Feinstich. Zur Behandlung.

K Ziegenberger:  Und das, wo wir wirklich jeden am Tor gebraucht hätten!

K Ziegenberger:  Daher meine Ansicht, dass sein Verhalten eine Gefahrensituation verschärfte.

Agent Ohnedurst:  nun ja... dann scheint der fall ja glasklar zu sein, nicht wahr?

K Ziegenberger schweigt und trinkt in Gedanken einen großzügigen Schluck Kaffee.

K Ziegenberger verschluckt sich prompt und hält sich hustend die Hand vor den Mund.

K Ziegenberger:  ... Entschuldigung!

Agent Ohnedurst:  schlucken, Korporal... das ist das Geheimnis

K Ziegenberger guckt mit tränenden Augen und bitterem Brennen in der Kehle knapp über die Schreibtischplatte und nickt.

K Ziegenberger wartet auf Ohnedursts Erläuterungen, Entscheidungen... was auch immer.

Agent Ohnedurst:  hm... in deiner Einschätzung als Augenzeuge.. hat der Obergefreite die Mission durch sein Verhalten akut gefährdet?

K Ziegenberger:  Ja, Sör. Ganz eindeutig.

K Ziegenberger:  Er hätte es besser wissen müssen.

K Ziegenberger:  Er hat nicht nur die Mission gefährdet, er hat meiner Meinung nach auch das Vertrauen seiner Kollegen in ihn verletzt.

K Ziegenberger:  Man muss sich doch aufeinander verlassen können!

Agent Ohnedurst:  nickt nachdenklich... gut... ich denke, ich sollte mal ein paar freundliche Worte mit dem Obergefreiten reden

Agent Ohnedurst:  möchtest du deiner aussage außer ein paar Kaffeeflecken noch irgendwas hinzufügen?

K Ziegenberger fühlt sich ernst genommen.

K Ziegenberger schaut sich erschrocken nach Kaffeeflecken um.

K Ziegenberger:  Wo?...

K Ziegenberger:  Ähm...

K Ziegenberger:  Nein, Sör.

Agent Ohnedurst:  gut.. dann kannst du wegtreten

K Ziegenberger erhebt sich, knickst und stellt den Kaffeebecher vorsichtig vor Rascaal ab.

K Ziegenberger:  Danke, Sör!

K Ziegenberger verlässt das Büro und schließt leise die Tür hinter sich.



Beschuldigten-Vernehmung:

Name:OG Ettark Bergig
Vernehmungsort: Intörnal Affärs Büro

Agent Ohnedurst hat sich endlich einen angemessenen Stuhl organisiert und sitz an seinem noch nicht angemessenen Schreibtisch im neuen Büro

OG Ettark klopft an die Tür

Agent Ohnedurst:  ja bitte?

OG Ettark öffnet die Tür

Agent Ohnedurst:  ah Obergefreiter Bergig

Agent Ohnedurst:  komm doch herein

OG Ettark wartet einige Augenblicke, bis sich seine Augen an die Beleuchtungsverhältnisse (oder das nicht vorhandensein der selben) gewöhnt haben

OG Ettark sagt  Guten Abend Sör

OG Ettark betritt das Büro

Agent Ohnedurst:  Abend? ist es schon wieder so spät?

OG Ettark schließt die Tür hinter sich und tritt an den Schreibtisch, sicher, das die frage eine Rhetorische war

Agent Ohnedurst:  Obergefreiter, wie ich höre hast du eines hinter dir

Agent Ohnedurst blättert durch die Akte

OG Ettark verschränkt die Arme hinterm Rücken und versucht unauffällig einen Blick in die Akte zu werfen

Agent Ohnedurst:  Verletzung... Übernahme des Geistes... übler kram

Agent Ohnedurst:  da wurde dir schlimm mitgespielt

Agent Ohnedurst:  eines verstehe ich aber nicht... vielleicht... nein bestimmt kannst du mir da weiterhelfen

OG Ettark sagt  Ja?

OG Ettark sagt  ...

OG Ettark sagt  Sör?

Agent Ohnedurst:  von dir soll in einer Krisensituation der Satz stammen: ich habe eine Überdosis Schmerzmittel genommen

Agent Ohnedurst:  ist das korrekt?

OG Ettark sagt  Ja

OG Ettark sagt  mehr als einmal Sör

Agent Ohnedurst lehnt sich zurück

Agent Ohnedurst schnalzt mit der Zunge

Agent Ohnedurst:  wie kam es dazu?

OG Ettark sagt  Ich habe mich zu sehr an die Wirkung des Schmerzmittel gewöhnt

OG Ettark sagt  ich denke, ich war... WAR süchtig

Agent Ohnedurst:  wieso hast du das Schmerzmittel in erster Linie bekommen?

OG Ettark schweigt wieder

OG Ettark sagt  wegen... Komplikationen bei meiner Operation

Agent Ohnedurst:  Operation?

OG Ettark sagt  ziemliche Schmerzen im rechten Arm

OG Ettark sagt  Wie sie sicherlich aus meiner Akte entnehmen könne, hatte ich in meiner Grundausbildung einen kleinen... "Unfall"

Agent Ohnedurst:  nein.. das steht hier bedauerlicherweise nicht drin

Agent Ohnedurst:  was für einen Unfall denn?

OG Ettark runzelt verwundert die Stirn

OG Ettark sagt  Ich wurde angegriffen

OG Ettark sagt  ein Messer in die Brust

OG Ettark sagt  Sir

OG Ettark sagt  darauf hin bin ich unter eine Kutsche und einen Troll geraten

OG Ettark sagt  mein rechter Arm hat das leider nicht verkraftet

Agent Ohnedurst:  autsch.. hört sich sehr schmerzhaft an

Agent Ohnedurst:  und zusammengeflickt hat dich...?

Agent Ohnedurst:  Feldwebel Feinstich?

Agent Ohnedurst:  nehme ich an

OG Ettark sagt  Ich habe nur danke der Fähigkeiten von Feldwebel Feinstich überlebt, ja Sör

Agent Ohnedurst:  hast du von ihm auch das schmerzmittel bekommen?

OG Ettark sagt  Ja, aber ich habe mich nicht an die Dosierungsvorschriften gehalten

OG Ettark sagt  hinterher auf jedenfall nicht mehr

Agent Ohnedurst:  weißt du zufällig, ob er befugt ist, dir Medikamente zu verschreiben?

OG Ettark sagt  während der Belagerung

OG Ettark sagt  Nein Sör, aber da sie meine behandelnde Ärztin war, ging ich davon aus

Agent Ohnedurst:  Ärztin....

Agent Ohnedurst lässt sich das Wort auf der Zunge zergehen und macht sich eine Notiz

Agent Ohnedurst:  nun gut.. auf alle Fälle hat dir Feldwebel Feinstich bestimmt genaue Dosierungsanweisungen mitgegeben, nicht wahr?

OG Ettark hat das Gefühl etwas Falsches gesagt zu haben, weiß aber nicht genau was

OG Ettark sagt  Ja Sör

Agent Ohnedurst:  was hat dich dazu veranlasst, dich nicht daran zu halten?

OG Ettark sagt  Das weis ich selber nicht ganz genau

OG Ettark sagt  es war während der Belagerung

OG Ettark sagt  Ich vermute, das ich schon unter der Kontrolle der elenden Blutsau... der Vampire gestanden habe, aber ich weis nicht, ob sie mich letztlich dazu veranlasst haben

Agent Ohnedurst nickt verstehend

OG Ettark sagt  aber sobald ich es genommen hatte, haben sie die völlige Kontrolle über meinen Körper übernommen

OG Ettark schaudert

Agent Ohnedurst:  also hast du, bevor die Beeinflussung bestand, niemals die Dosierung überschritten?

OG Ettark sagt  nein Sör

OG Ettark sagt  Der Feldwebel hatte mich davor gewarnt

OG Ettark sagt  und dank meiner eher bescheidenen Fähigkeiten, was Gifte angeht, habe ich mich daran gehalten

Agent Ohnedurst:  die Stadtvampire haben gegenüber Korporal Ziegenberger behauptet, nichts in dieser Richtung unternommen zu haben.

OG Ettark sagt  es waren nicht die Stadtvampire

OG Ettark sieht den Agenten irritiert an

OG Ettark sagt  Die hätte mich wohl kaum dazu benutzt, geheime Akten zu stehlen oder zu versuchen, das Tor zu öffnen

OG Ettark sagt  außerdem hat einer von ihnen mich ja wieder aus der Beeinflussung befreit

Agent Ohnedurst:  du behauptest, nur damit ich das richtig verstehe, dass du nicht auf die Beeinflussung angesprochen wurdest und gesagt hast.. moment... wo war der Absatz gleich

Agent Ohnedurst:  Zitat:

Agent Ohnedurst:  Agent Ohnedurst :  ihr habt den Stadtvampiren Zugang zu euren Köpfen gestattet und wundert euch dann über ungewöhnliche Verhaltensmuster und den Verlust körperlicher Kontrolle?

Agent Ohnedurst:  ernsthaft?

Agent Ohnedurst:  K Ziegenberger:  Nun ja, Sör... wir waren uns auch erst nicht sicher, ob es etwas damit zu tun hätte. Aber der Vampir, der mit dem Stabsspieß in Verbindung stand richtete ihm wohl aus, dass es da keinen Zusammenhang zu ihnen gäbe und sie ihm nicht damit helfen könnten. Und der Bergiger rief kurz darauf, als er vom Stabsspieß gefragt wurde:

Agent Ohnedurst:  K Ziegenberger:  Nein, es sei eine Überdosis seines Schmerzmittels, die dafür verantwortlich sei. Er hätte es kurz zuvor genommen.

Agent Ohnedurst:  er... hat es selber zugegeben?

K Ziegenberger nickt.

Agent Ohnedurst:  Zitat ende

Agent Ohnedurst:  das stammt aus der Aussage Korporal Ziegenbergers

OG Ettark sagt  Das ist auch völlig richtig

OG Ettark sagt  aber die Zeitlichen Abstände sind... damit nicht vollkommen aufgezeigt

Agent Ohnedurst:  dann verrat sie mir doch mal

OG Ettark sagt  Ich habe das Schmerzmittel genommen, als ich mich in der Kröselstrasse befand

OG Ettark sagt  von der feindlichen Kontrolle befreit wurde ich am Tor, als ich versuchte es zu öffnen

OG Ettark sagt  und zwar von einem der Stadtvampire

OG Ettark sagt  wieviel Zeit dazwischen lag, weiß ich nicht so genau

Agent Ohnedurst:  ah ja... nun gut... und es gibt wohl auch niemanden, der uns das sagen könnte...

Agent Ohnedurst:  nun gut...

OG Ettark sagt  Danach habe ich mich mit den anderen Wächtern am Haupttor getroffen

OG Ettark sagt  und erst da haben die Stadtvampire sich in unseren Kopf eingenistet

Agent Ohnedurst:  nach deiner Einschätzung hängt als deine Überdosierung direkt mit der Einwirkung durch die Stadtvampire zusammen?

OG Ettark sagt  angeblich zu unserem Schutz

OG Ettark verdreht die Augen

OG Ettark sagt  Nein Sör

Agent Ohnedurst schaut ungerührt

OG Ettark sagt  durch die Einwirkung der Angreifer

OG Ettark sagt  von welcher die Stadtvampire, auf jedenfall einer von ihnen, mich befreit haben

OG Ettark sagt  aber da hatte ich die Überdosis schon genommen

OG Ettark sagt  Bevor irgendeiner der Stadtvampire Kontakt mit mir hatte

OG Ettark sagt  Nur die Nachwirkungen passierten später

Agent Ohnedurst:  ah...  na dann.. jetzt scheint es ja langsam zusammenzupassen... du musst es nur oft genug erzählen

OG Ettark sagt  das wiederum, NACHDEM die Stadtvampire uns geholfen haben

OG Ettark beäugt Ohnedurst misstrauisch

Agent Ohnedurst:  sag... fühlst du dich schuldig wegen der folgen, die diese Überdosierung fast verursacht hätte?

OG Ettark sagt  Ja Sör

OG Ettark sagt  auch wenn es etwas gedauert hat, bis ich mir klar war, was ich angerichtet habe

Agent Ohnedurst:  meinst du denn auch, schuldig zu sein?

OG Ettark sagt  Wie schon gesagt, das weiß ich nicht so genau

Agent Ohnedurst:  gut.. ich denke, das ist ein passendes Schlusswort, wenn du nichts mehr hinzuzufügen hast

OG Ettark sagt  Sör?

Agent Ohnedurst:  möchtest du deiner aussage noch etwas hinzufügen?

OG Ettark sagt  Ich würde noch gerne hinzufügen, das ich seit einigen Tagen keine Schmerzmittel mehr genommen habe

Agent Ohnedurst:  ah ja.. und aufgrund dessen bist du der Meinung, jetzt nicht mehr süchtig zu sein... korrekt?

OG Ettark sagt  und das ich denke, mit der Hilfe des Feldwebels auch komplett darüber hinweg kommen werde

OG Ettark sagt  noch ist es wohl nicht so weit Sör

Agent Ohnedurst:  ja, mit Hilfe des Feldwebels kommt man über vieles hinweg...

Agent Ohnedurst grinst vielsagend

Agent Ohnedurst:  war es das?

OG Ettark sagt  Ich denke ja

OG Ettark ignoriert die Anspielung

Agent Ohnedurst:  dann kannst du wegtreten...

OG Ettark sagt  Danke Sör

Agent Ohnedurst macht sich Notizen in die Akte

OG Ettark dreht sich um und verlässt den Raum

OG Ettark denkt "Elender Blutsauger"



Urteil

Urteil OG Ettark Bergig
Stimmen für schuldig: 11
Stimmen für nicht schuldig: 0

Der Obergefreite Ettark Bergig wurde des Schmerzmittelmissbrauches und aufgrund dessen der Gefährdung einer Aussenmission für schuldig befunden und wird dazu verurteilt eine Woche in dem Klub des neuen Anfangs aktiv bei ihrem Entzugsprogramm in den verschiedenen Wirkungsstätten zu helfen.
Die Erlebnisse dieser Woche hat Ettark Bergig nach den üblichen IA-Kriterien (siehe Anleitung) in einer Strafsingle online stellen zu lassen.

Anschliessend hat Ettark Bergig seine Erfahrungen in einer Püschositzung bei der Gefreiten Frän Fromm zu verarbeiten und dort ein püschologisches Entzugsprogramm zu durchlaufen.




Siegel



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